Logische Untersuchungen, Band I (Prolegomena zur reinen Logik)
- Language:
- German
- Status:
- Selection or partial work
- Authorship:
- Written by the author
- Condition of the text:
- Clean text
- Extent:
- ~110,000 words · 544 passages
Cite this work
- APAEdmund Husserl. (n.d.). Logische Untersuchungen, Band I (Prolegomena zur reinen Logik). SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/edmund-husserl/logische-untersuchungen-band-i-prolegomena-zur-reinen-logik
- MLAEdmund Husserl. "Logische Untersuchungen, Band I (Prolegomena zur reinen Logik)." SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/edmund-husserl/logische-untersuchungen-band-i-prolegomena-zur-reinen-logik.
- ChicagoEdmund Husserl. Logische Untersuchungen, Band I (Prolegomena zur reinen Logik). SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/edmund-husserl/logische-untersuchungen-band-i-prolegomena-zur-reinen-logik.
What it is about
The first volume of the 'Logical Investigations', of 1900: the refutation of psychologism, that is, of the idea that the laws of logic are laws of human thinking.
Context and history
This volume is polemical throughout and stands on its own. Husserl argues that if logical laws were generalisations about how people think, they would be empirical and probable, and the principle of non-contradiction would then be a statistical tendency: the conclusion is absurd, so the premise is false. The truth of 'two plus two is four' does not depend on anyone's thinking it. What is curious is that Husserl had held that position himself and abandoned it; there is the force of a convert here. The second volume, much longer, contains phenomenology proper. Frege had made a similar criticism earlier, and the argument about who influenced whom is still going on.
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Die logischen Untersuchungen, deren Veröffentlichung ich mit diesen Prolegomena beginne, sind aus unabweisbaren Problemen erwachsen, die den Fortgang meiner langjährigen Bemühungen um eine philosophische Klärung der reinen Mathematik immer wieder gehemmt und , schließlich unterbrochen haben. Neben den Fragen nach dem Ursprung der mathematischen Grundbegriffe und Grundeinsichten betrafen jene Bemühungen zumal auch die schwierigen Fragen der mathematischen Theorie und Methode. Was nach den Darstellungen der traditionellen oder wie immer reformirten Logik hätte leicht verständlich und durchsichtig erscheinen müssen, nämlich das rationale Wesen der deductiven Wissenschaft mit ihrer formalen Einheit und symbolischen Methodik, stellte sich mir beim Studium der wirklich gegebenen deductiven Wissenschaften dunkel und problematisch dar. Je tiefer ich analytisch eindrang, umsomehr kam es mir zum Bewußtsein, daß die Logik unserer Zeit an die actuelle Wissenschaft nicht hinanreiche, welche aufzuklären sie doch berufen ist. Besondere Schwierigkeiten bereitete mir die logische Durchforschung der formalen Arithmetik und Mannigfaltigkeitslehre, dieser über alle Besonderheiten der speciellen Zahlen- und Ausdehnungsformen hinausreichenden Disciplin und Methode. Sie nöthigte mich zu Erwägungen von sehr allgemeiner Art, welche sich über die engere mathematische Sphäre erhoben und einer allgemeinen Theorie der formalen deductiven Systeme zustrebten. vi Vorwort. Von den Problemreihen, die sich mir dabei aufdrängten, sei hier nur Eine bestimmter bezeichnet.