The Will to Power
- Language:
- German
- Status:
- Complete work
- Authorship:
- Written by the author
- Condition of the text:
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- Extent:
- ~130,000 words · 598 passages
Cite this work
- APANietzsche. (n.d.). Der Wille zur Macht Eine Auslegung alles Geschehens [The Will to Power]. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/nietzsche/der-wille-zur-macht-eine-auslegung-alles-geschehens-german
- MLANietzsche. Der Wille zur Macht Eine Auslegung alles Geschehens [The Will to Power]. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/nietzsche/der-wille-zur-macht-eine-auslegung-alles-geschehens-german.
- ChicagoNietzsche. Der Wille zur Macht Eine Auslegung alles Geschehens [The Will to Power]. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/nietzsche/der-wille-zur-macht-eine-auslegung-alles-geschehens-german.
Reference to the edition that SigPhi reproduces: SigPhi is its digital reproduction, not its publisher. The edition's year is not in the metadata (hence "n.d."), and the translator appears only when recorded.
What it is about
The German edition of 'The Will to Power', and the most important thing must be said at once: this is NOT a book by Nietzsche.
Context and history
It is a compilation of fragments from his notebooks, selected and arranged after his death by his sister Elisabeth Förster-Nietzsche and her collaborators. Nietzsche had planned a work under this title and abandoned it; the papers he left are working notes, some of them discarded, and they do not have the order given them here. The edition served to bring him closer to antisemitism and German nationalism, which he had expressly attacked and which were his sister's convictions, not his. The fragments are authentic; the book is not. Cite the fragment number and say where it comes from. The English translation, with the same problem, is also in the corpus.
Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.
sie geben allem neue Werte, sie rechtfertigen die Welt einfach dadurch, daß sie da sind. Nicht ihre Leistung, ihr Sein ist das Wesentliche. Es geht hier mit dieser von Nietzsches Lehren wie mit anderen: in seiner grandiosen, übersteigenden Sprache klingen sie oft so weltfremd, so erfunden, so lebensunbrauchbar. Und doch drücken sie nur Wahrheiten aus, die sich in der Menschheit stets wieder als ganz natürliche Erlebnisse erweisen. Hat nicht die Erregung der Kriegszeit gezeigt, wie sehr die Menschen dazu neigen, sich Heroen zu schaffen, führende, herrschende Naturen, denen alle anderen gern, als ob es nicht anders sein könnte, sich unterwerfen! Willig folgen sie dem, der neue Werte aufstellt und beweist, daß er einen starken, langen Willen hat, der imstande ist, sich gegen eine Welt von Hindernissen durchzusetzen. Auf seinen Wink tun sie alles, leiden sie alles, opfern sie sich hin bis zum Aufgeben des Lebens. Eine ganze Nation erlebt dann plötzlich die Wahrheit der Lehre, daß es auf diese geborenen Führernaturen ankommt, daß sie herangezogen werden müssen, wenn die anderen nicht untergehen sollen. Dann sieht man auch deutlich, daß nicht Lust und Unlust, wenigstens nicht die Formen, von denen Optimismus und Pessimismus zu sprechen pflegen, großes Handeln des Menschen bestimmen. Das Glück dieser Großen liegt allein „in dem herrschend gewordenen Bewußtsein Macht und des Sieges.“ Darf man von ihnen die Moral des Mitleids, Rücksichtnahme, Milde verlangen -- oder wünscht nicht die Menge sie hart, unbeugsam, stark, Macht durch und durch? Groß sollen sie sein und vornehm -- die beiden Haupteigenschaften, die Nietzsche von „seinen“ Menschen verlangt.…