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Versuch einer Kritik aller Offenbarung

Johann Fichte

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
Clean text
Extent:
~60,800 words · 289 passages
Cite this work
  • APAJohann Fichte. (n.d.). Versuch einer Kritik aller Offenbarung. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/johann-fichte/versuch-einer-kritik-aller-offenbarung-german
  • MLAJohann Fichte. "Versuch einer Kritik aller Offenbarung." SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/johann-fichte/versuch-einer-kritik-aller-offenbarung-german.
  • ChicagoJohann Fichte. Versuch einer Kritik aller Offenbarung. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/johann-fichte/versuch-einer-kritik-aller-offenbarung-german.

What it is about

Attempt at a Critique of All Revelation (1792): Fichte's first book, published anonymously.

Context and history

The publisher left the author's name off and half the reading public took it for the critique of religion everyone expected from Kant. When Kant made clear it was not his, Fichte went from unknown to a chair at Jena within months. The anecdote is famous, but the book stands on its own: it asks on what conditions a revelation could be acceptable to an autonomous reason. Text in GERMAN: the original, and the version to cite.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was produced from images generously made available by the Bibliothèque nationale de France (BnF/Gallica) at http://gallica.bnf.fr) VERSUCH EINER KRITIK ALLER OFFENBARUNG. VON JOHANN GOTTLIEB FICHTE. * * * * * _Zweite, vermehrte, und verbesserte Auflage._ * * * * * KÖNIGSBERG 1793. IM VERLAG DER HARTUNGSCHEN BUCHHANDLUNG. VORREDE. Dieser Aufsatz heißt ein _Versuch_, nicht als ob man überhaupt bei Untersuchungen der Art blind herumtappen und nach Grund fühlen müsse, und nie ein sicheres Resultat finden könne; sondern darum, weil _ich_ mir noch nicht die Reife zutrauen darf, die dazu gehören würde, dies sichere Resultat hinzustellen. Wenigstens war diese Schrift ihrer ersten Bestimmung nach nicht für die Presse; verehrungswürdige Männer beurtheilten sie gütig, und sie waren es, die mir den ersten Gedanken, sie dem Publicum vorzulegen, gaben. Hier ist sie. Stil und Einkleidung sind meine Sache; der Tadel oder die Verachtung, die diese trift, trift nur mich, und das ist wenig. Das Resultat ist Angelegenheit der Wahrheit, und das ist mehr. Dieses muß einer strengen, aber sorgfältigen, und unpartheiischen Prüfung unterworfen werden. Ich wenigstens verfuhr unpartheiisch. Ich kann geirrt haben, und es wäre ein Wunder, wenn ich es nicht hätte. Welchen Ton der Zurechtweisung ich verdiene, entscheide das Publicum. Jede Berichtigung, in welchem Tone sie auch abgefaßt sey, werde ich dankbar anerkennen; jedem Einwurfe, der mir der Sache der Wahrheit zuwider scheint, begegnen, so gut ich kann. Ihr, der Wahrheit, weihe ich mich feierlich, bei meinem ersten Eintritte in's Publicum. Ohne Rücksicht auf Parthei, oder auf eigne Ehre, werde ich immer dafür anerkennen, was ich dafür halte, es komme, woher es wolle, und nie dafür anerkennen, was ich nicht dafür halte. -- Das Publicum verzeihe es mir dieses erste und einzige

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