SigPhi · Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Vorlesungen über die Philosophie der Religion

German

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X>it mmitttlbatt (Helium. 281 « mii fd^ aU iit maö^t übet H^ 9latfirUd^e, baf bie Statur ntd^t t>a^ %n^ unb gürtld^fe^enbe ifl.!&a^ t^nb bie ^ategotiem br^ SBerflanbe^; in mlö^tn bie SRatur aU ba^ 9Inbete betf @ei<ie^ unb ber ®eifi aU \>a6 äßal^rl^afte gefaxt iil. 95on biefer ©runbbefümmun^ fangt etfi bie Steligion an.

Die unmittelbare 9leIigton tjl bagegen bie^ \»o ber ®etfl nod^ natürtid^ ifi^ n^orin er bie Unterfd^eibung be^ ©eifietf al^ aUgemeiner Wtad^t t)on f!d^ ald (Stn)elnem; g^f^tl^fl^ 9Soräbergel(^enbem unb Sccibentedem no4) ni^ft gemad^t l^at. iSiefe Unterfd^eibung; ber ©egenfaf t^om allgemeinen ®eifi aU ber allgemeinen SJtad^t unb bem SBefen gegen ba^ fubfectiDe iDafe^n unb befen gufaUigteit ifl nod^ nt^^t eingetreten unb bilbet erfi bie imitt @tufe innerl^alb ber Slaturretigion.

$ier in ber erflen unmittelbaren dteUgion^ in biefer Itnmittelbarteit l^at ber 9Renf$ nod^ feine Ij^ol^ere 9Rud^t aU ftd^ felbil. lieber bem {ufaUigen Seben^ befen gtoedten unb ^nterefen ifi wol^l eine Wtaifyt, aber biefe ifl nod^ teine totitn^afUf aU an unb für t^d^ aUgemeine^ fonbem fäUt in ben a^lenfd^en fetbfl. ^ai ©eifiige ifl auf ein) eine un^ mittelbare Sßeife.

95erfiel^en^ beuten fönnen tt'ir> biefe gorm ber Sieligion too^l, ba wir f!e bann nod^ al^ ©egenflanb unfrer @ebanten t>or \xn^ l^aben; aber n)ir tonnen un^ nid^t infle J^ineinem^flnben/ ll^ineinffil^len^ fo xoit wir ben ^unb tool^l t>erflel^en tonnen^ ol^ne un^ in il^n J^tneinem^finben gu tonnen, ^tnn (Smp^nhtn Ijiief e^ hit 3^otalUat be^ @ub|ect^ ganj mit einer fold^en einselnen SSeflimmung erffiUen^ fo baf fit unfre Se^immtl^eit wfirbe. (Selbfl in Steligionen^ bie unferm ^Bewuftfe^n fd^on nälSier flel^en^ tonnen wir un^ ntc^t fo l^ineinem^finben^ fit tonnen nid^t Sinen Sugenblidt fo fel^r unfre 93efiimmtl^eit werben ^ baf wir ). 93. ein gried^ifd^e^ ©ötterbilb^ fo fdj^on e^ aud^ fe^n moge^ an^^ beteten. Unb jene @tufe ber itnmittelbaren Steligion liegt und nod^ baju am fernfteu/ ba wir fd^on^ nm fit mtü \»tta \ flänblid^ itt mad^en, atU gormen unfirtr ©ilbung tjergetTm jnitffoti.

Sßir müjfcn ben 3)^enfi^en bctrad^ten unmittelbar^ für ftd^ iiKetn auf btr ^rbe amb fb gan} juerfi o()ne al(e^ Slad^benten^ (gr^^ebung jtuii ®ei*cn; rrfi mit biefct gtl^cn »ürbigere 25e^ firtfe Don @ott l^erbor.

:$iet id ber äSenfd^ in feinet unmittelbaren eignen ^raft^ 93egierbe; im Xljyun unb äSerl^atten feinet unmittelbaren SBoU Jen^. üt mad^t nod^ it'mt tljieoretifd^e grage: Sßer l^at bat «ema^t? it. S)iefe @d^eibttng bet ©egenflänbe in ffd^ in eine jufaUt^e unb tt>efentlid^e Qtitt, in eine urfad^lid^e unb in bte @eite.eine^ blof ®efe(ten^ einer SBirFung ifi no^ nid{)t t^orl^anben fnr il^n.

£)er fl^enfii^ ifi alfo nod^. ungetl^eilt in 9tü(ff!^t auf feist fßotten: ba ifi e^ bie Segierbe unb ä3$ilb()eit feinet äSiUend, Me ba^ ^errfd^enbe ifi. gbenfo in feiner aSorfieKuttg üetl|)äU er fU^ in biefer Itngetl^eHtl^eit, biefer!3>umpf^eit.

2>et fOtenfd^, bet bie gen^Slntid^en SHnge t^ut, wenn et an feine einfad^en ®efd^afte gebt, bat befonbete ®egenflanbe t^ot ffd^, ba weif et, baf et e^ nut mit biefen ju tl^tm bat, S)a n)eif ba^ ^nbiüii^uum; baf e^ fl^ in einen l^ol^ern gufi an b berfe^en muf^ um biefe 3)*laci^t gu l^aben. S)iefer ifi eine @abe befonberer SDleufd^en^ bie trabittoneU aUe äJlittel unb Sßege iu lernen Ij^aben^ woburd^ biefe SJlad^t au^gefibt werben fann. (£6 iji eine Vnmal^l }^on ^nbiütbueu/ bie bei ben älteren in bie Seigre gelten/ bie biefe trübe ^nnerltd^teit in ff^ em^finben.

2. 2)iefe S^lad^t ifi eine birecte Wtad^t über bie Statur ttber^u^t unb nid^t gu bergleid^en mit ber inbirecten^ bie n)ir ausüben burd^ Sä^erfgeuge über bie naturltd^en ©egenfianbe in i^irer Sinjetnl^eit. @old^e ä^lad^t^ bie ber gebilbete äKenfd^ über bie einjelnen natürlichen S^inge au^übt^ feft t>orau^; baf er }urüdgetreten iii gegen biefe SBelt/ baf bie SGßelt Sleufer« tid^teit gegen i|in erl^alten Ijiat^ ber er eine Selbfianbigteit^ eigentl^ümli^e qualitative Sefümmungen^ @efe^e einräumt gegen il^n^ baf biefe S)inge in il^rer qualttatit>en!Befiimmtl^eit relatit> gegen einanber t!nb; in mannigfad^em gufammenl^ang mit ein« anber liel^en.

Z)iefe iatai^t, n)eld^e bie Sßelt in ifirer ttualität feti ent^ laft^ übt ber gebitbete äKenfd^ au6 baburd^, baf er bie £tuali^ täten ber S)inge tennt^ b. l^. bie S)inge^ n^ie fEe in 93e)ug auf anbere jlnb^ ba mattet fiä^ Stnbere^ in il^nen geltenb^ ba jeigt fld^ il^re @d^tx)äd^e. SBon biefer fd^wad^en &tiU lernt er f[e tenneU/ »irtt er auf fle ein, baburd^, baf er ffd^ bewaffnet fo, baf ffe in i|irer @d^n)äd^e angegriffen unb beswungen werben.

©aju gel^ort, baf brrSJJenfd^ in fid^ frei fe^, erfi wenn er felbji frei ifi, läf t er bie «uf enwelt f^cb frei gegenübertreten, anbere 3)*lenfd^en unb bie natürlid^en S)inge. ^&t ben, ber nid^t frei iji, flnb oud^ bie Ruberen nid^t frei.

®a^ Wtecte eintoirteti l^tngegett be« SJlettfi^ett burd^ feine aSotfieautta, feinen SBiUen, fe^t biefe flegenfeitige tlnfxtu 1^ e i t Dotau^; weit bie 3Kadit nbetr bie auf ertidj^en Xinit iwox in ben äJlmfd^en gelegt wirb äU ba^'®etfHge^ aber nid^t aU eine SWad^t, bie fid^ auf freie SBelfe ^erl^alt nnb tfd^ eben be<# wegen andi) nid^t gegen greie unb t>erm{ttelnb t>erl^ält^ fonbem bie SRad^t fiber bie Slatnr berl^att ffd^ ba birect. @o ifl t^e gauberei.

äßa^ bie äuferltd^e (Stiften} biefer S^orfteOnng betrifft, fo ifi f[e in fbld^er gorm t>orl^anben/ baf biefe gauberei bai ^öd^fie be^ ^elbfibewuftfe^n^ ber Sßölter i^, aber untergeorbnet fd^leid^t f!d^ bie gauberei aud^ auf l^ol^ere Stonb^untte/ 9teligionen l^inüber, fo in ber SSorlieUung t^on ^ejren, wiewol^l ffe ba ge:' wüßt wirb al^ etwa^ tl^eil^ £)l^nniäd^tigt^; tl^eiU Ungel^Srige^, Oottlofe^.

^^^IBlan l^«t, g. S. in ber Äantifd^en ^l^ilofoviSiie, ba« Seten aud^ a(« gauberei betrad^ten tooUtn^ weit ber SJlenfd^ biefe« bewirten toHl nid^t burd^ biefe S^eruiittlung; fonbem ^^om (Stift au«, atber ber Unterfd^ieb ifl; baf ber aTlenfd^ t^d^ an einen abfoluten äSilKen wenbet, für ben ber (Sinjelne aud^ @egenfianb ber (^ürforge ifi/ ber biefe« gewaljiren tann ober nid^t, ber ^m gwed^en be« ®uten überl^auvt babei beflimmt fe^.!S)ie gan^^ beret ifl aber im StUgemeinen gerabe bief, baf ber SJtenfd^ nad^ feiner Slatürlid^feit, SSegierbe e« in feiner (Sewalt l^at.

S)a« ifl bie allgemeine Sefiimmung biefe« erfien gang un^ mittelbaren «Stanb^untte«; baf ba« menfd^tid^e Sewuftfe^n^ biefer mtnfdf in feinem äBiUen at« Slad^t über ba« Slatfirtid^e gewuft wirb.!Z)a« 9latfirlid^e l^at ba aber gang unb gar nid^t biefen weiten Umfang, wie in unfrer SSorfieUung. ^^tnn bo« 9D^eitle ifl bi^ bem SJlenfd^en nod^ inbifferent ober il^m nid^t anber« gewo^^nt. 9UIe« ifl flabil. (Sin Slnbere« f!nb @rbbeben, @ewitter, Ueberfd^emmungen,;£l^iere, bie ben 2:ob brol^en, ^tinbt u. f. w. iCagegen wirb gauberei angewenbet.

Z)tefe Steligi^n ifl üon unteren Sieifenben/ mie (£a))itain ^arr^ unb frül^er (S(r))itain Sio^, ol^ne alle SBermittlung ol^ ba6 rol^e fBetDußtfmn M ben ^^timo^ gefunbeU/ bei anbeten asüttetn finbet fdi^pn eine SSetmtttlung fiatt Die mmiMbatt ^li^imi 287 äßaUfife^e l^eribeijutrratgeti u. tori) ^ fit Mife.^imfi ^on alten: Slugetot^ ertemtetu Wtan fürd^t fEd^ t»)r tl^eti, tu feber gamitie ifl aber »entgfiett^ einet. (Sin ptn^et Sngctot troUte ben SEßtnb fld^ er lieben rmd^tn, ti gefd^al^ burd^ SEBotte unb ©eberben.!Sie SSSorte l^atten feinen @inn unb tt>aTnt an tein SBefen }ur äJemiittlung gettd^tet/ fonbem unmittrtbof an ben 9)aturgegenfianb ^ über bcn er feine SKad^t an^tibeii xooütc, er forberte tetnen 93etfianb loon trgenb ^emonb. Sl^aii fagte il^m wn einem aUgegemwärttgen^ aUfHii^tn^ unfid^tbaren äßefen/ bod oUtfS gewoil^t Ij^abe^ er fragte.^ mo ci lebe^ «nb aU man ill^m fagte^ e^ fe)^ überaU^ ba geriet^i er in ^rd^t unb wottte fortlaufen. %U er gefragt mürbe ^ wol^tn f(e t&i men^ iDenn fe flärben^ fo ertPteberte er^ f!e nmrbjen begraben^ ein alter fDtann l^abe t>or fe|r langer ^tii einmal gefagt^ f{e tämen in ben ä)>lonb; ba^ glaube aber f^on lange fein i£i^ timo mel^n ®ie fielen fo auf ber nnterfiett Stufe be^ geittigen Sn n)u0tfe^i^^ aber etf tjl in i|neti ber Staube^ baf ba^ ®elbfib^' n)u|tfe9n ein äRad^tige^ über bie Statur t^^ ol^ne SSermittlung^ ol^e ®egenfaf fetner gegen ein ©ottli^etf.

&ie Snglanber berebeten einen Slngetof/ eine gonberei av4f» iuübtn^ bief gefd^al^ burd^ Xans^ fo baf er ^i^ burdj^ ungeijiettre Bewegung auf er ffc^ brad^te^ in (Ermattung fUl unb mit M>> brel^ten ^gen äßorte^ Söne t>mt fU^ gab.

£)iefe äteligion ber gauberei fbiben ivir. \»ttnm\i^ Mut in WfricHy bei ben SOTong^len unb €f»inefen^ aber Ij^ief ifl bie gan) r^e erfte ®ef}att ber gcntlberet nid^t mel^r t^jQj^l^anbe«^ fimbem e^ treten fd^on SSermittlungen ein^ bie boibnrd^ jinib^ baf Hi tSeifUge «eginnt eine rtjectit^e fflefiatt für bai ®€Ubfi^ bevmftfet^n otiyunedaien.

3n ber er#en §onn tfl biefe Stettgitm me^ne gauberei aM 9lfltgi0tt^* am intisgebrettttllen i^ ffe in iKfrica unter ben 9le^ gern; fd^on f>tt0hot ^ridj^t tat^on^ unb te nmr^r grit ffat nm ffc cbenfo gefunbcn. S^^^ffw ffnb e^ nur »etiigt gaUe, in betien fold^e SSöItcr i^re ©eioalt über bie Statut aufrufen^ benn fEe gebraud^en n>emg^ l^aben tDenig Sebärfnife^ unb bei ber Seurtl^eilung il^rer äSerl^ättnifc tnüfen toix bie tnannig^ ftt^e fHotl), in ber wir ffnb, bie t)ielfad^ tJenridteUen SBeifen, 3tt tttiferen 3^^*^ J« jelatigen, tjergeffen. S)ie Slad^rid^ten ober ben guitanb biefer 9Sötter ffnb befonber^ t)on älteren 9?lif)lonaren; bie neueren Sla^rtd^ten flnb bagegen fparfam^ imb man muf bal^er gegen mand^e Slad^rid^ten alter gcit Wlip trauen l^aben^ befonber^ ba bie SDliffionare natürlici^e ^einbe ber gauberei ffnb; inbefen Ifi ba^ Slltgemeine unbeitpeifelt burd^ eine SOtenge t»on?Haö)xi^ttn.

3>er 9SortDurf ber ^abfud^t ber ^riejler ifi l^ier toit bei anberen 9leligionen auf bie Seite su fefen.!S)ie JÖpftx, bie ®efd^ente an bie ®otter tüerben meijlen^ ben ^riejiem gu Sl^eil^ jnbefen ^abfud^t ifi ti nur bann unb ein äSolt be^l^alb ya bebaueru; tüenn e^ an^ htm ®ut ein grofee äßefen mad^t. S)iefen SSoltem ifi aber nid(^ti$ baran gelegen^ fle n)ifen feinen bejfem ®ebraud^ bat^on su mad^en^ al^ e^ fo loegsufc^enten.

Sie 9(rt unb Sßeife geigt ben Sl^dratter biefer ^anhtxti naiver, ^tx gauberer begiebt fld^ auf einen ^ügel^ fd(^reibt ifireife^ giguren in ben ®anb unb ipxiä^t gaubertporte^ er mad(^t geid^en gegen ben ^irnmet^ blaft gegen ben Sßinb^ fangt feinen «tl^em ein. Sin SWififanar, ber fldj^ an ber &piiit einer |>ortu* gieflfd^en %xmtt befanb^ erjal^tt^ baf bie ^leger^ il^re Sunbe^:« genofeU; fold(^ einen gauberer mitgeffil^rt l^atten. (Sin £>rtan mad^te fi^ine!Befd(^tüorung nötJ^ig^ fo fel^r fd^ ber SDliffEonar aud^ bagegen fe^te^ e^ tüurbe bagu gefd^ritten. ^tx gauberer erfd^ien in einer befonberen^ ))l^antatiifd^en ^leibung^ befal^ ben l^immel^ bie Sßolten^ faute barauf äßurjeln^ murmelte äßorte; al^ bie Sßolfen naiver famen, flief er ©el^eul au^, toinitt i>^ neU; unb ipnätt gegen ben ^immel^ aU e^ bennod^ getüitterte^ geriet)^ er in SButl^^ fd^of Pfeile gegen ben ^inmtl^ hxo^tt, il^n fd^led^t gu be^^anbetn unb jiad^ mit einem Wit^tt gegen bie äBotfen.

@ani biefen gauberem äl^nUc^ f!nb bie @(^amanen bei ben 3)longo(en; bie ffc^ in )>l^antaflifd^er ^teibung^ mit me^ tatlenen unb l^ö()emen Figuren bel^angt^ burc^ ©etrante bt^ tauben unb in biefem guflanbe au^fprec^en^ toaä gcfi^el^en foU^ unb bie gutunft )>ro))l^e}eiliien.

3tt bemerfen ifi J^ier^ bag e^ 9legert)olter giebt^ bie ben (glauben l^abeU; f ein SDlenfc^ fierbe eine^ naturtid^enä^obe^z bie Statur fe^ nid^t bie SDladl^t über il^n^ fonbem er übet f(e. & ffnb bief bie ®alta^ unb ©aga^^^orben^ bie a(^ bie toiU befieu; ro^^fien Eroberer feit bem ^al^r 1542 an bie Mafien, aM bem inneren au^firömenb^ atle^ ttberfd^tüemmenb^ mel^t^ ma(^ gekommen ffnb. (&^ ifi iljinen ber STlenfdb in ber 6tärte feinet Sen)uf tfe^n^ ju l^od(^;. aU baß il^n fo etwa^ unbetannte^ iDie bie Slaturmad^t tobten tonnte. (S^ gefc^iel^t ba^^et^ bof Srtrantte^ bei benen ber ^anbtx erfolglos gettraud^t ifi^ t»on il^ren greunben umgebracht n^erben. 9(u(^ bie norbamericanifdj^en äßitben töbteten fo il^re alterfd^mac^en geltem; n)orin nidj^t )tt t^erfennen ifi^ baf ber SDlcnfd^ nid^t burd^ bie Statur umtom:« men foQ^ fonbem burdj) einen STtenfd^en foU il^m bie (Sl^tt »erben. Sei einem anbern SBoIte ifi e^ ber £)bet))riefier, t)on bem fie ben ©tauben l^aben^ baf aOe^ untergel^en vontbt, toenn er etne^ natflrtic^en ä^obei^ fiärbe^ er toirb be^l^alb tobtgefd^l<U gen^ fobatb er tränt unb fd^wac^ wirb; toenn bennoc^ einet an einer ^rantl^eit fiirbt^ fo glauben fie^ ein SInberet l^abe iliin burd^ gauber get6btet unb gauberet muffen ermitteln^ n>ei: bet 9}törbei: 2)ief ijl nun bie erfie ^ornt; tit noc^ nid^t eigenttid^ ' 9te^ Ugion genannt werben tann; gur Sleligion gel^ört wefenttid^ Hi STloment ber £)bttctit)itat; t>ai bie geiflige maä^t für ba^ ^nbit)ibuum; für ba^ einzelne tmpixiii^t ^ewußtfe^n iil^äßeife be^ Sltlgemeinen gegen t>a^ ©elbfibewuftfe^n erfd^eint; biefe £)bjiectit)irung ifi eine wefentlid^e Sejlimmung; auf bie ti anfommt. &ft mit il^r beginnt 9tetigion; ifi ein ®ott/ unb anäi bei bem niebriglien äSerl^ältnif ifi noenigfien^ ein Anfang bavon. ®er Säerg^ ber g(uf; ifi nid^t at^ biefer (SrbJ^aufc^ nid^t aU bief äBafer ha6 ®ätttid(^e^ fonbern aU (Sjrifiens be^ (SctM, eine^ 3Befentlid(^en unb SlQgemeinen.!£)ief finben wir aber bei ber 3<^ttberei aH iol^tx noc^ nid^t. S)ad einjelnc aSewuftfe^n aU biefer unb fomit gerabe t>it 9legation be^ Sltgemeinen ifi "^itv ba^ SRac^tige; nid^t ein @ott in bem gauberer^ fonbern ber g^^berer felbfi ifi ber ©efd^wörer unb Sefieger ber Statur; e^ ifi bieß bie 9leUgion ber ffd^ felbfi nod^ unenblid^en Segierbe^ atfo ber f[(^ felbfl gewtffen finnlid^en (Sin)etn^eit. Slber in ber 9teIigion ber gauberet ifi aud^ fd^on Ittiterfd^eibung be^ einjelnen^ em)>irifd^en!Bewußtfe^n^ t)on htm gaubemben unb biefer aU ba^ allgemeine befitmmt.;^ier« burdi^ ifi e^; baf f{d^ mi ber 3<^uberei bie 9leUgton ber ^an^ berei entwidtelt.

b. £)bfectit)e Sefümmungen ber Steligion ber Säuberet Sftit bet Itnterfd^eibung be^ Sinjelnen unb SIQgemeinen Htt1)anpt tritt ein!BerH(tnif bed @etbfibewuf tfe^n^ SU bem ®egenfianbe ein unb ^itt muf bie btof formelle Objectit^irung unterfd^ieben werben t)on ber wabrbaften. ^ene i^f bap bie geiftige SRad^t^ ®ott^ al^ gegenfiänbtic^ überliiatt))t für ba^ Sewuftfet^n gewuft wirb; bie abfolute Obiectioirung Die mmiMbaxe ffMi^kn. 291 ifl, baf @ott ifl, baf er getottft tDtrb aU an unb für fU^ fei^enb nad^ ben Sejümtnungett; bie bem @tifi an nnb ffit t!(^ jutommen.

SBa^ ttoir Ijiter {unäd^jl ju betrad^tet? l^aben^ ifl nur bie formelle ObjectitJtrttnfl. ©q^ gSerJ^ältnlf iji breierW «rt* 1.!S)a^ fubiectit)e eelbtlbetouftfe^ii; bie fubfectit^e @eifitgfett ift unb bleibt noc^ äJleificr unb ^err^ biefe leben^^ bige maä^t, biefe felbpetpufte maä^t; bie ^bealität hti eelbfiben)uf ti'e^n^ iji gegen bie iä)toaö)t Obfcctit^itat aU Wtaäit nod^ n)irtfam unb bt^alt bie £)bergen)alt.

3. aiber biefe 9tegatit)ität jeigt fd^ nur ein!Z)urd^gang^^ )>untt gu fe^n. 2)ie ®ei1iigfeit fomobl/ al^ aud^ ber natärlid^e fSiiUt, ber em^iriftbe^ unmittelbare ®eif{/ ber STlenfd^ erfennt f!d^ in ber 9teligion loefenttid^/ erfennt^ baf bad nid^t bie ®runbbe#immung ift, t»on ber Statur abbangig )u fet^n^ ton« bem f!d^ al^ Oeifl frei }u toifen. Sßenn bief aud^ auf ber niebrigtien @tufe nur eine formelle greif^eit ifl/ fo i^erad^tet bet äJlenfid^ bod^ bte Slb^änaigf ett ^ bleibt bei f!^^ giebt ben natütli^ieti gufatntnenbang pxtx6 unb untemirft bie Statur feiner SJlad^t e« ift eine anbete Stufe, wo bief gilt, »a£i eine.floatete Sleliflion fagt:,/@ott bonnert mit feinem ©onner unb' tt)irb bod^ nid^t erfannt// @ott tann etwa« ©ejTereö tl^un aU tmt bonnetn, tx tann jfc^ offenbaren, t)on ber fJlaturcrfd^einung läft fl(^ ber ®ei$ nid^t bejiimmen. S)a^ l^öl^ere SSerl^ältnif i|l bie freie aSerel^mng, baf ber SJlenfd^ bie SJlaci^t al^ freie el^rt, aU SEßefen ertennt, aber nid^t aU frembe^.

SBenn xoix alfo bit £)biectit)imng mf^tx betrad^ten, fo ifl t€ tl^eiU, baf t>a^ ®elbfibemtßtfe^n ffd^ noc^ bt\)dit aU SKad^t über Mi natfirlid^en!S)inge, t^tiU aber, baf in biefer Obfecti^ Dität nid^t btof natürtid^e!S)inge ffir baffetbe fnb, fonbem barin ein 9111g emeine^ Su n>ert)en beginnt, gegen toeld^e^ e^ bann bai^ 9Serpttnif freier SSerebrung bat* Setrad^ten tioir alfo ba^ ©egenjlanbUd^ioerben be^ %Uit^ meinen, n>ie e^ nod^ in t>tn ^rei^ ber gauberei fäOt, fo bu ginnt in ibr nun ba^ Senntftfe^n loa^rbaft loefenttid^er £)b«s |ectit)ttat, n)eld(^e aber nodj) t)erf(bIoffen ijl, e^ beginnt ba^ 93etouftfe^n einer toefenttic^en altgemeinen äJlad^t.!S)ie gauberei ifl beibehalten, ^ber neben fit tritt bie Stnfd^auung einer felb^ fiänbigen, toefentlid^en £)biectit)ität; t>a^ ^aubernbe ^Betouftfe^n n)eif nid^t fCd^ al^ ba^ Se^te, fonbem bie allgemeine S)lad^t. in ben!Singen. 93eibe^ ift mit einanber t)ermifd^t unb erfl,. ^0 bie freie SSerebrung ober ba^ Seiougtfe^n freier 3Rad^t l^ert)ortritt, treten toir au^ bem ^rei^ ber gauberei b^tau^, ob»» 0leid(^ n)ir un^ nod^ in ber @))bäre ber 9laturreligion beflnben. gäuberei ifi bei allen 9Söltern unb iu |eber geit t)orbanben getoefen; mit b^r £>bjtectit)irung tritt febod^ in ben bi>b(^^ ®tufen eine aSermittlung ein,fo baß ber@eiti ber böbete^egrif^ bie SDlad^t barüber iji, ober bai$ SJermittelnbe mit bem gauber» ©elbjibewttftfe^n iji ba^ aSerbältnif mit bem Object, worin j[enr^ nid^t mef^r hai unmittelbare ifi, ia^ toa^ tnnerbalb feiner tefriebigt ifl, fonbem e« flnbet feine Sefrieblgung im anbeten^ t)etmtttetti tim^ ^nberen^ in bem '2)ttrd^gang burc^ tin Stnbere^. ©ie Unenblid^f eit ber ©egierbe jeigt ffd^ aU eine enbtid^e Unenblid^teit; inbem fCe gel^emmt toirb hm^ bte fUt^ flejeion in eine l^öjere SJlad^t. ©er SÄenfd^ fd^Iieft ^ify auf unb erft mit bem Aufheben feiner ©efonber^eit bringt er bie 93efriebigung feiner in feinem äßefen l^ert)or^ fd^lieft ^ö) mit fid^ aU äßefen )ttfammen unb erreicht ^^ burc^ bie negatit^r SEBeife feiner felbfi.

Sn ber 9Sermttt(ttng; toie ffe ttnd junSd^fl trfd^eint atif auferlid^e äßeife^ gefc^iel^t biefelbe aU burd^ ein 9[nberetf aufertid^ bleibenbe^. ^n ber 3<^ttberei aU fotd^er brandet ber SJlenfc^ birecte SKad^t über bie 9tatw^. $ier übt er tint inbirecte ä^lad^t^ mittelfl eine^ anbem/^ine^ ^anbtxmitUÜ.

a^ ift bief eittf £>bfecttt)irttn9> bte nur ein gtifammenJ^ang in^ttlUftt iShtge ifl unb fo^ baf ba^ 6ubiect ffd^ niö^t bte bitectc äOtad^t nimmt über bte Statur ^ fonbem nur über bic Wtitttl S)tefe t)ermittelte gauberci ift }U jeber geit bei allen ffiöttem t^or^anben. 9Iu(^ bie f9m))atl^etifd^en äJlittet gel^ören 1^itxi)tt, fie ffnb eine äSeranjlattung^ bit eine Sßirtung an etma^ gon} anberem ]jiert)orbringen folt^ ba^ ©ubfect l^at bie äJlittel in ber ^anb mtb nur bie W>fl^t^ ben ^roti, bief ]^ert)oriu^ bringen, ^d^ Ifl bai^ Saubembe^ aber burc^ ba^ S^ing felb^ Uflt^t U ba^ ^mi. 3^ ber ^aubttti geigen ffdj) bie!S)inge al0 ibeetle. 2)ie ^beatität ifl alfo eine Settimmung^ bie il^nen M!S)ingen jutommt; fit ifi eine ob|ectit)e £!tua(ttät/ n^ctii^t eben burd^ ba^ 3^^^^^ i^^!Ben)ußtfe^n fommt unb nur fetbfl gefegt/ benu^t tüirb.!£)ie Segierbe greift t>\t!£)inge unmittelbar an. ^eft aber rejlectirt ba^!Ben)uftfe^n flä) in fU^ felbfi unb fd^iebt jioifd^en ffd^ unb bad!S)ing ba^ ISing felbü ^ aU ba< gerfiörenbe/ inbem e^ fld^ baburc^ aU bie £ifi »eigt^ nid^t fetbfi in bie 2)inge unb i^ren Sampf f!d^ ein:^ gulafen.!Sie äSeranberung/ meldte ]jiert)orgebrad^t tüerben foQ; fann einer @eit^ in ber 9latur bed 3RitteU liegen; bie $au:|;tfa4e ifi aber ber SSille be^ @itb|ect^. S)iefe t)er^ mittelte gaukerei ifi unenblic^ ausgebreitet unb es ifi fd^tDer^ ü^re (Srengen unb ba^^ tüaS nid^t mel^r in il^r liegte ju befiimmen.

Sa^ iprinri)) ber gauberei ifi/ baf {tpifd^en im STlittel unb brm (Srfolg ber gufammenljiang nid^t ertannt tDirb. gau^ \ berei ifi überall; too blefer gufammenl^ang nur ba ifi; ol^ne -begriftn }u fe^n. S)i<f ifi aud^ bei ben Sr^eneien l^unbert 9Ral ber gaO unb man tt)eif f!d^ (einen anbem 9tat^, aU baf man fidj) auf bie (Srfal^rung beruft. S)a^ ainbere toaxt ha^ Stationelle; baf man bie Statur bes äJlitteU tennte nnb fo auf bie SBeranberung; bie e^ l^ert^orbringt; fd^löffe. 9lber bie Srjnei^ tunfi ^erjid^tet barauf; au« ber 9latur bti WtitUU ben Erfolg iu bered^nen. Wtan fagt; ti ifi biefer gufammenl^ng unb bieg Sie unmittenaxt (fteli^m, 295 ifi btoff €rfal^rung^ bie aber felbfl mtnUi^ toiUtiptti^mb ift. @o \)tilU ^Broion mit £>)>mm; Stap'^ta, &pixltM7t.^ toaß man früher mit bem^ toa^ t)oUtommm entgcgengcfe^ter Statut x% curirte«!S)te @ren)c brd bekannten unb unbefatmtm 3^ fammenl^ang^ ifi ha^tv fdbtper aniugcben. — ^nfofetn l^ier eine SCßittung t)om Sebenbigen auf Sebenbige^ unb no^ me^t t)om @eifiigen auf £iir))ei:li(^e^ flattfinbet; fo ffnb l^ier gufammen^ l^ange^ bie nid^t getaugnet werben tovitim, unb bie bo^ (0 lange aU unerforf^tid^/ aU gauber ober aH SBunbet aud^ er» fc^einen tonnen^ al^ man nid^t ben tieferen 93egrtf biefe^ SSer«: pUntfe^ fennt. Seim SDlagneti^mu^ l^ört fo aQed; xoa^ man fonjl t)ernänftigen 3^f<^ww<i^^<ing nennt; auf^ e^ ifl nad^ t>tt fonjligen SCßeife ber Setrad^tung ein unt^erfiänbiger gufammenl^ang. SBenn ber ^rei^ ber SSermitttung in ber ^anhttti einmal aufgetl^an ifl^ fo eröffnet ^^ ba^ ungel^eure 2:i^or be^ Sberi^ glaubend; ba toerben alte (Sinjelnl^eiten ber Stiften) bebeutfam^ benn alte Umflänbe l^abeti Srfolge^ ^mät^ ftM ifl tin äSermittelte^ unb SSermittelnbe^z atle^ regiert unb urfrb regiert; xoa^ ber SRenfd^ ti^nt^ l^ängt nad^ feinen Erfolgen oon Umflanben ab; toa^ er ifl^ feine ^wtit l^angen ^m ^tti^atU niffen ab. @r exiflirt in einer Sufenwelt, einer 9)t an nig^ faltigfeit t)on gufamutenHngen; unb ba^ ^nbit^ibuum ifi nur eine 3)lad^t; infofem ed eine 3Jla^t über b\t ein)elnen SJlad^te be^ gufammenl^ang^ ifi. S^f^ffni biefer nod^ unbei^ flimmt; bie befiimmte Slatur ber!£)tnge nod^ nid^t ertannt ift^ fo fd^webt man in abfoluter gufadigfeit. ^nbem bie \ Steflejrion in bieß ^elb ber SSerbältniffe eintritt; fo ^at ffe ben (Stauben; baf bte 2>inge in äBed^feln)ir{nng fiel^en; bief ifi gans rtd^tig; ber äKangel aber ifi; baf'ber @(attbe nod^ abfiract ifi; unb folglid^ ifi barm nod^ nid^t oorl^anben bie befiimmte ^igentl^umlid^teit; bie befiimmte SBirtung^ xotift, bie 9rt be^ 3^f<^^^^^^^^9^ ^^ 3)inge mit anberen. 6^ ifi ein fold^er gufammenl^ang; aber bie S^efiimmtl^eit ifi noä) nii^t ertannt; bal^er ijl benn bte gufädigtett; äßiUfär bec äl^tttel t^ovl^anben.!S)ie tneifien Wttnfö^tn tlcl^en na^ einer @eite in bjefem SBerl[|äItnif^ SBötter tlel^en fo barin / baß biefe 9nt!d^t bte ©runbanjfd^t^ bte ä^ac^t übet: bie äBiinfci^e; ilj^ren Sujlanb, il^re gxiflenj iji.

SBenn man nac^ einem abflt:acten @runbfa^ l^anbelt/ iti ba^ ©ejlimmte frei flelajfen. ^ierl^cr gel^ört bie unenbUcfee SDlenge l^n gaubermi^tetn. SSiete SSolter gebraud^en gauber btiWitm, ma^ fle untetmel^men. ^ti einigen wirb im Segen M gunba::: ment^ eine^ ^aufe^ ein 3<^uber angetvenbet^ bamit e^ glücflid^ httool^nt mtU, leiner ©efal^r sugängUd^ fei; t>k $imme(^ge^ genb; bie 9li(]^tung tjl babei bebeutfam^ beim ®äen muß ein gauber ben glüiUd^en Erfolg ffd^ern^ äSerl^ättnif mit anberen äO'tenfdj^en; äUbt, ^af, grieben, Ärieg wirb burc^ SDlittel be^ tDirtt/ mh ba ber gufammenl^ang berfetben mit ber äOSirtung ttnbetannt x% fD tann bieß ober fene^ genommen toerben. ^tu flanb ifi in biefer &p\)'avt nid^t anzutreffen; ba^er tann nid^t totittx babon gefprod^en werben.