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Grundzüge der physiologischen Psychologie (3. Auflage)

Wilhelm Wundt

Language:
German
Status:
Selection or partial work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~560,000 words · 2,655 passages
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  • APAWilhelm Wundt. (n.d.). Grundzüge der physiologischen Psychologie (3. Auflage). Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/wilhelm-wundt/grundzuge-der-physiologischen-psychologie-3-auflage
  • MLAWilhelm Wundt. Grundzüge der physiologischen Psychologie (3. Auflage). Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/wilhelm-wundt/grundzuge-der-physiologischen-psychologie-3-auflage.
  • ChicagoWilhelm Wundt. Grundzüge der physiologischen Psychologie (3. Auflage). Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/wilhelm-wundt/grundzuge-der-physiologischen-psychologie-3-auflage.

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How it begins
zweckmäßig voranstellen. Diese zeitlichen stimmen nun darin durchaus mit den räumlichen Eigenschaften der Vorstellungen überein, dass sie an bestimmte qualitative und intensive Inhalte gebunden sind, unter denen namentlich Empfindungsinhalte, die irgend einem Sinnesgebiet oder mehreren gleichzeitig angehören, niemals fehlen. Bezeichnet man mit einem aus der Physiologie übernommenen Ausdruck alle Fragen, die sich auf die Bedingungen und Eigenschaften unsrer zeitlichen Vorstellungen beziehen, als das Problem des Zeitsinns, so bietet demnach der Zeitsinn insofern analoge Verhältnisse wie der sogenannte Raumsinn, als wir erst vermöge der Fähigkeit, verschiedenen Raum- und Zeitinhalten übereinstimmende räumliche und zeitliche Eigenschaften beizulegen, zur Abstraction von Raum- und Zeitformen gelangt sind, bei denen wir die in jedem einzelnen Fall vorhandenen Inhalte dieser Formen außer Betracht, lassen können. Psychologisch betrachtet gibt es jedoch ebensowenig einen specifischen Zeitsinn, wie es einen besonderen Raumsinn gibt, sondern eben nur zeitliche Eigenschaften unsrer den verschiedenen Sinnesgebieten zugehörigen Vorstellungen und der mit diesen Vorstellungen verbundenen Gefühle und Affecte. Auch der Begriff des Zeitsinns entspringt also lediglich daraus, dass es uns frei steht, die zeitlichen Eigenschaften ebenso wie alle andern isolirt der Untersuchung zu unterwerfen. Aber dabei sind nicht nur diese andern Eigenschaften stets in unsern zeitlichen Vorstellungen mit enthalten, sondern sie üben auch fortwährend auf dieselben bestimmte Einflüsse aus.…

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