felbfl ha€ fßtommt ^at, Stnseln^eit )u fe^n^ Ht babur^ ah^ foluten SBertl^ etl^alt 9bet bie ^n^elnl^eit ^at nun aU biefe abfolute unb fomit fd^le(|tl^tn allgemeine (Sinselni^eit SGBtrtl^. S)a ifi ber Sinjelne nur butd^ Sufl^ebun^ feiner unmittelbaren (Sinselnl^eit^ burd^ meldte Sluf^ebung er bie abfolute ^injeln^eit in 1!(^ erzeugt; unb ba^er frei in fli^ felbfl.
S)tefe greil^eit ifi aU Sen^egung iu abfoluten' ©eifle^ in il^m burd^ Sufl^ebung bc« Statürlic^en^ enblid^en. S^er Sfttnfä^, bamit baf er jum Sen)uftfe^n ber Unenblid^teit feinet ®eifle^ gekommen i^, l^at bie l^öd^lle Sntjmeiung gegen bie Statur übtt})CLUpt unb gegen fiil^ gefe(t^ biefe ifl e^^ bie ba^ ©ebiet ber wal^rl^aften ^ti^tit l^ert)orbringt. S)ur4 bief äßifen be^ abfoluten ®ei$e^ ifi ber l^od^fie ®egenfa( gegen bie Snbltd^tett eingetreten^ unb^ biefe gnt^weiung ift ber 2:rager ber SSerföl^nung. ^ier l^eift ti niä)t mel^r^ baf ber SDtenfd^ t)0n ^aufe au^^ b. 1^. feiner Unmittelbarkeit nad^^ gut unb mit bem abfoluten Seitl t^erfol^nt ifl^ fonbem baf im ©egentl^eil gerabe barum^ weil fein Segrif bie abfolut freie (Sin^eit ifl^ jene feine naturlid^e Sjciflen) f!(^ unmittelbar al^ entgegengefe^t beiDeifet unb fomit aU Sufjul^ebenbe^. 3)ie 9tatfirli(^{eit/ ba^ unmittelbare $er) ifl hai, bem entfagt werben muf^ weil bief äKoment ben ®ei4 nid^t frei laft^ unb er aU natfirlid^er ®et1l nl(^t burd^ fid^ gefegt ifl. 311 bie »atürlid^leit erl^alten, fo ijt ber ©eifi nid^t frei; toai er iji, ifl er bann nid^t burd^ ftd^, für ild&, fonbem er flnbet f[d^ fo; in jener l^o^eren (Splitt bagegen ill alle^^ wa^ ber SOteufd^ fe^n foll^ in ba^ @ebiet ber greil^eit gelegt, -^ier gel^t benn ber (Sultu^ wefentUd^ in ba^ ®ebiet be^ ^nnern übtx, l^ier foll ba^ ^erj bred^eU/ b. 1^.
teit xmi UtimhUä^ttit, in blefem allgemeinen ©egenfate ia^ dnhUä^t xiUtl^anpt aU (öfe.!S)ie 2:tennung; bie urff^räng^ lid^ im a}?enf^en liege ^ foU aufgeljioben werben. Unb aUtü bing^ ifi ber natütU^e SBiUe nid^t bet äBitte^ toit n fe^^n foK, benn er foU frei fe^n unb^ ber aEBitte ber Segierbe ifi nid^t frei« Der ©eifi ifi t)on Statur nid^t toit er fe^n icU, erfi burd^ bie greil^eit ifi er bief: bief iDirb l^ier fo t)0rgefieat^ baf ber SBBtUe \>on Statur bofe ifi. 9lber @(^ulb l^at ber a^enfd^ nur^ inbem er bei feiner Slatürlid^teit ficl^en bleibt Sütd^t, eutlid^teit ifi nid^t ber naturlid^e mUt, benn in biefem ifi ber. aJlenfd^ felbfifud^tig ^ toiU nur feine Sinjelnl^eit aU fold^e. &ttrd^ ben dnltni nun fott hai Söfe aufgel^oben n^erben.!Z)er Slenfd^ foU nid^t unfd^ulbig fe^n in bem @inne; baf er totbtx gut npd^ b6fe fe^; fold^e natfirlic^e Unfd^ulb tommt nid^t au^ ber greil^eit bed SO^enfd^en: fonbem ber SKenfd^ wirb er}ogen }ur ^tifytit, bie nur bann wefentlid^ ift^ wenn fie ben wefent« Ud^en SBitten wiU unb bief ifi aud^ ba6 mtt, Siechte, @ittlid^e. grei fott ber 99flenfd^ werben^ b. 1^. ein red^ter unb fftt« Ud^er a^lenfd^ unb )war burd^ ben 9ßeg ber Sriiel^ung. iSiefe Sr}ieli^ung ifi in jener SJorfiettung aU bie Ueberwinbung be^ 930fen au^gebritd^t unb ifi bamit auf ben 93 oben be^ 93 e^?
wuftfe^n^ g^f((t/ wabrenb bie Sriiel^ung auf bewuftlofe Sßeife gefd^iel^t. — j^n biefer gorm be^ Sultud ifi ba^ 9uf^ lieben betf (Segenfafef t»on gut unb bofe t)orl^anben; ber natura lid^e äJtenfd^ wirb aH bofe bargefiettt^ ba^ Söfe ifi aber bie ®eite ber 2:rennung unb Sntfrembung unb biefe (Sntfrembung ift )u negiren«!Sabei i$ bie 93orau^fe(ung/ baf bie SSerTöb^* nung an fid^ Dottbrad^t fe^; im €ultu^ bringt ber Wttni^ ffd^ biefe SSergewtferung "fytt^ot unb ergreift er bie an fld^ tooQ^ brod^te SSerfobnung. SSoUbrad^t aber ifi ffe in unb burc^ @ott unb biefe göttlid^e Stealität fott ber äJtenfd^ f[d^ }u eigen mad^en. i&iefe Sineignung ber SSerfobnung gefd^iebt aber t)ermitte(fi ber Slegation ber (Sntfrembung^ alfo burd^ (Sntfagung unb IDer euftuj. 239 r^ fragt flä) nun: toai ifl e^ nSl^cT; btm bet Stenfd^ entfagen foU? äJlan frtt feinem tefonberen SBtBen, feinen ©egierben iinb Naturtrieben entfagen. Üi tann bief fo Derflanben »er^ ben, al^ foUten bie 9laturtrtebe ausgerottet werben^ ntd^l blof flereiniflt, aU foBte bie gebenbigfeit be:^ SBiUen« getöbtet »er* ben. S)ief ifl ganj unrid^tig: tai SBal^re i^, baf nur bec unreine@eMlt geläutert, b. 1^. i^r ® e^alt bem ttttlid^en SBiUen angemefen gemad^t n)erben ^Q; bagegen loirb fälfd^Iid^ geforbert/ wenn btc €ntfagung auf abfiracte ä!$eife gefaft iDirb^ baf ber:£rieb ber £ebenbigteit in fl^ foUe aufgelfoben n>erben. ^n bem^ n)as Itm STlenfd^en eigen ifl, gel^ort aud^ ber 93ef{(/ fein (Sigentl^um: ed ifi mit feinem SßiKen fein; fo tonnte nun mi^ geforbert n^erben^ baf ber a7tenf(| feinen 93ef{( aufgäbe; bie Sfieloffgfeit ifl eine al^nlic^ye ^^orberung.!Sem Sltenfc^en gel^ört aud^ ^ei^eit, (Sewiffen: man tann in bemfelben ®inne au(|!»er(angen, baf ber äKenfd^ feine O^eiJ^eit, feinen SOßiUen auf:» gebe^ fo baf er }u einem bum^^fen, toillenlofen ®ti6^opf ^txay ^ntt!Sief i$ baS S.rtrem jener fforberung. — ^iei^er gel^i$rt »eiter aud^, baf id^ meine ^anblungen ungefd^el^en mad^e unb bie Stegungen beS bofen S^i^un^ unterbriidte: bie @ntfagung l^eif t bann, baf id^ geioife ^anblungen, bie id^ i^oflbrad^t l^abf, nid^t aU Vit meinigen betrad^ten tooKe/ baf id^ f!e aU unge* fdi)el^en anfelfen, b. Ij^. bereuen loolle: in ber geit i$ )n>ar bie ^anblung t^oräbergegangen, fo baf f!e burd^ bie ^tit!»emid^tet ifl, aber nad^ i|frem inneren ©el^alt, infofem fU metnemSßiUe» angel^ort, ifl ffe im Innern nod^ aufben^al^rt, unb bas äSemid^* Un berfetben l^eift bann, bie ®ef!nnung, in ber fe ibeeU ejri* flirt, aufgeben. - SBenn bie Strafe bie SSemid^tung bes 33öfen in ber äBirtlid^teit ifl, ifl biefe aSemidj^tung im ^nnem bt: Suf e unb Sleue, unb ber (Seifl tann biefe (Sntfagung letflen, ba er bie Snergie Ij^at, fld^ an f!d^ )u t)eranbem unb bie SO^ajrimeti unb Intentionen feinei^ äßiUenS in flöf ju t^emid^ten. SBenn ber Slenfd^ in biefer SBeife feiner @elbflfud^t unb ber €nt* jtt>ctung' mit bcm ©uten cntfagt, bann ifi er ber fBerföl^itung tJ^eill^afttg gemotbcn unb hnxö^ bie SSermittlung in ffd^ ittm ^rieben gctangt. ®o gefc^iel^t e^ nun^ bafi l^iet: im Subject bet ®rifi erfd^eint/ toit tt iDal^r^aft an unb für ftd^ unb feinem ^nl^alt gemäf ifl unb baf biefer ^nl^alt (ein jenfeitiger mel^r ifl, fonbern bie freie @ubiettit>itat barin il^r SBefen jum ©t^ genfianbe l^at.!Ser Sultu^ ifl fo enblid^ bie ©egenwärtig«: teit be^ ^nljalt^/ ber ben abfoluten @eifl au^mad^t^ moburd^ benn bie ®efd)id^te be^ ^nl^alt^ Sottet n^efentlic^ aud^ ®e^ fd^id^te ber äKenfd^l^eit ijl/ bie 93en>egung @ctM in ben aO^enfd^en unb be^ SDlenfd^en )u ®ott.!S)er SJlenfd^ n>etf f!d^ n)efentlid^ in biefer @efd^id^te entl^alten^ in fTe berfiod^ten^ inbem er f[d^ aU anfd^auenb in ffe Derfentt^ ifl fein SSerfenttfe^n in biefelbe ba^ SJlitburd^Iaufen biefer ^nl^altd unb ^rocefe^ unb giebt er f[d^ bie ®ett)ifl^eit unb ben ®enuf ber barin entl^aU tenen IBerfö^nung.
iDiefe ^Bearbeitung ber SubfectiDitat^ biefe Steinigung be^ ^erjen^ t)on fetner unmittelbaren Slaturlid^teit^ xomn f[e burd^ unb burd^ au^gefnl^rt xoitb unb einen Meibenben guflanb fd^aft^ ber il^rem atigemeinen 3n)ed(e tnt^pxiä^t, t^oUenbet fd^ al^ ®itttid^teit unb auf biefem SSSege ge^t bieSteligton l^inübcr in bie (Sit te^ ben ^taa-t.
III.
^a^ I^erBältnifi btt Religion snm ^taat.
1. ©er ®taat ifl bie »al^r^afte gßeife ber SBirtlid^leit; in i^m tommt ber n^al^n^afte^ flttlid^e SßiOe jur Sßirtlid^teit nnbL lebt ber ©eifl in feiner gßal^rl^aftigleit ©ie Religion ifl ba^ göttlid^e äBiffen, ba^ äßifen. be^ äTlenfd^en bon ®ott unb; SBiffen feiner in ®ott.!I^ief ifl bie gottUd^e SBei^^eit unb ba^ [$elb ber abfoluten Sßal^rl^eit. 9tun giebt ti eine ixotitt ©er euftu«. 241 SEBei^l^eit^ bie SBrti^l^eit bet äßelt ttnb um beten SSerpltnif sn fenet göttUd^en Sßei^l^eit fragt e^ fl^.
^tn aillgemetnen tfi bie Steligion unb bie ®runb(age be^ Staaten iSin^ unb bajfelbe; fle fTnb an unb für fid^ iben^^ tifci^* Sm ^»atriard^alifc^en SSerl^ältnif/ in bet jübifc^en Z^to^ tratie ifi 'beibe^ nod^ nid^t unterfd^ieben unb [nod^ äufertidl ibentifd^. & ifl aber beibe^^ aud^ Derfd^ieben itnb fo n)irb e;^ im xotittttn äSerlanf fheng t>on einanber getrennt; bann aber toitUx »»al^rlj^aft ibentifd^ flefe^t.!Ste an unb für j^dj^ fe^enbe (Sinlj^eit erl^ettet fd^on au^ bem ©efagten; bie 9leUgiim ifl SBifen ber J^öd^fien Sßal^r^eit unb biefe äßai^rl^eit na^tt befiimmt ifi ber freie @ ei H; in ber Stetigion ifi ber Witnf^ frei Dor ®0tt; inbem er feinen SOßiUen bem göttlid^en gemaf mad^t/ fo ifi er bem ij^od^flen SßiUen nid^t entgegen^ fonbern er ^at fld^ felbfi barin; er ifi frei^ inbem* er im Sultu^ ba^ ttsf reid^t l^at^ bie (Sntsn>eiung anfjul^eben.!Ser @taat ifi nur bie greil^eit in ber Sßelt, in ber äßirtUdi^teit S^ tommt f^ier xotftniliöf auf ben'Segrif ber ^ei|feit an^ ben ein fBott in feinem @elbflben)uftfe^n tragt/ benn im @taat n>irb ber greil^tit^begrif realiffrt unb gu biefer StealifTrung gel^ort tot* fentUd^ ba^ Setouftfe^n ber an fid^ fe^enben greil^eit Sßöltet/ bie nid^t wifen> bag ber S)lenfd^ an unb für flä) frei fe^^ biefe leben in ber 9Serbum)>fung fon)ol^l in 3(nfe^ung i^rer SSerfaffung/ aU x^xtt Steligion. — Sd ifi Sin 93egrif ber ^ei^eit in Sleligion unb Staat. ®iefer Sine »egriff ifi ba^ ^öd^fie, xoa^ ter SDlenfd^ l^at^ unb er n)irb t>on bem äJtenfd^en realifitt.
iSiefen gufammen^ang )n>ifd^en @taat unb Steligion |tt betrad^teU/ bief gel^ört in feiner audgebilbeten S(u^ful^rlid()teit eigentUd!) ber ^bilofo))iS»ie ber Sßeltgefd^id^te an. ^ier ifi er nur in ber befiimmten gorm in Uixad^ttn, toit er ber SBor« fiellung erf^eint^ in biefer ffd^ in äBiberf))räd^e t^ertDidtelt unb Wie e^ enbli(j|^ ju beut ®cgenfa(e beiber tomtnt^ ber ba^ 31^^ terefe ber tnobemen geit bilbet. SBit betrad^ten ba^et feneti gitfamtnenl^ang sunSd^fl.
2. toxt et. t> Dt gefiel tt tDicb.!&tc ä^tetifd^en |»aben übet il^tt ein SSemtftfe^n^ aber nid^t n>ie et bet abfolutegufam« menlj^attg ifi/ unb in ber g)i)ilof0])^ie geteuft tDitb^ fonbetn ffe n)ifen ü^n fibetlj^an]»t unb fleOen il^n fd^ t)ot.!£)ie Siotp fhllung be^ gufcumnenliang^ f)>ti(l^t ^(fy nun fo au^^ baf bie ®efetc^ bte jDbtigteit; bie @taat^t>etfafttng t)on @ Ott IIa m^ men: baburd^ j^nb biefe autotifEtt unb )n)at buril^ hit f^iäiflt «Utotität; bie bet SSorfleaung gegeben ift. 2>ie ^efe^e flnb bie Snttoictlttng be^ (^eü^eit^begrife^^ unb btefet^ fo flö) tu fiectitenb auf ba^ ^ait^ti, t^at ju feinet (Stunblage unb Waf^tp ^tit ben gtei^eit^begtif^ tolt et in bet Steligion gefaf t i% & t^ bomit bief au<gef|)rod^en; baf biefe @efe(e bet Sittli^teit^ bed 9U^i^ eklige unb unn)anbelbate Stegein füt bad aSetl^atten bc4 Söllenfd^en^ baf ^t nid^t tt)iatätli(| fEnb^ fonbetn bejleij^n; fo lange aU bie 3teligion fetbfi.!&ie flSotfieaung biefe^ gu^ famntenl^angd finben wit bei allen SSolf^tn. & tann biff oitd^ in bet ffotm au^gef))tc^en metben^ baf man ®ott ge^^ l^td^t; inbem man ben ®efe|en unb bet £)btigteit folgte ben gXad^ten^ loeld^e ben ®taat sufammenl^alten.!3)iefet @a( ifl einet @eit^ rid^tig^ ifl abet mö^ bet (gefallt au^gefe^t^ baf et gan) abwart genommen n)etben tann^ inbem nid^t befltmmt tiritb^ toit bie ©efefe tx}fi\tixt f!nb unb weld^e ®efe^e füt bie 0tttnbi»etfaffttng )toedhnäfig ftnb; fo fotmett au^gebtüd^t l^eift jenet ®a(: man foU ben (Sefe^en gel^onl^en/ fie mögen fe^n mie fie wollen,.^ai Slegieten unb ®efe(egeben ifl auf iiefe SSeife bet äßilltuf bet megiettmg ubetlaffen. S)iefe^ Set^Sltnif ifl in ])toteflantifd^en ®taaten i^otgetommen, unb aud^ nut in fold^en tann ti^ Statt l^aben^ benn ba ifl jene Sinl^eit bet 9teligion unb be^ @taatei0 t)otl^anben. iSie Oefe(e be^ Staaten gelten al^ betnünftige unb aU ein ®ott^ ' Der ^ultui.. 243 ttd^e^ kDCgen biefer Doraud gefegten urft)rünftJi(l^cn SH^au mottte uttb bte ^leligion l^at nid^t tl^re eigenen ^rittcif^ien^ bte benen n)iberf))redben^ totlöft im @taate gelten, ^nbem aitt beim ^ormeUen flel^en geblieben n>irb; fo ifi bamit ber SSillt&t^ bet 2:9rannei unb ber Unterbrüdung ofener @t)ielraum gegeben« 3n Snglanb ifi bief befonber^ jum SSorfd^ein getommen (untet ben legten Königen aui htm $aufe (Stuart)^ inbent eine paU fit)e Obebiens geforbert n)urbeunb bet®a^ galt; berStegent fe^ nur ©Ott über feine ^anblungen 9leci^enfd^aft fd^ulbig. S)abei ifi bie SSorau^fe^ung^ baf nur ber 9tegent anöi beftimmt U)fffe; toad bem Staate toefentlid^ unb notl^enbig fet^; berni in tljim; in feinem äBiOen liegt bie naivere Sefiimmung; bof er eine unmittelbare jDffenbarung ©otteid fei^. l^urd^ loeitere (S^onfequenj ifl aber bief ^rinci)) baljiin au^gebilbet^ bof t6 in^ @egentl^etl umgefd^lagen ifl; benn ber Unterfd^ieb bet ^riefler unb £aien ifl bei ben ^rote^anten nid^t imrlj^anbm unb bie ^riefler flnb nid^t t)rit)ilegirt; bie göttlid^e Of enbarung )tt befl^eu; nod^ toeniget giebt e^ tin iol^U ^rioilegium/ hai einem Säten, au^fd^lieflid^ iutomme. (Segen ba4 ^xintip ber gottlid^en Slutorifation bed 9tegenten ifl bo^er ba^ ^ind|^ berfelben Slutorifation gefegt; bie anö) bem Saien übtt^anfft jufomme. ®o ifl in Snglanb eine ))roteflantif(l^e Secte aufi» geflanbeu/ ml^t htf^auputt, il^r fe^ burd^ jDfenborung einge^ geben; toit regiert n)erben muffe; nad^ fold^et Eingebung bt$ ^erm l^aben ffe eine @m))orung aufgeregt unb il^ren Aönig mt^mput -- SEßenn alfo xoo^ im 9lllge»einen f^fifU^t^ baf bie ®efe(e burd^ ben gottlid^en SBillen Uni, fo ifi u eine eben fo koidfttige Seite ^ biefen göttlid^en SBtQen )u ertennen^ unb bief ifi nidj^ ^articulare^^ fonbem tommt SUlen ju.
SBotf tutn ha6 SBemfinftige fe^; bief )u etKenneti ifl bte Sad^e ber Silbung bed (Bebauten^ unb befonber^ bie ®a#e bet ^l^ilofo)»l^ie; bte man in biefem Sinne tool^t fißeltioei^i^eit nennen tarnt, di ifl gon) gleid^gultig^ in mldftt äufetlidjien (Stfd^rinung bte ival^ren ®efe|e fld^ gtUrtib gemad^t l^aben^ (ob fle ben Stegrntrn abgetto^t t^nb ober ni^t,) bte gottbUbung bed Segrip bet [^ril^eit; be^ 3{t6)t^, brr Humanität bei ben äÄenfd^en ift ffit ffd^ not|>»eiibig. — ©ei jener SGBal^rl^eit/ baf bie ®efe|e der göttUd^e äBiUe ffnb^ tommt ed atfo befonberd barauf an^ baf beflimmt n)trb^ totlöit^ biefe ®efe(e finb: $nnct))ten at^ fold^e finb nur abjltacte ©ebanten^ bte il^re Sßal^rlSieit erfl in ber (Snnoidelung l^aben^ in ibtet Slbfiraction fejlgel^atten t^nb ffe ba^ ganj Unital^re.
JDie etfie Sitttid^teit in bet fubfiantiellen Sßittlid^eitifi bie Sbe.!S)ie giebe, bie ®ott x^, ifi in bet äßittlid^teit bie X)er diuUui. 245 el^eti^e Siebe. 911^ Me erfte (Stfd^etnuns be^ fubttantieUen äßtUen^ in ber bafe^enben SBirftid^feit W biefe Siebe eine natürlid^e etitt, fie ifi aber an{^ eine flttlid^e ^flic^t. ©lefet ^flid^t n)ttb bie Sntfagung, bte ^J^elofigteit; aU tttoa^ ^eilige^ gegenübergetieUt.
S^ritten^. Die pd^fie eitttid^teit im @taate berul^t barauf^ baf ber t^ernänftige allgemeine äBille betl^ätigt werbe; im ©taate l^at ba^ Subfect feine ^l^reil^eit^ biefe ijl barin t)em)irnid^t. S^agegen wirb eine religiöfe ^flid^t aufgejlellt/ nad^ weld^er nid^t bte greil^eit ber (Snbswed( für ben äKenfd^en fe^n barf, fonbern er foll ffd^ einer jirengen £> bebten; untere toetfett/ in bet äBiUenloflgfett brl^atren; ja nod^ mel^r; et foU feibfilo^ fe^n aud^ in feinem ®en>ttfen^ in feinem ©tauben ^ in ber tleffien Sttnerlid^teit fott er aSetjid^t auf fic^ tl^un unb fein ©Hbfi wegwerfen.
SBenn bie Steligion fn biefet SBeife auf bie ^l^ätigfeit be^ ältenfc^en 93ef(i^las legt; fo (ann fle il^m eigentümliche 9Sot^ f4)tiften mad^en^ t>it bet 9Semfinftig(eit ber SOBelt entgegengefe|t finb. S^agegen ijl bie Sßeltn>eidl^eit aufgetreten^ weld^e ba^ fEBal^rl^afte in t)er äBirtU^^feit ertennt, im 93en>ugtfe^n be^ ®eifle6 ffttb bie ^rincit>ien feiner greil^eit erwad^t unb t>a fnb bie Snf^rud^e ber ^iljieit mit ben religiofen ^rinci))ien/ bie fene (Sntfagung forberteu; in £am|)f geratl^en. ^n ben tatl^O:^ ttft^en Staaten Uelzen Stetigion unb ®taat fo einanber gegen:« ihtt, wenn bie fubjectibe greil^eit flc^ in bem äJlenfd^en auftl^ut.
Sn biefem @egenfat f))rid^t ^6) bie ll^etigi;>n nur auf eine ttegatit)e SBiife au^ unb forbert t)on bem äJlenf^^en; ia^ er aller greil^eit entfage; biefer ®egenfa( ifi naiver biefer^ baf ber Virnfif in feinem wirttid^en Sewuftfe^n äberl^au))t an f!c^ ted^tlo^ fe^ unb bie Stetigion in bem ®ebiet ber wirttid^en ®ittlid^teit feine abfotuten Sted^te anertennt S)a^ ijl ber un^ itl^tnxt Unterfd^ieb, ber bamit in bie mobeme SBett eingetreten i^/ baf nbtx^anpt gefragt wirb, ob bie ^rei^eit ber SOtenfd^en aü etwad an unb für fld^ SEßal^rl^afte^ anertannt werben foU^ ober ob f(e t>on ber Stetigion verworfen werben barf.
€^ ifl fd^on gefagt worben^ baß bie Uebereinjlimmung ber Stetigion unb btü (Staate^ borlj^anben fe^n tann; bit^ ifi im Slltgemeinen bem ^rinci)) nad^; aber in abfiracter SBeife ber §ail in btn ))roteflantifd^en Staaten; benn ber ^rotefianti^mui^ forbert; baf ber äJlenfd^ nur glaube ^ wa^ er xoi^t, baf fein @ewitfen ald ein ^eitige^ unantafibar fe^n foUe; in ber gött:« Ud^en ®nabe ifi ber äXenfc^ nid^td ^aff!t>e^; er ijl mit feiner fttbfectiven gretl^eit wefentlid^ babei unb in feinem äBifeU; äBolIeU; ®lauben ifi bo^ SJ^oment ber fubiectit^en greil^it au^^« tifitcHid^ gefmrbcrt. ^n ben ataatrn onbmt Steltgtoa tarn H basrgm fe^ii, ba$ brtbe @rttni ntc^t ubennifKminni, baj hu StetigUm l»9ii brm ^rlnci)) it^ QtaaM mitrrfc^iebm ifl; Mcff feigen mir in einem »ett an^gebreiteUn ftreife^ einer ®eitt eine 9teli0ion^ bie ba^ ißtmtip ber greil^eit ntd^t anertennt, anbrer ®eit4 eine StoaUDerfoffung; hit boffelbe jnr @ntnb(age moi^t SBBemi ni<m fagt^ ber SRenfc^ tfi feiner 9tatur na4 frei, fo ift ba^ ein ^xincip Don nnenbttc^em SBertbr; bleibt man aber bei biefer Sbfiraetion, fo laft ffe (einen Crgani^mn« ber dtoott« t^erfaffnng auftommen, benn biefer fmrbert eine Ottebemng, »orin bie ^fltcl^ten unb Redete befd^ranft »erben; jene Wm ^Iraetion (Sf t (eine Ungleid^^eit jU; welche eintreten mnf, menn ein /Drgant^mtti nnb bamit wal^r|^afte £ebenbigtett Statt fKiben folt.
2)ergtei(l(ien @runbfafe ffnb »aj^r, bnrfen aber ntd^t in iirrcr Kbfhroctton genimimen merben; ba^SBifen/ baf berSRenfcl^ ber StatttT/ b. I^. bem Segrif nad^ frei ifi, gel^ört ber nenem 3eit mi mag nun aber bei ber Sbfiraetton fiel^en geblieben metben ober niil^t, fo tann e^ fet^n, baf btefen (SninbfSf en bie fteligion gegenäberfiel^t, ive^e biefetben nid^t anerfennt, foni» bem fU aU red^tlo^ betrad^tet unb nur bie SBitttür für xtäfU mSfig. a€ tritt alfo notl^koenbtg ein &f ein, brr ffd^ nid^t 'onf loal^rl^afte SBeife au^gleid^en laf t.!Z)ie Sieligion forbert bod Kttfl^eben beo SBiUen^, ba^ toeltUd^e ^rincif» legt i(in ba« gegen jn 0runbe; toenn jene religiöfen ^nnci))ien H<t) geltenb m^tU; fo tonn ti nid^t anbete gefd^el^en, aU baf bie Stegie^ nmgen mit (Semalt oerfaf^ren unb bie entgegenjlel^enbe Steltgion iierbrSngen ober bie^ toetd^e betfetben angel^oren, aU ^artli^ei hOfonhtUi. IDte Sletigion aU Äitä^t tarn ba wo^l ttug fei^n nnb Sttferlid^ nad^giebig, aber e^ tritt bann ^nconfequenj in ben ®ei1iem ein. S)ie Sßelt l^ält fefi an einer befiimmten SUIigion unb l^ängt jugleid^ an entgegengefe^ten ^rinct))ien: infofem man biefe au^ful^ unb bod^ nod^ ju teuer Stetigton 148 Urtier X^eiC. Sednff ber üt^lmm gel^ören toiU; fo ijl hai eine grofe ^^nconfequen). @o l^aben bte ^tansofen ). %v ^i^ ^<^^ ^rmci|) ber n>eltU^en ^etl^eit fefH^alten^ in ber äli^at aufgel^ört^ ber tatl^oUfd^en Sletigion an^ iUit^oxtn, benn biefe tann nid^t^ aufgeben^ fonbem t^e fotbett (onfeqiient in %Utm nnbebingte UntettDerfung unter bie ^ird^e. Religion unb @taat flel^en auf biefe äQeife im SBibetf|)rud^: bie Ü^eligion läft man bann auf ber Seite liegen^ ffe foU f!d^ flnben/ xoit ffe mag; fe gilt nur at^ Qaö^t ber ^bit)ibuen/ um mld^t ber @taat fl^ ni^t ju befümmern l^abe^ unb bann mirb weiter gefagt; bie 9teligion fe^ nid^t einjumifd^en in bie @taat^t)erfafung. %qA @e(en fener ©runbfä^e ber greil^eit giebt t)Qr/ baf fle waljirl^afte fe^en^ n>eil ^t mit bem innerfien @elbj}ben>uftfei^n be^ fDlenfd^en }ufammenl^angen. SSSenn ei^ aber \n ber ^Si^at bie SSernunft \^, \>\t biefe ^rinci))ien f(nbet^ fo l^at ffe bie 93en>al^rl^eitung berfetben^ fofem fe n)al^rl^aft flnb unb nid^t formeU bleiben^ nur barin / baf ffe biefelben )tträd(fu|irt auf bie @rtenntnif ber abfoluten SBal^rl^eit/ unb biefe ifl nur ber ®egenjlanb ber $l^ilofD))l^ie; biefe muf aber t^oUjlänbig unb bi^ auf W \t\\t Slnal^fe jurüdf gegangen fe^n; benn-n^enn bie @rtenntnif ffd^ nid^t in ffd^ DoUenbet^ fo ijl fe ber (£infeitigteit be^ gormalidmud au^gefe^t^ ge|it ffe aber bi^ auf ben legten @runb; fo tommt ffe )u beut/ toa^ al^ ^öd^^^ fiei^; (xU ®ott anertannt ifl. @^ täft ffdji alfo n)ol^l fagen^ bie @taat^t)erfafttng foUe auf ber einen @eite'flef^en bleiben^ bie Steligion auf ber anbeni; aber ba ifl biefe ®efal^r t>or^ l^anbeU/ baf fene ®runbfa(e mit (Siafeitigteit belj^aftet bleiben. 9Bif f^l^en fo gegenn>ärtig bie SBett t>oU bom ^rinci)) ber greil^eit^ unb baffetbe befonber^ auf bie ©taat^berfaffung ht^ sogen: biefe $rinci))ien ^n^ rid^tig^ aber mit bem gormaU^^^ mu^ bebaftet ffnb f[e aSorurtJ^eiU; inbem bie (Srtenntnif nid^t bi^ auf ben legten ®runb gegangen ifl; \>Qi attein ifl bie äSer::: föl^nung mit bem fd^led^tl^in (SubflantieUen t>orl^anben. —!Sa^ Rubere nuu/ x^oA bei jener ä^rennung in Setrad^t