Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie
- Language:
- German
- Status:
- Complete work
- Authorship:
- Written by the author
- Condition of the text:
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- Extent:
- ~44,400 words · 211 passages
Cite this work
- APASigmund Freud. (n.d.). Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/sigmund-freud/drei-abhandlungen-zur-sexualtheorie-german
- MLASigmund Freud. Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/sigmund-freud/drei-abhandlungen-zur-sexualtheorie-german.
- ChicagoSigmund Freud. Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/sigmund-freud/drei-abhandlungen-zur-sexualtheorie-german.
Reference to the edition that SigPhi reproduces: SigPhi is its digital reproduction, not its publisher. The edition's year is not in the metadata (hence "n.d."), and the translator appears only when recorded.
What it is about
Three Essays on the Theory of Sexuality (1905): infantile sexuality, the perversions, puberty.
Context and history
The book that cost him professional isolation and the one that most changed how childhood is seen. Freud revised it all his life: the successive editions are almost different books. Text in GERMAN: the original, and the only version in the catalogue. The English translations by Strachey and Riviere **are not in the public domain** and are therefore absent.
Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.
durch sie fast restlos bewältigt; das Dispositionelle kommt erst hinter ihm zum Vorschein als etwas, was durch das Erleben geweckt wird, dessen Würdigung aber weit über das Arbeitsgebiet der Psychoanalyse hinausführt. Ein ähnliches Verhältnis beherrscht die Relation zwischen Onto- und Phylogenese. Die Ontogenese kann als eine Wiederholung der Phylogenese angesehen werden, soweit diese nicht durch ein rezenteres Erleben abgeändert wird. Die phylogenetische Anlage macht sich hinter dem ontogenetischen Vorgang bemerkbar. Im Grunde aber ist die Disposition eben der Niederschlag eines früheren Erlebens der Art, zu welchem das neuere Erleben des Einzelwesens als Summe der akzidentellen Momente hinzukommt. Neben der durchgängigen Abhängigkeit von der psychoanalytischen Forschung muß ich die vorsätzliche Unabhängigkeit von der biologischen Forschung als Charakter dieser meiner Arbeit hervorheben. Ich habe es sorgfältig vermieden, wissenschaftliche Erwartungen aus der allgemeinen Sexualbiologie oder aus der spezieller Tierarten in das Studium einzutragen, welches uns an der Sexualfunktion des Menschen durch die Technik der Psychoanalyse ermöglicht wird. Mein Ziel war allerdings zu erkunden, wieviel zur Biologie des menschlichen Sexuallebens mit den Mitteln der psychologischen Erforschung zu erraten ist; ich durfte auf Anschlüsse und Übereinstimmungen hinweisen, die sich bei dieser Untersuchung ergaben, aber ich brauchte mich nicht beirren zu lassen, wenn die psychoanalytische Methode in manchen wichtigen Punkten zu Ansichten und Ergebnissen führte, die von den bloß biologisch gestützten erheblich abwichen. Ich habe in dieser dritten Auflage reichliche Einschaltungen vorgenommen, aber darauf verzichtet, dieselben wie in der vorigen Auflage durch besondere Zeichen kenntlich zu machen.…