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Eine taktische Frage

Rosa Luxemburg

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
Clean text
Extent:
~2,110 words · 10 passages
Cite this work
  • APARosa Luxemburg. (n.d.). Eine taktische Frage. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/eine-taktische-frage
  • MLARosa Luxemburg. "Eine taktische Frage." SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/eine-taktische-frage.
  • ChicagoRosa Luxemburg. Eine taktische Frage. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/eine-taktische-frage.

What it is about

A Tactical Question: an intervention on electoral strategy and alliances.

Context and history

A short piece of internal debate, useful for seeing how tactics were argued inside German social democracy. Text in GERMAN: the original. It is the language Luxemburg thought and published in, and the one to cite. This is an article or a congress speech, not a book: its size in the catalogue is the size of the actual piece.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

Der Eintritt Millerands in das Ministerium Waldeck-Rousseau [1*] ist wohl geeignet, nicht nur für die Sozialisten Frankreichs, sondern auch anderer Länder den Anlaß zu mancher taktischprinzipiellen Betrachtung zu bieten. Die aktive Teilnahme der Sozialisten an einer bürgerlichen Regierung ist jedenfalls eine Erscheinung, die außer dem Rahmen der gewöhnlichen Betätigungsformen des Sozialismus liegt. Haben wir hier vor uns eine ebenso berechtigte und zweckmäßige Form, der Sache des Proletariats zu dienen, wie zum Beispiel in der Tätigkeit im Parlament, im Gemeinderat? Oder ist dies im Gegenteil ein Bruch mit den Prinzipien und der Taktik des Sozialismus? Oder aber endlich bildet die Teilnahme der Sozialisten an der bürgerlichen Regierung einen Ausnahmefall, der unter bestimmten Voraussetzungen zulässig und notwendig, unter anderen verwerflich und schädlich ist? Vom Standpunkte der opportunistischen Auffassung des Sozialismus, wie sie in der letzten Zeit in unserer Partei namentlich in den Theorien Bernsteins laut wurde, das heißt vom Standpunkte der stückweisen Einführung des Sozialismus in die bürgerliche Gesellschaft, muß auch der Eintritt der sozialistischen Elemente in die Regierung ebenso erwünscht wie natürlich erscheinen. Kann man einmal den Sozialismus überhaupt allmählich, in kleinen Dosen in die kapitalistische Gesellschaft einschmuggeln, und verwandelt sich andererseits der kapitalistische Staat von selbst allmählich in einen sozialistischen, dann ist eine fortschreitende Aufnahme von Sozialisten in die bürgerliche Regierung sogar ein natürliches Ergebnis der fortschreitenden Entwicklung der bürgerlichen Staaten, ganz entsprechend ihrer angeblichen Annäherung zur sozialististen Mehrheit in den gesetzgebenden Körpern. Stimmt der Fall auf diese Weise mit der opportunistischen Theorie, so entspricht er nicht minder der opportunistischen Praxis. Da die Erzielung naheliegender greifbarer Erfolge, gleichwohl auf welchem Wege, d

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