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Ermattung oder Kampf?

Rosa Luxemburg

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
Clean text
Extent:
~18,900 words · 90 passages
Cite this work
  • APARosa Luxemburg. (n.d.). Ermattung oder Kampf?. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/ermattung-oder-kampf
  • MLARosa Luxemburg. "Ermattung oder Kampf?." SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/ermattung-oder-kampf.
  • ChicagoRosa Luxemburg. Ermattung oder Kampf?. SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/ermattung-oder-kampf.

What it is about

Attrition or Struggle? (1910): the direct continuation of the polemic with Kautsky on party strategy.

Context and history

The title is the whole question. Luxemburg holds that an organisation systematically avoiding confrontation ends by adapting to what it meant to fight — an argument that has long outlived its occasion. Text in GERMAN: the original. It is the language Luxemburg thought and published in, and the one to cite.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

Ich komme infolge meiner mündlichen Agitation mit erheblicher Verspätung dazu, dem Genossen Kautsky zu antworten. [1] Wenn aber mein Artikel über den Massenstreik [2] und meine Agitation im April [3] auch nichts anderes erreicht bitten, als daß eine eingehende Diskussion über Probleme der Taktik in der Partei Platz gegriffen hat, daß das Verbot der Diskussion über den Massenstreik namentlich auch in unserem theoretischen Organ, der Neuen Zeit, durchbrochen ist, so könnte ich vollauf zufrieden sein. Es handelte sich nämlich in erster Linie darum, dem unbegreiflichen Versuch entgegenzutreten, eine öffentliche Diskussion in der Parteipresse über Fragen zu unterbinden, die das Interesse der weitesten Parteikreise aufs tiefste erregen. War doch mein Artikel über den Massenstreik nicht nur von unserem Zentralorgan Vorwärts, sondern auch von der Neuen Zeit, wo er zuerst akzeptiert und sogar schon gesetzt war, zuletzt aus dem Grunde abgelehnt worden, weil eine Diskussion über den Massenstreik in der Parteipresse nicht erwünscht wäre. Das Verkehrte dieses Versuchs tritt erst dann im rechten Lichte hervor, wenn man in Betracht zieht, daß es sich durchaus nicht um eine vom Zaune gebrochene Diskussion, nicht um den Einfall einer einzelnen Person handelt, wie es der Genosse Kautsky hinstellt, indem er in seinem ganzen Artikel ausschließlich von mir und meiner Agitation spricht und seinen Artikel mit dem Satze beginnt: „Die Genossin Luxemburg hat durch einen Artikel in unserem Dortmunder Parteiorgan die Frage des Massenstreiks zur Diskussion gestellt.“ [4] Ehe ich noch überhaupt mit meinem Artikel hervorgetreten bin, war die Frage des Massenstreiks bereits in einer ganzen Reihe wichtiger Parteizentren und Parteiblätter auf die Tagesordnung gestellt. Die Genossen in Halle, der Hessen-Nassauische Agitationsbezirk hatten in formellen Anträgen dem Parteivorstand die Befassung mit der Frage des Generalstreiks nahegelegt. Die Genossen in Königsberg, in Essen,

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