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Grundsätze der Philosophie der Zukunft

Ludwig Feuerbach

Language:
German
Status:
Complete work
Authorship:
Written by the author
Condition of the text:
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Extent:
~30,900 words · 147 passages
Cite this work
  • APALudwig Feuerbach. (n.d.). Grundsätze der Philosophie der Zukunft. Digital reproduction: SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/ludwig-feuerbach/grundsatze-der-philosophie-der-zukunft
  • MLALudwig Feuerbach. Grundsätze der Philosophie der Zukunft. Digital reproduction, SigPhi, https://sigphiai.com/en/works/ludwig-feuerbach/grundsatze-der-philosophie-der-zukunft.
  • ChicagoLudwig Feuerbach. Grundsätze der Philosophie der Zukunft. Digital reproduction, SigPhi. https://sigphiai.com/en/works/ludwig-feuerbach/grundsatze-der-philosophie-der-zukunft.

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What it is about

Principles of the Philosophy of the Future (1843), in GERMAN.

Context and history

Feuerbach argues that theology is anthropology: God is the human essence projected onto heaven. Marx and Engels both passed through it, and Marx's Theses on Feuerbach are the reply. Without this book what follows makes no sense.

Editorial context, not a citable source: unlike the passages of the work itself, these statements cannot be checked against the corpus.

How it begins
Das Gebiet der Naturwiſſenſchaften iſt ſeinem quantitativen Um⸗ fang nach für den einzelnen Menſchen ein völlig unüberſehbares, unermeßliches. Wer kann zugleich die Sterne am Himmel und die Muskeln und Nerven am Leibe der Raupe zählen? Lyonet verlor ſein Geſicht über der Anatomie der Weidenraupe. Wer kann zugleich die Unterſchiede der Höhen und Vertiefungen im Monde und zugleich die Unterſchiede der zahlloſen Ammoniten und Tere⸗ brateln beobachten? Aber was nicht der einzelne Menſch weiß und kann, das Hiſſen und können die Menſchen zuſammen. = n So hat das göttliche Wiſſen, das alles Einzelne zugleich weiß, ſeine Realität im Wiſſen der Gattung. Wie mit der göttlichen Allwiſſenheit, iſt es aber auch mit der göttlichen Allgegenwart, die ſich gleichfalls im Menſchen rea⸗ liſirt hat. Während der eine Menſch bemerkt, was auf dem Monde oder Uranus vorgeht, iſt ein andrer auf der Venus oder in den Eingeweiden der Raupe oder ſonſt an einem Orte, wohin wei⸗ land unter der Herrſchaft des allwiſſenden und allgegenwärtigen Gottes kein menſchliches Auge gedrungen iſt. Ja, während der Menſch dieſen Stern vom Standpunkte Europas aus beobachtet, beobachtet er zugleich denſelben Stern vom Standpunkte Amerika's aus. Was einem Menſchen allein abſolut unmöglich, iſt zweien möglich. Aber Gott iſt ja an allen, allen Orten zugleich, und weiß Alles, Alles ohne Unterſchied zugleich. Freilich; aber nur iſt zu bemerken, daß dieſe Allwiſſenheit und Allgegenwart blos in der x Vorſtellung, Einbildung exiſtiren, und alſo nicht zu überſehen der ſchon mehrmals erwähnte wichtige Unterſchied zwiſchen dem nur eingebildeten und dem wirklichen Ding. In der Einbildung

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