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Vom Ursprung sittlicher Erkenntnis

Franz Brentano

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~55,200 words · 262 passages
Cite this work
  • APAFranz Brentano. (n.d.). Vom Ursprung sittlicher Erkenntnis. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/franz-brentano/vom-ursprung-sittlicher-erkenntnis
  • MLAFranz Brentano. Vom Ursprung sittlicher Erkenntnis. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/franz-brentano/vom-ursprung-sittlicher-erkenntnis.
  • ChicagoFranz Brentano. Vom Ursprung sittlicher Erkenntnis. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/franz-brentano/vom-ursprung-sittlicher-erkenntnis.

Reference to the edition that SigPhi reproduces: SigPhi is its digital reproduction, not its publisher. The edition's year is not in the metadata (hence "n.d."), and the translator appears only when recorded.

What it is about

On the Origin of Moral Knowledge (1889), in GERMAN.

Context and history

A short lecture in which Brentano argues that there are self-evident moral judgements as there are logical ones. He taught Husserl, Freud and Meinong; his notion of intentionality is where phenomenology starts.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

How it begins
Ob die Notwendigkeit, welche alles beherrscht; eine blinde oder eine mit Einsicht schaffende ist, das ist das Problem, von dem in letzter Linie Sein oder Nichtsein, Lebensbejahung oder Lebens Verneinung abhängig zu machen ist. Wir erschließen mit Sicherheit eine erste, in sich selbst notwendige, vollkommene Ursache als determinierendes Prinzip der Weite ntwioklung, und sie verbürgt uns einen 'unendlichen Aufstieg der gesamten Schöpfung zu immer höherer Vollkommenheit als einzige jener Ursache angemessene Wirkung. Erst diese Gewißheit gibt dem denkenden, sich über den blinden Lebensinstinkt erhebenden Menschen Lebensmut und Zuversicht : wir dürfen das Leben getrost bejahen und sicher sein, daß auch unsere Seele in die Unendlichkeit einer Schöpfung, die für Mannigfaltigkeiten höherer Ordnung Raum und Überraum genug läßt, unverlierbar eingegliedert ist. Man kann die Ethik ohne XIV Einleitung. Metaphysik begründen, aber nicht ohne Metaphysik zu Ende führen. Einige kleine, diesen Zusammenhang berülirende Abhandlungen Brentanos habe ich daher aus dem Reichtum seines literarischen Nachlasses beigefügt und glaube dadurch manchem Gottsucher eine willkommene Gabe zu bringen. Mit dem Atheisten verbindet uns dennoch die gemeinsame Überzeugung von der alles durchwaltenden Notwendigkeit und von der autoritätsfreien Einsicht in das ethisch Richtige und Unrichtige. Vom Ursprung sittlicher Erkenntnis, Ein Vortrag. Vorwort zur ersten Auflage. Was ich hier vor ein größeres Publikum bringe, ist ein Vortrag, den ich am 23. Januar 1889 in der Wiener Juristischen Gesellschaft hielt. Er führte den Titel „Von der natürlichen Sanktion für recht und sittlich*'. Diesen habe ich, um den Inhalt deutlicher hervortreten zu lassen, vertauscht, sonst aber kaum eine Änderung getroffen. Nur zahlreiche Anmerkungen wurden hinzugefügt, und ein früher schon veröffentlichter Aufsatz „Miklosich über subjektlose Sätze" beigegeben.…

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