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Die Theorie und die Praxis

Rosa Luxemburg

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~23,600 words · 112 passages
Cite this work
  • APARosa Luxemburg. (n.d.). Die Theorie und die Praxis. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/die-theorie-und-die-praxis
  • MLARosa Luxemburg. Die Theorie und die Praxis. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/die-theorie-und-die-praxis.
  • ChicagoRosa Luxemburg. Die Theorie und die Praxis. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/die-theorie-und-die-praxis.

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What it is about

Theory and Practice (1910): the reply to Kautsky, and the moment of the break with the party centre.

Context and history

Here one watches the split that would tear German social democracy apart in 1914 being born. Kautsky defended a 'strategy of attrition'; Luxemburg answers that postponing conflict indefinitely is renouncing it. Four years later the party voted the war credits. Text in GERMAN: the original. It is the language Luxemburg thought and published in, and the one to cite.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

How it begins
Doch nicht genug. Die ganze Lage der inneren wie der äußeren Politik Deutschlands in den letzten Jahren weist auf die Monarchie als den Brennpunkt oder zum mindesten die äußere, sichtbare Spitze der herrschenden Reaktion hin. Die halbabsolutistische Monarchie mit dem persönlichen Regiment bildet zweifellos seit einem Vierteljahrhundert und mit jedem Jahre mehr den Stützpunkt des Militarismus, die treibende Kraft der Flottenpolitik, den leitenden Geist der weltpolitischen Abenteuer, wie sie den Hort des Junkertums in Preußen und das Bollwerk der Vorherrschaft der politischen Rückständigkeit Preußens im ganzen Reiche bildet, sie ist endlich sozusagen der persönliche geschworene Feind der Arbeiterklasse und der Sozialdemokratie. Die Losung der Republik ist also in Deutschland heute unendlich mehr als der Ausdruck eines schönen Traumes vom demokratischen Volksstaat oder eines in den Wolken schwebenden politischen Doktrinarismus, sie ist ein praktischer Kriegsruf gegen Militarismus, Marinismus, Kolonialpolitik, Weltpolitik, Junkerherrschaft, Verpreußung Deutschlands, sie ist nur eine Konsequenz und drastische Zusammenfassung unseres täglichen Kampfes gegen alle diese Teilerscheinungen der herrschenden Reaktion. Insbesondere aber weisen nach derselben Richtung gerade die Vorgänge der jüngsten Zeit: Es sind dies die absolutistischen Staatsstreichdrohungen des Junkertums im Reichstag [8] und die frechen Attacken des Reichskanzlers gegen das Reichstagswahlrecht im preußischen Landtag [9] sowie die Einlösung des königlichen Wortes in Fragen des preußischen Wahlrechtes durch die Bethmannsche Reformvorlage. [10]

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