Bericht an den III. Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongress
- Language:
- German
- Status:
- Complete work
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- Written by the author
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- Extent:
- ~4,420 words · 21 passages
Cite this work
- APARosa Luxemburg. (n.d.). Bericht an den III. Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongress. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/bericht-an-den-iii-internationalen-sozialistischen-arbeiterkongress
- MLARosa Luxemburg. Bericht an den III. Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongress. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/bericht-an-den-iii-internationalen-sozialistischen-arbeiterkongress.
- ChicagoRosa Luxemburg. Bericht an den III. Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongress. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/bericht-an-den-iii-internationalen-sozialistischen-arbeiterkongress.
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What it is about
Report to the Third International Socialist Workers' Congress on the situation in Poland.
Context and history
A congress document, not an essay. It matters for the Polish Luxemburg, often eclipsed by the German one: she was a leader of Polish socialism and wrote her doctoral thesis on Poland's industrial development. Text in GERMAN: the original. It is the language Luxemburg thought and published in, and the one to cite. This is an article or a congress speech, not a book: its size in the catalogue is the size of the actual piece.
Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.
Tatsachen zu einem Programm, welchem die subjektiven Wünsche seiner Schöpfer zur Grundlage und die unberechenbaren Eventualitäten eines europäischen Krieges als Mittel der Verwirklichung dienen. Die Unterstützung der europäischen Demokratie, auf welche unsere Patrioten rechnen, kann bei ihrer enormen moralischen Bedeutung die mangelnde materielle Basis des Programms denn doch nicht ersetzen. Das Programm, ein selbständiges Polen wiederherzustellen, kann, da es nicht mit der Wirklichkeit rechnet, keine politische Tätigkeit schaffen, welche den Bedürfnissen des Proletariats entspricht. Ein gemeinsames politisches Minimalprogramm der Arbeiterklasse der drei polnischen Länder, deren eines eine relativ weite politische Freiheit mit allgemeinem Stimmrecht besitzt, deren zweites, im Besitz einiger kümmerlicher politischer Rechte, das allgemeine Stimmrecht erst zu erkämpfen hat, deren drittes vollends im Joch des Absolutismus sich befindet, ein solches gemeinsames Programm ist heute eine praktische Unmöglichkeit, da ja die politische Tätigkeit der Arbeiterpartei immer den gegebenen politischen Formen entsprechen muss. Jenes Programm heute als ein politisches annehmen würde soviel bedeuten, wie auf jede politische Tätigkeit verzichten zu wollen. Die Arbeiterklasse muss aber eine solche üben, sie kann nur für reelle Forderungen gewonnen werden, für solche, die schon heute einen praktischen Kampf im Namen wirklicher, naheliegender und wichtiger Bedürfnisse schaffen. Eine solche auf reellen Verhältnissen beruhende politische Aktion ist heute für das Proletariat von Galizien der ihm mit dem Proletariat von ganz Österreich gemeinsame Kampf um das allgemeine Wahlrecht. Für das Proletariat von Posen und Schlesien ist das politische Programm das Zusammengehen mit der deutschen Sozialdemokratie. Für das Proletariat von Russisch-Polen ist es die seinen wirklichen