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Die Erziehung des Menschengeschlechts

Gotthold Ephraim Lessing

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~12,400 words · 59 passages
Cite this work
  • APAGotthold Ephraim Lessing. (n.d.). Die Erziehung des Menschengeschlechts. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/gotthold-ephraim-lessing/die-erziehung-des-menschengeschlechts
  • MLAGotthold Ephraim Lessing. Die Erziehung des Menschengeschlechts. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/gotthold-ephraim-lessing/die-erziehung-des-menschengeschlechts.
  • ChicagoGotthold Ephraim Lessing. Die Erziehung des Menschengeschlechts. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/gotthold-ephraim-lessing/die-erziehung-des-menschengeschlechts.

Reference to the edition that SigPhi reproduces: SigPhi is its digital reproduction, not its publisher. The edition's year is not in the metadata (hence "n.d."), and the translator appears only when recorded.

What it is about

The Education of the Human Race (1780), in GERMAN.

Context and history

A hundred short paragraphs in which Lessing proposes that revelation is the education of humanity: each religion was what humanity could grasp at its moment. It scandalised the orthodox and fascinated Hegel.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

How it begins
fanden, den er zwar noch weit unter dem reinen Sabäismus, aber doch auch weit über die groben Abgöttereien zu sein erkannte, die sich dafür des verlaßnen Landes der Juden bemächtiget hatten? So erleuchtet über ihre eignen unerkannten Schätze kamen sie zurück, und wurden ein ganz andres Volk, dessen erste Sorge es war, diese Erleuchtung unter sich dauerhaft zu machen. Bald war an Abfall und Abgötterei unter ihm nicht mehr zu denken. Denn man kann einem Nationalgott wohl untreu werden, aber nie Gott, sobald man ihn einmal. erkannt hat. Die Gottesgelehrten haben diese gänzliche Veränderung des jüdischen Volks verschiedentlich zu erklären gesucht; und einer, der die Unzulänglichkeit aller dieser verschiednen Erklärungen sehr wohl gezeigt hat, wollte endlich »die augenscheinliche Erfüllung der über die Babylonische Gefangenschaft und die Wiederherstellung aus derselben ausgesprochnen und aufgeschriebnen Weissagungen« für die wahre Ursache derselben angeben. Aber auch diese Ursache kann nur insofern die wahre sein, als sie die nun erst veredelten Begriffe von Gott voraussetzt. Die Juden mußten nun erst erkannt haben, daß Wunder tun und das Künftige vorhersagen, nur Gott zukomme; welches beides sie sonst auch den falschen Götzen beigeleget hatten, wodurch eben Wunder und Weissagungen bisher nur einen so schwachen, vergänglichen Eindruck auf sie gemacht hatten. Ohne Zweifel waren die Juden unter den Chaldäern und Persern auch mit der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele bekannter geworden. Vertrauter mit ihr wurden sie in den Schulen der griechischen Philosophen in Ägypten.…

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