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Elemente der Psychophysik, Band 1

Gustav Theodor Fechner

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~150,000 words · 716 passages
Cite this work
  • APAGustav Theodor Fechner. (n.d.). Elemente der Psychophysik, Band 1. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/gustav-theodor-fechner/elemente-der-psychophysik-band-1
  • MLAGustav Theodor Fechner. Elemente der Psychophysik, Band 1. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/gustav-theodor-fechner/elemente-der-psychophysik-band-1.
  • ChicagoGustav Theodor Fechner. Elemente der Psychophysik, Band 1. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/gustav-theodor-fechner/elemente-der-psychophysik-band-1.

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How it begins
Die Verschiedenheit einer Erscheinung hängt aber doch nicht _ blos von der Verschiedenheit des Standpunctes, sondern auch von der Verschiedenheit der darauf Stehenden ab. Ein Blinder sieht bei eben so günstigem äusseren Standpuncte als ein Sehender nichts von Aussen; und so sieht eine todte Uhr trotz eben so günstigen Standpunctes der Coineidenz mit sich selbst wie ein Gehirn nichts von Innen; sie ist nur für die äussere Erscheinung da. Die Naturwissenschaft stellt sich consequent auf den äusseren Standpunct der Betrachtung der Dinge, die Wissenschaft vom Geiste auf den inneren; die Ansichten des Lebens fussen auf dem Wechsel der Standpuncte, die Naturphilosophie auf der Identität dessen, was doppelt auf doppeltem Standpuncte erscheint; eine Lehre von den Beziehungen zwischen Geist und Körper wird die Beziehungen beider Erscheinungsweisen des Einen zu verfolgen haben. Diess die Grundpuncte einer Ansicht, durch die ich nicht sowohl das letzte Grundwesen des Körpers und Geistes aufzuklären, als die allgemeinsten factischen Beziehungen derselben unter einem einheitlichen Gesichtspuncte zu verknüpfen suche. Doch es bleibt, wie gesagt, Jedem frei gestellt, durch welche andere Ansicht er dasselbe zu leisten versuchen, oder ob er es überhaupt zu leisten versuchen will. Was Jeder in dieser Hinsicht am passendsten findet, wird auf den Zusammenhang seiner übrigen Ansichten ankommen; und freilich selbst rückwärts die Möglichkeit oder Unmöglichkeit begründen, einen passenden allgemeinen Zusammenhang derselben zu finden. Hier aber wird von vorn herein nichts darauf ankommen, ob er Leib und Seele nur als zwei verschiedene Erscheinungsweisen desselben Wesens, oder als zwei äusserlich zusammengebrachte Wesen, oder die Seele als einen Punct in einem Nexus anderer Puncte von wesentlich gleicher oder ungleicher Natur fassen, oder auf eine einheitliche Grundansicht überhaupt verzichten will, insoweit nur Jeder die erfahrungsmässigen Beziehungen zwischen Leib…

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