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Der Streik: sein Wesen und sein Wirken

Eduard Bernstein

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~42,300 words · 201 passages
Cite this work
  • APAEduard Bernstein. (n.d.). Der Streik: sein Wesen und sein Wirken. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/eduard-bernstein/der-streik-sein-wesen-und-sein-wirken
  • MLAEduard Bernstein. Der Streik: sein Wesen und sein Wirken. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/eduard-bernstein/der-streik-sein-wesen-und-sein-wirken.
  • ChicagoEduard Bernstein. Der Streik: sein Wesen und sein Wirken. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/eduard-bernstein/der-streik-sein-wesen-und-sein-wirken.

Reference to the edition that SigPhi reproduces: SigPhi is its digital reproduction, not its publisher. The edition's year is not in the metadata (hence "n.d."), and the translator appears only when recorded.

What it is about

The Strike: Its Nature and Its Effect (1906), in GERMAN.

Context and history

Written in the middle of the argument over the mass general strike, which the left wing saw as the definitive revolutionary weapon. Bernstein analyses what a strike actually achieves and what it does not. Text in GERMAN: the original.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

How it begins
Beweisführung des braven Menenius, nach Livius die Wirkung, daß Schuldnachlässe stattfanden und das Institut der Tribunen den Plebejern einen sehr starken Anteil an der politischen Macht verschaffte. Soweit die Überlieferung dem wirklichen Tatbestand entspricht, hätten wir also in diesem Auszug auf den später mons sacer benannten Hügel ein Beispiel eines erfolgreichen politischen Massenstreiks, und zwar eines Streiks von dem Heer angehörenden Massen. Wie hier der Streik mit einem zeitweiligen Verlassen des Orts von seiten aller Ausständigen verbunden erscheint, so auch bei verschiedenen Arbeitseinstellungen von Handwerksgesellen, die uns aus dem späteren Mittelalter überliefert sind. Über die Gründe und das Wie der Durchführung dieser Maßnahme ist nicht viel bekannt. Bei den Handwerksgesellen mag sie dadurch notwendig geworden sein, daß den Gesellen, die ja gewöhnlich beim Meister wohnten, sobald sie streikten, kein Logis in der Stadt zur Verfügung stand, da der Einfluß der Meister ihnen alsdann wohl auch die Zuflucht zur Herberge der Zunft unmöglich gemacht haben wird. Dagegen scheint das Streben, nun anderwärts Arbeit zu suchen, das heute vielfach bei Streiks zur Ursache der Abwanderung wird, beim mittelalterlichen Gesellen diese Rolle nicht gespielt zu haben. Die Gesellen blieben wenigstens bei einer Anzahl von Streiks, über die genauere Beschreibungen vorliegen, gleich den plebejischen Soldaten Roms, in nächster Nähe der Stadt, und zwar wahrscheinlich in ähnlicher Absicht: nämlich, um eine Art Belagerung ausüben zu können, bei der es sich vornehmlich um die Verhinderung des Zuzugs von Arbeitswilligen gehandelt haben wird. Da sich die Streiks im Mittelalter oft sehr lange hinzogen, ist es aber auch nicht ausgeschlossen, io

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