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Miliz und Militarismus

Rosa Luxemburg

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~9,470 words · 45 passages
Cite this work
  • APARosa Luxemburg. (n.d.). Miliz und Militarismus. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/miliz-und-militarismus
  • MLARosa Luxemburg. Miliz und Militarismus. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/miliz-und-militarismus.
  • ChicagoRosa Luxemburg. Miliz und Militarismus. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/rosa-luxemburg/miliz-und-militarismus.

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What it is about

Militia and Militarism (1899): against the standing army, for arming the people.

Context and history

An early and very clear text on a question that divided the Second International. Her analysis of militarism as a business — not merely an ideology — anticipates what she would develop in The Accumulation of Capital. Text in GERMAN: the original. It is the language Luxemburg thought and published in, and the one to cite.

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How it begins
Endlich, drittens, dies die Grundlage der beiden obigen Standpunkte, hier wie dort die ausschließliche Abschätzung der Erscheinung vom Standpunkte der vorherigen bürgerlichen Entwicklung, das heißt von der historisch bedingten fortschrittlichen Seite und die völlige Nichtbeachtung der weiteren, bevorstehenden Entwicklung und im Zusammenhang damit auch der reaktionären Seite der behandelten Erscheinungen. Der Schutzzoll ist für Schippel immer noch das, was er zu Zeiten des seligen Friedrich List vor mehr als einem halben Jahrhundert war: der große Fortschritt über die mittelalterlich-feudale wirtschaftliche Zersplitterung Deutschlands hinaus. Daß heute bereits der allgemeine Freihandel denselben notwendigen Schritt weiter über die innere wirtschaftliche Abgrenzung der eins gewordenen Weltwirtschaft ist, daß daher die nationalen Zollschranken heute eine Reaktion sind, das existiert für Schippel nicht. Dasselbe in der Frage des Militarismus. Er betrachtet ihn immer noch vom Standpunkte des großen Fortschritts, den die stehende Armee auf Grund der allgemeinen Wehrpflicht gegen die ehemaligen Werbeheere und feudalen Armeen bedeutete. Dabei bleibt aber die Entwicklung für Schippel stehen: über das stehende Heer nur mit weiterer Verwirklichung der allgemeinen Wehrpflicht geht ihm die Geschichte nicht hinaus. Was bedeuten aber diese charakteristischen Standpunkte, die Schippel ebenso in der Zoll- wie in der Militärfrage einnimmt? Sie bedeuten erstens eine Politik von Fall zu Fall anstatt einer prinzipiellen Stellungnahme und im Zusammmenhang damit eine Bekämpfung bloß der Auswüchse des Zoll- respektive Militärsystems anstatt der Bekämpfung des Systems selbst. Was ist diese Politik aber anderes, als unser guter Bekannter aus der letzten Zeit der Parteigeschichte – der Opportunismus?…

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