SigPhi · Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Vorlesungen über die Philosophie der Religion

German

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äKan fd^reibt aden 9Söltern grof e Sinfid^t ju in bie SBit:^ fung^toeifen ber ^räuter^ ber^^anjen k./ bei,granf l^eiten u. f. n>. $ter tann ein loal^r^after gufammen^^ang flattfinben; aber ebenfo leidet fann er btof äBitltür fe^n. S)er äSerflanb tommt }um Sewu^tfe^U; e^ fe$ ein gufammen^ang^ aber bie nähere!Bc^ flimmung iji il^m'unbetannt; er t)ergreift ^ä^ in ben SKittetn^ bie ^(^antaf^e erfeft au^ richtigem ober irrenbem ^^fiinct ba^ äO'tangelnbe an bem abjlracten ©runbfa^; bringt ^ejlimmtt^eit l^inein^ bie in btn!t)ingen aU fotd^e etgentbümlid^e nid^t liegt.

2. ®er ^nl^alt bei: erfien unmittelbaren gauberei betraf @egenflänbe; über bie ber S)lenfd^.unmittelbar äKad^t ausüben tann; bie^ gleite ift nun ein SSerl^ältnif ju ©egenflänbeU; bie el^er aU felbjlanbig an^efel^en werben tonnen^ unb fo al^ 9)lad^t; baf f!e bem äJlenfd^en aU ^nbere^; wa^ nic^t me^^r in fetnetr @ewalt ifi; erfd^einen. @old^e felbjiänbige natürlid^e!S)inge m m nur infofem fit fCd^ r>tt^n^ttn, bie (Srbe nur im (Srbbeben^ ba^ allgemeine ifi itic^t für i^^n^ erregt feine 33cgierbe nid^t/ ifi ol^ne ^ntereffe für il^n. ©er gluf l^at nur 3«tereffe för il^n, »enn er barüber fal^ren tvilt. 2)a^ t^^eoretifd^e ^nterefe ifi Ijiier nid^t ^ox^anUn, fonbem nur ba^ f^ractifd^e äSerl^alten be^ {ufälligen 93ebürfnife^. S)er bentenbe STlenfdj) bei ^ö^erer S3ilbung ^tu t^xt biefe ©egenfiänbe nid^t xoit fe geijiige SlUgemeinl^eiten f!nb/ bie ba^ äBefentlic^e für i^n loären; in |ener erflen @))()äre ^txtf ebrt er ^t aud(^ nid^t^ meil er nod^ gar nid^t }um!ßen)ugtfe^n be^ 9[llgemeinen getommen i^, ba^ in biefen ®egenfiänben ifi. 9uf biefem @tanb))untt ifi er }ur Slllgemeinljieit ber Sjrifien) no(^ nidtit getommen; auf jenem gilt i^^m t>ic natürlid^e @jci« fien} überl^au))t nid^t meljir. Stber in ber fSStiiit Seiber ifl t6, baf bie 9laturmä(^te aU ein allgemeinem unb fomit gegen ba6 einjelne; empirifd^e Semuf tfe^n äJlad^t^abenbe^ auftreten. Seim (SrbbebeU/ bei ber Ueberfdj^memmung; ber 9Ser^ finflerung tann er ($urdj)t t)or il^nen l^aben unb 93itten an ^t rid^teu/ ia erfdj^einen fit txfi aU äKad^t; bam Slnbre ifi il^r ge^ m^nliä^ti Z^tm, ha btanä^t er nid^t }u bitten.!£)ie0 Sitten iKit abet aud^ ben @inn be^ 93ef(^mören^; man fagt^ mit Sitten befd^wören/ mit bem Sitten ertennt man an, t>a^ man in bet SKad^t be^ Slnbetn ifi. Sitten ijl ballet oft fd^n>er^ weil id^ eben baburc^ bie ®ematt ber SBiUtiir U^ Slnbetn in Sbifel^ung meiner anertenne. Siber man forbett bie Sßirtung^ bie Sitte foQ jugleid^ bie äJlad^t fe^n, hit über ben ^nbem att^geübt n>irb; Seibe^ t)ermif(^t flc^; bie Snertenntnif ber Uebetmad^t be^ ©egenfianb^ unb anbrer @eit^ ba^ Sen)uf tfe^n meiner 97lad^t^ tDonac^ iö^ bie Uebermad(^t aui^üben n>i(l über biefen ©egenllanb. @o feljien n>ir bei fotc^en äSötteni; baf ffe^ einem ^tufe o))fem; wenn f e über i^n fe^en wollen; bcr @onne £>pftx bringen; wenn fle ffd^ t)ert{nflert; ffe mad^en fo @ebraud(^ t»on ber 9)lad(^t; ju befd^wören^ bit WtiiUl foUen ben gauber ausüben nf^tx bie ^laturmad^t; ffe foUen bert)orbringen; wa^ bad @ub|ect wünfc^t.!£)ie aSerebntng fold^er 9laturgegenflänbe i|l f^ i^^h iioeibentig; e^ ifi nid^t reine äSerebrung^ fonbembiefe ifi gemifd^t mit gauber.

STlit biefer 9Serebrung bet Slatnrgegenflänbe tann t)erbun^ ben fe^n, baf biefe auf wefenbaftere SBeife t)orgefteUt werben, al^ ©enieU; j. S. bie @onne al^ ^eniu^. @eniu^ be^^luf« fe^ )C. (&^ i^ bief eine äSerebrung, in ber man nid^t bei ber (Sinjelnbeit be^ ©egenjlanbe^ jleben bleibt; fonbern fein ^ü^t^ meinet t)ortiellt unb bit^ t)erebrt. 9lber inbem bie0 aud^ fo auf allgemeine SBeife tjorgejlellt wirb; aU 2Äad^t erfd^eint; fo tann ber ao^enfd^ bennod^ t>a^ Sewuf tfc^n behalten; aud^ über biefe (Btnitn bit SRad^t )u fe^n, ibr ^nbalt ifi ärmer, nur ber einei^ Staturwefen^; er ifl immer nur ein natürlid^er unb t>ai Qtlh^^ bewuftfe^n tann t^d^ fo al^ äJlad^t barüber wiffen.

3. ©ie näd^fle ObjectitJirung ifl hit, baf ber SJlenfd^ eine felbfianbige ä^ladiit außer ibm anertennt unb ftnbet in ber Se^ benbigteit. ®a« geben, bie gebenbigteit im Saum ftbon, noi^ mebr im 2:bier ifi ein ^i1)tM ^tindp aU bie Statur ber Die vamittHHtt XeKdie«. 299 S)a6 S^ier ^at bie ftiUe ©elbjiänbigteit, Sebenbigeeit, bie ^ii nic^t ^nxi^giebt; bie bief unb jene^ t^omimmt/ e6 ^t iufaOige wiUtäriid^e Sewegung^ e^ ift nid^t )n i^erflel^en/ l^at etnHi6 9u l^eime^ in feinen SBirtung^toeifeU; feinen Sleufetungen/ e^ ffl Ubtnhii, abtx nid^t t^eirftanblid^; koie berSDlenfd^ bem 9Kenfd^en, S)ie{i ©eljieimnifoolte maä^t ba^ Sßnnberbare für ben Stenfd^en au6, fo baf er bie tl^ierifc^e Sebenbigteit ffir l^ol^er anfeben fann al^ feine eigene. 9to(^ bei ben ©ried^en ffnb bie @d^(angeti t^erebrt toorben^ fit J^aben t)on alten geiten l^er bief SSorurtl^eil für flä) gehabt, für ein gute^ Omen ju gelten. 9luf ber SBefU tüfie t)on africa jtnbet fic^ in jebem ^aufe eine ©erlange, berm 9D?orb bai gro0te 9Serbred^en ift. @iner @eit^ toerben fo bie;£l^iere r>txt1^ti, anbrer @eit^ ftnb fte febod^ aud^ ber groften SEBiQtur in Sejug auf bie 95erel^rung unterworfen, ©ie Sieger maditn ftd^ ba^ erfte befte;£i^iet gu i|^rem ^aubtx, i^erioerfen e<, wenn e« untoirffam ift, unb nel^men ein anbrer.

IDiep ift ba« SBefen be^ a:i^ierbienfte«; er ift, infofem ber SJlenfd^ unb ba« ©eiftige ftd^ noc^ nid^t in feiner »abr^aften SBBefenl^elt gefaft l^at; bie 2ebenbigfeit be« SJlenfdj^en ift fo nur freie @elbftanbigteit.

3n blefem Mxüi ber ©fflietbe be^ einjclncn ©elbjlbetDttft^ it^n^f totl^ti tDcber in f^c^ noä) auf er t!d^ freie ^ allgemeine^ obiecttt)e ©eijligtett anertennt; n)irb bem Sebenbigen; ba^ ux^ t^tt toixb, no(^ nt^t bie 93ebeutung gegeben^ t>it t^ fpäter in ber SSorfieDung ber @eetenn)anberung erl;att.!S)iefe ^ox^ fleltung begrünbet ffd^ barauf ^ baf ber ®eifl be^ SKenfci^en ein!Sauernbe^ äberl^au))t ifi/ baf er aber ju feiner Sjrijlen) in ber 2)auer einer Seiblid^teit bebarf ^ nnb itifofem biefe nun nici^t SDlenfd^ iji/ er einer anbem bebarf^ nnb biefe näcl^fit)ern)anbfe ifi bann t>a^ ZW^. Sei bem Xljiierbienti/ ber mit ber @ee^ lentpanberung t)eri)unben ift, ifi bief ein iDici^tige^ unb iDefent^^ li^ei^ SKoment/ bag mit biefer £ebenbigteit fiä) bie 3^tt t»on einem innetvol^nenben ©eijiigen t)erbinbet^ fo baf bief figentlid^ uxtl^xt toixh. ^ier in biefem ^reife^ xoc ia6 nnmiU ttlbaxt ©etbjibetDugtfe^n bie ©runbbejlimmung i^, ift.t^ aber nur bie Sebenbigteit Übtx^aupt, bie t)erebrt n>irb^ bal^er ifi benn biefe äSereljirung {ufoUig^ unb betrift batb t>U^ Z^itx, balb ein anbre^^ fafi feber unerfäUte SBunfc^ bringt einen SBed^^ fei l^ert)or. ^^ ifi bi^nnit benn aud^ jebei^ anbre S)ing l^in^ reid^enb^ ein fetbfi gemac^te^ ^bot; ein 93erg/ Saum u. @o gut bie ^inber itn Zxitb 1)abtn, }u ft^ieten^ unb t>it äKenfd^en ben^ fld) gu pu^tn^ fo ifi aud^ l^ier ber Srieb t)orbanben/ etioa^ gegenfiänbli^ 2U b<^ben al^ tin @etbfiänbige^ unb SJläd^tige^^ unb ba^ 93en)u0tfe^n einer Die mmxMbwce (Kt\m9n. 301 näd^fie befle ®Uin, ^tnfä^xtät, ba^ ifi tl^t Sar^ Don bem fEe crtparteti/ baf er il^tien @Ifi(f bringe. S)a^ ifl fo eine unbe^ tannte^ unbefiimmte äJlad^t^ bie fle unmittelbar fetbji creirt l^O:« ben: flöft il^nen ba^er Unangenebme^ SU tinb finben t^e. ben getifd^ nid^t bienflfertij, fo fci^affen fte i^n ab unb »äl^len ff^ einen anbem. gin «Baum, gluf, göwe, Stieget ffnb allgemeine Sanbe^fetifd^e. SBenn Unglüdt eintritt; Ueberfd^n^emmung ober ein Ärieg, fo t)etanbem fit ibren @ott.. ©er getifd^ iji tjeran* berlid^ unb ffntt gum 3Rittel l^erab; bem ^nbii^ibuum ttxoa6 SU t^erfd^affen. ^tv 9til ber %tit)pUx ijl- bagegcn ganj etma6 anbre^; er ifl il^nen ün altgemein ©ötttid^e^^ ibre fubjlantielte unt)eränberlid(^e SDlad^t^ n>orin fU^ ibre ganje (Srifien} befinbet S)a^ £e(te^ toorin felbjianbige ©eifligteit angefc^aut tüirb^ ifl mefentlid^ ber SD^enfd^ felbfl^ ein £ebenbige^^ @elbtianbige^; ba^ geijiig ijt. S)ie SSereJ^rung Ij^at l^ier il^ren toefentlid^en @egenfianb; unb in SUM^^t ber Obiectiüität tritt bie SejUm^ mung ein^ baf nid^t febe^ einzelne {ufallige ^etDuf tfe^n ed i% n>eld^e^ mäd^tig ifl über bie Statur/ fonbem e^ fCnb einzelne n)enige äTläd^tige^ bit aU (Seijligfeit angefd^aut unb Dttt^tt n)erben. ^m exiflirenben (Selbfibemuftfe^n; ba£^ nod^ äJlad^t l^at, ijl »efentli* ber SBilte, ba^ SBiffen, im aSergleidj^ unb im realen SBerl^altnif mit anbem ba^ ©ebietenbe^ toa^ aU tüe^ (entließ not^tpenbig erfd^eint gegen ba^ Slnbre^ unb ein Zentrum iji unter t^ielen. $ier tritt alfo eine geijlige 3Ra^t ein^ bie aU objectib angefd^aüt mthtn foll^ unb fo tritt bit Sejlimmung l^eroor^ baf e^ @in^ 4)ber (Einiget fe^n foll^ au^fd^ließenb gegen ba^ 9nbre. @o finb benn ein äO'tenfd^ ober einige äJlenfc^en bie 3<^uberer/.f(e werben angefel^en aU bie böd^t^e SKad^t^ bie t^orl^anben ifl. ®etoöl^nlid^ ffnb e^ bie gürfien; unb fo ifl ber Äalfer t>on d^na ba^ geioaltl^abenbe 3nbit)ibuum über bie SJlen^ fd^en unb jugleid^ über bie Statur unb bie natüriid^en ©inge. 3nbem t6 fo ein ©elbfibetougtfe^n iji, xoai r>m^xt wirb, fo t|ut fid^ benn gleid^ tin Unterfd^ieb l^ert)or in bem, mi fold^ ein ^itbit^tbuum an unb fix fC^ tfi unb nad^ feinet aufetn iSjrtfien}. ^iemac^ iji er SDlenf^/ tDie anbete ^ ba^ wefenttid^e STloment ifl aber bie ®eifiigteit übtx^anpi, bief füt fid^ fetbfi ju fe^n gegen hit mint {ufällige Sfieife bet ^jnfienj.

(t^ beginnt l^itx ein Unterfd^ieb^ bet l)'6f)tx ifi, xcit xoix ipättx iu fcben ^ahtn, unb bet in ben Samen ^ett)otttitt; bet nad^fie ifl, baß ein Untetfd^ieb gemad^t xoixb jtPifd^en ben ^n:^ bit)ibuen aU fold^en unb aU aUgemeinen 97läd^ten.!£)iefe alU gemeine geijlige SKad^t; füt ft(^ t)Otgefle(It; giebt bieäSot^ fleUung t)on ®eniu^^ einem @ott/ bet felbfi toitUx eine t^nn^ Udj^e äBeife in bet SSotflellung ^at, unb bad n>itni(^ lebenbe 3nbi))ibuum ifl bann bet ^tieflet eine^ fold^en SS^oU, auf btefem @tanb))untt ifl inbefen aud^ oft bet ^tieflet unb bet ®i>tt iufammengeljienb. @eine ^nnettid^teit tann "^^pcflafixt tntitn^ Ijliet fUib abet bie n)efentUd(^e 3)lad^t be^ ©eifligen unb bie unmittelbate (Sjeiflen) noi^ nid^t t)on einanbet gefd^ieben^ unb io ifl benn bie geiflige SDtac^t fütfld^ nut eine obetflad^lid^e aSotflellung. iBet ^rieflet, gaubetet ifl bie $auptj)etfon, fo bag }toat einmal 93eibe^ gettennt t)otgeflet(t n>itb, abet menn bet @ott )ut 9[eu0etung fommt^ ftäftig tpitb^ entfd^eibet k^ fo tl^ut et \>QA nut <xU biefet »ittUd^e äJlenfc^/ bie SBitf:« Udj^teit. Xitx\i\\^i bem ®ott bie \^taft. 2)iefe ^tieflet l^aben gu^ milen aud^ ben n)ittUd^en 9legenten ttbet fld^; n)enn bet ^xizt:^ flet unb ptfl untetfd^ieben flnb, fo ifl einet ©eit« bet 2Äenfd^ aU ©Ott t^etel^tt^ unb anbtet @eitd gejmungen^ ju ti^un^ n>a< bie anbeten t^ettangen. 2)ie Sieget^ bie fold^e gaubetet l^abeti/ bie nid^t jugleid^ 9legeuteti fnb^ binben ffe unb )>tügeUi fEr^ bitf fle gel^otdj^en, toenn Die unmittHbatt (Rtli^ion. 303 ^n ber d^nfiUd^en Steltgton ifi f!e and^ t^orl^anbeti/ aber auf ^d1)ttt äBeife unb Dettlärt. @ie et:' unb t>trt(att e^.

Seim Sötenfc^en iH e^ {treiertet SOßetfe^ tDte et Objectit^ität txxtiä^t.!Die erfle x% ba^ er au^fd^Uef enb gegen Slnbre^ ifi, bie su^ette ifi bte natiirlid^e Sßeife, t>a^ i^m bai gettlic^e abgefrreift »irb, biefe natürlii^e SJjeifr iji ber 3: ob. ®er Zoh nimmt bem äKenfc^en toad {ettUd^^ tpa^ Dergängltd^ an il^m iH, aber er l^at feine ©etoalt über ta^, toa^ er an unb für fU) ifi; \>ai nun ber 3)ienf4^ in fEd^ eine fold^e Stegton l^abe^ ba er an unb für fE(^ ifi/ tann auf biefem @tanb))untt m^ nfd^t jum Setouftfe^n tommen^ ba^ @etbflbetouftfe^n l^at b^i^ no(^ nidj^t bie etoige Sebeutung feinet @tiftt6.!S)a^ älbfireifen trift nur t>a^ finnlid^e!S)afe^n^ bem ^nbiDibuum loirb bagegen l^iet bel^alten bie ganje übrige iufäUige SGBeife feiner Sefonberbeit/ feiner t^nnlid^en @egenwart/ e^ ifi in bie SSorfieUung entructt unb loirb barin behalten, i^ieß l^at aber nid^t bie ^otm ber äBabrbeit^ fonbem xoai ibm fo bebalten toirb/ l^at noc^ bte ^orm feinet gan) f!nntid^en!£)afe^n^.!S)ie SSerebrung ber:£obten ifi baber nodb gan) fd^mad^^ t>on iufäUigem ^nbalt^ f^c fEnb eine Tiaö)t^ aber fd^toad^e äJlac^t S>a^!£)auembe an ibnen^ toai^ nod^ finnlic^ auffallt/ ba^ unfierblidb ®innlid^e fEnb bie ^nod^en. SBiele 95ötter ^tt* ebren baber bie ^nod^cn ber 9Serfiorbenen unb jaubem uxmxU telfi berfelben. Ttan tann "fyitxhti an bie Steliquten erinnert toerben unb e^ ifi fo^ baf bie 9?lif|!onare einer @eit^ gegen btefc SSerebrung eifern unb anbrer @eit^ ibrer Stetigion eine grof erc Sltaö)t jufdbreiben. ®o erjä^^tt ein ^a|)u)iner/ bie 9leger bSt^ ten CinbeU/ beren gubereitung mit Sötenfd^enbtut jauberbaft ifi unb benen fie Sid^erfieUung be^ 3)ienfdben gegen bie toilben 2:biere »ufd^teiben^ er b<^be oft gefeben^ baf mit fotdben SSinben Derfebenc SO^enfdben Don ZW^^^ jerriffen toorben fe^en, woge* gen bie benen er Steliquien angebängt/ immer t>erf(^ont geblie^ ben feigen.

£)ie:£obten aU btefe Ttaä^t Detlangen atfo 9S er e Irrung unb bie befielet bann in totittx ni^t^^ aH baf il^nen eine ic:^ tDtfe Sorgfalt itUifitt, &ptiit unb:£rant geretd^t tDerbe. S)ie metfien alten SSölter gaben ben:£obten Qptiit in6 @xab. (S^ ifi bal^er bie SBorfieaung bed SBal^ren/;S)auemben^ %[u0baltenben fel^r untergeorbnet. (£d tDirb anö^ Di)rgef}eUt/ baf bie:£obten n^ieber jur @egenn)art tommen ober gebadi)t n^erben tonnen t^eil^ aU ^Jlaä^tf bie bie SBentac^läfffgung ber pflege räd^en toiü, tf)t\U aU l^ert^orgejaubert/ burd^ bie SRac^t be^ 3^^^^^^^^/ be^ iDirtUd^en ®elbfiben>uf tfe^nd unb fo biefem unter tl^anfet^enb. Einige Seifpiele tonnen bief erläutern.

£)er^a))ustner Sa^aiit (J^iflor. Sefd^reibung b. brei ^öntgr^-Songo u. f. n). Wtm^tn 1694)^ ber |!d^ längere geit in Songo anflfitlt, erjä^lt Dielei^ t>on biefen gaubereni/ vot^t @ingl^illt l^eifen. @ie ^ab^n ein grofe^ Slnfel^en beim SBolte^ unb rufen biefei^; fo oft t6 tl^nen beliebt, )ufammen. @ie tl^un t>it^ tm^ mer ^on geit ju gett unb geben an^ oon biefem ober jenem SSerflorbenen baju getrieben )u fe^n.!Da^ ^olt muf erfd^ei^ neu, jeber mit einem 2JJeffer ^erfel^en, ber gauberer felbjl er^ fc^eint getragen in einem 9le(e^ gefd^müd^t mit (Sbelfieinen^ ge^ bem IC, tit 3)lenge empfängt i^n mit @ingen^ Sianjen unb grol^lod^en^ n^obei eine barbarifdj^e^ betäubenbe^ ungel^eure Ttnflt gemad^t n^irb^ n^eld^e ben)irten foll^ baf ber abgefd^iebene @etti in ben Singl^illi fal^re^ er felbfl bittet biefen barum; ifi bicf gefd^el^en^ fo erl^ebt er H^ unb gebel^rbet j^d^ ganj nad^ Slrt eine^ ©efeffenen, jerreift feine Kleiber, rollt bie ätugen, beift tmb tra^t fE(^^ yittbti fpric^t er aud^ toa^ ber äSerjlorbenc i^tt^ langte unb beanttoortet bie (fragen berer^ bie il^n na(fy i^vtn «ngelegenl^eiten befragen. Sier fpred^enbe 2:obte brol^t Slotl^ unb glcnb, loünfd^t il^nen SBiberwärtigfeiten, fc^mäl^t auf bie Unbantbarteit feiner ©lut^oertoanbten, inbem ffe il^m tein 3Jttn^ fd^enblut gegeben l^aben. (Saoasji fagt: (£0 jeigt jt^ an ibm bie SEßirtung ber b^^difd^en ^nxit unb er beult furd^terlidb/ tt Die unmitttlHte (Reltgton. 305 S)ie @aga'^ fietten t^dj^ bor^ baf bie 2obten junger unb S^urfi ^aben. SBenn nun jemarib traut mirb ober Dorne^mlid^ toenn er Srfc^einungen/ 2:raume ^at^ fo läf t er einen Sing^iOt tommen unb befragt i^n.!£)er ertunbigt f!d{^ nadj^ alten tlm^ flänben unb ba^ Stefultat ifi/ baf ed bie (Srfd^einung bon einem feiner t^erjlorbenen SSenoanbten fe^^ ber ^ier gegenn)ärtig/ unb baf er )u einem anbem ®ing^iUi ge^en müfe^ nm ii^n t>er^ treiben ju laffen^ benn jeber ®ing^i(U ^at fein befonbere^ (St^ fd^aft.!£)iefer fu^rt i^n nun )u bem @rabe befen^ ber i^m erfdj^ienen ifi^ ober ber ber @runb ber ^antl^eit iji; l^ier mirb ber 3^obte btid)tooxtn, gefd^ma^t^ bebrol^t^ bi^ er in Un ®in^ g^itU fa^rt unb entbedtt^ loa^ er bertange^ um Derfö^nt )u fe^n. ®o gefd^iel^t e^^ tomn er fdj^on lange tobt ifl; iji er erfl tutilid^ begraben^ fo n)irb bie geid^e ausgegraben/ ber &0pf abgefd^nit«» ten unb aufgefdj^lagett/ bie aus bemfelben flief enben ^eud^tigtei^ ten muf ber ^ante t^eiU xn @^eifen oerje^reu/ t^eits werben ^^tier baraus gemadj^t^. bie i^m aufgelegt werben.

®dj^n)iertger iji es^ toenn ber 2:obte tein Segräbnif ^u ^abt ^9X, bon greunb^ geinb ober 2:i^ieren gefrefen worben ift Tbfx SüngJ^iOi nimmt bann £efd^womngen bor unb fagt bann 9M, ber ®etfi fe^ in ben £ör))er eines älfeU/ SSogels:c ge<? falj^reu/ unb bringt es bal^iU/ h^% biefer gefangen toirb^ bas Silier toirb getobtet unb ber ilSrante berjel^rt a, unb bamit l^at ber ®ei1i alles Stedj^t berloren^ etwas )u fe^n.

SS erl^eltt l^ierouS/ baf/ infofem bon gortbauer bie Siebe x% bemOeit teine abfolute/ freie/ felbflanbige3]*ladj)t eingeräumt wirb.

S)it SSorftellung ^cn ber ItnftetbU^teit (^angt jufamnieii mit ber ä^or^eSnng. ^ca@ott/ l^angt überl^auj^t immer t»on bor etnfe ab/ auf welcher ber mitap^^^ä^ SStgrif t^on @ott ^t^ ^emebr bie SDlod^t bec ©ei^igteit naj^ iJ^rem^l^ait auf e»t0e aßetfe aufgefaßt i»ixh, je würbiger tfi bie äSorfleKung t)on. (SqU nnb bie hu @eifie^ iu menfd^tiil|en ^bit^ibuum^ unb bnrUtM #frblid^eit bed ®eifle^.

@o f(l^n)ad)/ fo unhäftig bie 9}{enfiä^en l^ietr erfd^eineU/ fo etf^eitien f[e oud^. beibtu (^^Icäfm unb beim ^omer. ^n bei Seeue bt:^ £>bl^tfeu^ am Qti^js ruft biefer bie 3:obten l^crtwv er f^lad^tet einen i^toatit% fiod/ erfl imäf bo^ Siut berm& 9^'Me ®xl^atten <Snmiening unb @^rad^e ju betommen; fb flnb begierig itail^ bem Slut^ bomit Sebenbigteit in ^e tommc, 0bt)feu4 ioft^inige tf inten, unb J^ätt bie anbeten mit bem ^merbt jurSct.

t#; Aenfo fbmlid^ i# bie bon bem;^ mai bie SAa^it an tmk 3<^ bem angefnl^vten idtiPfiil ift anü) jugteid^ ent|aftet^ tote n)enig SSertl^ ber 9lenfd^ aU ^nbit^ibuu^m auf btefem Otonb^nft 1^} btefe Kttaif^mt^^ (Bectngad^uns be^ Silen^ fd^ buKl Xnbcre ifl aii#' wrtrr ben Sttgttn aU 3njktnb btt Hit nmittilbm meli^^ 307 (Stlanm Mannte hU gati} aOg^mrin unter tl^tien i^. &t* fatiftme ^nb tnimtitt Sclo^en ober werben gefil^tad^tet 9tit bcr äSorfleUung ber Unjlctbli^teit tDäc^fi bec Sßertl^ be^ Eebm^; man foUte meinen/ e^ fe^ umgete^^rt^ bamt l^obe bad Sebcn n)e« niflcr äßertl^. (guter &titi iji btef an^ ber galf/ aber onbm ®nU iDirb bamtt ba6 Sediat betf ^nbtoibttnm^ an ba^ ^ebett um fo gröf er/ unb ba^ Ste^t toirb er(l gr of/ wenn ber SEenfd^ al^ frei in fEcl^ ertonnt i% Seibe fiefiimmungen/ bed fubjectt^ ben enblid^en %w^(^M tti^ ber abfolnteii aJladj)!/ n>a6 fi><u terfnin old abfi>(uter @äfl l^ert)ortreten foü, Ij^angen anfid eng^ jufammen.

%\x6) befl^atb foUte man meinen^ ber Sötcnfd^/ n^etl er aU biefe ^aä^t fo toiel gilt^ fe^ l^ier l^o^ geel;rt unb ^c^bt ba^ ©ffSl^l ficinet SBürfre. Jtber im ©egentl^eil boUtornmenen Un^ foett^ l^at l^ier ber aWenfc^ — benn SEBfirbt l^at ber SÄeiif^ ni^t babur^/ m^ tt aU unmittelbarer äßilte ift/ fonbent nur tttbem er w» einem Sin* unb gfirfic^fe^enben, einem Gnb^antieden xotif unb brefhn feinen natürli^en SBiKen un^ tixYoitfl unb geifttaf mad|it. ijrfl burd^ ba^ aufgeben ber no* tuenden UnbSnbigffit unb burd| ba^ 9Bifen/ baf ein Kßge^ tttdne«, Sn*f unb prffd^fe^enbed, ba^ Sffial^re fe^, erl^ält er eine äBurbe unb bann ift erfi ba^ geben felbjl a\x<l^ ttroa^ mertl^. a ©er fiultn^ in ber Stellgion ber gaubereir 3[n ber ©pl^are btt gauberet, »o bie ©eifHgteit nur ge* n)uft toirb^al^im ein}etnen^etbjlbemuftfe9n/ fannbonSut« tu^/ al€ freier SSerel^rung eine^ ®eijligen unb an unb fnr f!^ iDH^ctiben/ nic^t bie Hebt fi^n. 2)ief ä^erl^altnif ifi l^ier biet^ tttelj^ bie Sutöbung ber |5errf(^aft aber bie Slatur, bie ^err^» fi^aft bon einigen ©elbflbenmften «ber bie «nbem, ber gau* bfrer ober bie »id^ttt)ifrenben. 2)er gufianb biefer $errf(|faft ifl finntid^e 95etaubung, too ber befonbere SBitte bergeflen, au^gelofd^^ imb traß abfrrort ffnntid^e Sewuftfe^n aufö ^öd^jie geflefftert wirb, ftit WiitUl, biefe »etäubung l^etboriubringrti, flttb Zan, »Ittf«, ©efd^tei, gteffeti, fettjl aWlf^itng ber @t^ fd^Ied^ter, itnb biefe ffnb ba^^ toa^ auf einem ^o^eren @taiib^ pmtt dnltva tDitb.

S)er SBeg i^on biefer erjlett ^orm ber Steßgton au^ ifl/ baß ber ®etfi ^on btr ^euferlic^fett^ ber f!nnlt(^en Unmittel^ barf elt gereinigt mirb unb )ur aSortlettung be^ ©eijie^ aU ® eifi in ber SBorfleUungy im ®ebanfen tommt.

IL i&iefe Wtaö^t, bie tttoai ©ebad^ted ifi/ n^irb nod^ nid^t %txon9t aU ©ebad^te^^ al^ geifiig in f!d^.!£)a f!e nun eine geifiige (Sjeifien) l^aben muß, aber bieß, ffir fld^ frei ju ft^n, nod^ nid^t in ffd^ felbfi (^at, fo l^at fit ba^ ä)loment ber ©eifiigteit auc^ nur wieber an einem SD^eufd^en, ber aU biefe ä)lad^t gewußt wirb.

bitfe^ aU ia6 Slegati^e beflimmt itnb ias aUgemeinc/ an ^Üf fe^enbc äßefen aU ha^, inbem ttnb burd^ tDeld^e^ bief (Stibm lidl^e ein 9ttiatit>t^, ein ®efe(te^ iji. t£>xt etibtian) t^ingegm ifi ba^ 9lid^tgefe(te/ %nf!cl|^fe^enbe^ bic Sfia^t in fßtiitifuni auf ba^ enblidl^e.

%uf biefet aUgemeinen ©runblage gefialten ^df mel^refe gotmen^ meldte foTtfd^reitenbe SSetfuc^e f!nb/ bie ®ubflan) aU fl(^ felbfi befiimmenb ju faffen.

i. gunad^fi (in bet d^inefifd|^en Steligion) mitb bie @ubfiani al^ einfädle ©runbtage getDuft nnb fo ifi f^e unmittelbat gegenwärtig im Snbtid^en; gufattigen.

StU%t, ^af Hit VräfttitcT SRfnff^ ali W oll^fintint Wtttiit ßfwtißt Wirt.

2. 3n 6rr ^n^tf(^<ll Stdiflion tft fcft Siibtlani «iB abi firACtc (fiii^tit, ntd)t mtlir alt bloft ^ximbian grvpiift imti bicfc ot<|)T<trlc (fiiilftil ifl btm @citlc aui^ ecnvaiibtcr, bd ft alt 3* fflbrt bitff aJitlcaclt eiii^tit ift. ^-«ict rt^t&t ^(% nun in Sfitnf^, iiibrm ir fT(^ fdbll ^ii feiner iiracrn ot>|)tactm eiiiljcit ttljtl't, jiT Ciiiljtit itt eHbftanj, iönilificirt fi(^ mit i1)t UHb gitbt fl)i fß (l:);i|lcnj. (Einige fnb von 9ta(iit bit l£,rit)(iij bitftr (finljcit, anbert fcnnru |Tc|) baju cT^eben.

Sic (£iH^(it, ml^t ijicr biia?)crrf(i)tiibc ift, maAt jirai «u^ bin fCcrtüd), fidi gn entfalttn. SJic »altrf (fmfaltuiifl «nb >ir 9U3«ti«ität be« ^ufamiii(iifa(Tfn0 bcr UiUtrfdjicBi wäre btr @(ifl/ b(t ft(^ in fii^ betlimmt uitb in feiner (SttbjutiVität (I(^ fdbd trfc^tint. X'itfe (gubjcetiBität bcd ©ciftcä gäbt i^m einen 3"^"'^ ^" f""" »ürbig unb axiii felbft ^eiiliget ätatiit wäre. $ici' bleibt abtx bie SJeOiinmun^ ber!>tatütlid)teil, tufofem nur jum Uiitcrft^eibm iiub ßntfolttn fortutgaiigcH »irb iinb bie Sttemtntc btreinjelt ntbtrt einanbct )(«», 2>ü l£ntfaltHTig, nniltioenbig im ^etjTiff bed @(i4ei!, tfi l|itr fpinit felbft gei|ll«(J. fSlan wirb b(il)er in bet ^Miirrett^ion guiretUn in ber 9>ertcgcn[irit fe^n, bfn @eili entfaltet;u (inbtii (f» bie ^orftcllitna von brr ^Hfi""!*'"''/ t"'' Srciiifit in brr inbift^f» SRtttgion), man wirb SKomente (inbcn, bit bein Oeift flngeijörtn, ober fTc (tnb fö aiWgelriit, btif fit if)m ä"ölf''^ "'4l' ungrljercn. £)ie ^tr|liramiiii|irn f^nb »etcinjclt nnb trttcn auSf tinanbtrfa'tlcnb ^erODr. "S^it:ttrei^eit in bet inbifi^tii äicligion Wiib fc nii^t jut l^teicinia^eit, beim nur ber a(ifi>l"" <^<'$ >11 b» SJtai^t über feint aRomcittr.

Siit a>oift(i(ung bcr SEiitiirrdigion ijat in bicfcr 3iürffi(^t Sie üiittmemtrg M Sdem4tfti^ in fdih 311