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Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum

Moses Mendelssohn

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
Clean text
Extent:
~47,400 words · 225 passages
Cite this work
  • APAMoses Mendelssohn. (n.d.). Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/moses-mendelssohn/jerusalem-oder-uber-religiose-macht-und-judentum
  • MLAMoses Mendelssohn. "Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum." SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/moses-mendelssohn/jerusalem-oder-uber-religiose-macht-und-judentum.
  • ChicagoMoses Mendelssohn. Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/moses-mendelssohn/jerusalem-oder-uber-religiose-macht-und-judentum.

What it is about

Jerusalem (1783): the state may not command in matters of conscience.

Context and history

The work that founded Jewish emancipation in Europe and, along the way, one of the strongest defences of religious liberty ever written. Mendelssohn argues that Judaism imposes no dogmas but a law, and that a Jew can therefore be a citizen without ceasing to be a Jew. Kant called it irrefutable. Text in GERMAN: the original, and what should be cited.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

2 5 Lam mi 74 an > n e ht xy * rs N % ehh. erde. 4% Jeruſal em f 1 oder über religidfe Macht - = und Judentum. Von Moſes Mendelsohn. j ie Mit allergnädigſten Frepbeiten. N ö . Berlin, bey Friedrich Maurer, 1783. „ e EIUE CH 17 1 9 \ LA“ erg Y Dear TUNWER=>.1AARZ U Erſter Abſchnitt. * * 8 und Religion — buͤrgerliche und geiſt⸗ liche Verfaſſung — weltliches und kirchliches Anſehen — dieſe Stuͤtzen des geſellſchaftlichen Lebens fo gegen einander zu ftellen, daß fie ſich die Wage halten, daß ſie nicht vielmehr Laſten des geſellſchaftlichen Lebens werden, und den Grund deſſelben ſtaͤrker druͤcken, als was ſie tragen helfen — dieſes iſt in der Politik eine der ſchwerſten Aufgaben, die man ſeit Jahrhun⸗ derten ſchon aufzuloͤſen bemuͤhet iſt, und hie und da vielleicht gluͤcklicher praktiſch beygelegt, als theoretiſch aufgelöfet hat. Man hat für gut befunden, dieſe verſchiedene Verhaͤltniſſe des geſelligen Menſchen in moraliſche We⸗ ſen abzuſondern, und jedem derſelben ein eignes Gebiet, beſondere Rechte, Pflichten A2 Gewalt Gewalt und Eigenthum zuzuſchreiben. Aber der Bezirk dieſer verſchiedenen Gebiete, und die Graͤnzen, die ſie trennen, ſind noch bis itzt nicht genau beſtimmt. Man ſiehet bald die Kirche das Markmal weit in das Gebiet des Staats hin⸗ übertragen, bald den Staat ſich Eingriffe er lauben, die den angenommenen Begriffen zufolge, eben ſo gewaltſam ſcheinen. Und unermeßlich ſind die Uebel, die aus der Mißhelligkeit dieſer oraliſchen Weſen bisher entſtanden ſind, und noch zu entſtehen drohen. Liegen ſie gegen ein⸗ ander zu Felde, ſo iſt das menſchliche Geſchlecht das Opfer ihrer Zwietracht; und vertragen ſie ſich, fo ift es gethan, um das edelſte Kleinod der menſchlichen Gluͤckſeligkeit; denn ſie vertragen ſich ſelten anders, als um ein drittes moraliſches Weſen, die Freyheit des Gewiſſens, die von ihrer Uneinigkeit einigen Vortheil zu ziehen weis, aus ihrem Reiche zu verbannen. | Der Deſpotismus hat den Vorzug, daß er buͤndig iſt.

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