SigPhi · Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Vorlesungen über die Philosophie der Religion

German

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Dief i^ bie SBortlellung^ bie man t)on ber ))rim iti))en Sttligion giebt^ bie bie unmittelbare unb bie gefd^id^tlid^ erfie fe^. (S^ tann fe^U/ baf man bieft SJorfiellung burd^ eine @eite ber d^rifilid^en Steligion su bejiätigen fud^t. ^n ber!Bibel wirb wn einem ^arabiefe txia^lt, Diele SSölfer f^aben fo ein ^ara« bie^ im Städten liegen ^ weld^e^ f!e bef lagen aU ein Detlorene^ unb n)a^ t^e al^ ba^ giel Dorfielten/ nad^ bem ber 97lenfd^ ^d^ fel^e unb ju bem er gelangen n^irb. @o ein ^arabie^ ifi benn fotpobl ciU SBergangene^ al^ aud^ al^ gutünftige^ nad^ ber Stufe ber Silbung fener SSölter mit ffttlid^em ober unffttlid^em Sn^alt erfüUt.

brnfd^aft brr »ebürfiUfff. ®iefc Sin^eit, biefe^ ^xifitlH^ fe^n ber äBiberft^rüd^c cnt^U aaetbtn^^ iat fBaf^x^aftt unb tj} satt} äberdntilmmcnb mit bem fBcgtif. Hber ein Kttberei ifl bie nal^cte ^eftimmuttg^ baf biefe (Sin^eit a(^ guftanb in ber ^tit ))Otgef}eat tt)ttb/ a(^ ein folij^er^ bet nid^t l^attc ^txloxtn gelten fotten unb ber nut iufälUg Detloren gegangrii ifl. 3>a^ ifi flSenred^felung be^ Srfien aU be^ Segtiff^ ta(b bft 9lealitat be^ 93eu)nftfe^n^; tt>ie biefe bem 93egrtff gemäf i^.

SBit ntüfen alfo biefet äSorfieUuns x^t Sitä^t n)iberfal^reit lafen^ e^ ifl bann entl^alten bie notl^n)enbi9e ^bee be^ göttlid^en ®elbt}ben)uftfe^n^/ be^ ungetrfibten SSemufU U^n^ ^on bem abfoluten göttlid^en äBefen Sßa^ biefe (Stunb^ befiimntung bettift^ fo ijl t^e barin aU rid^tig nidi^t nur itt)u« geben/ fonbrm a\\^ aX^ n>a^ri^afte äJorfleOung ju (Srunbe su legen. 2)iefe ifl, baß ber fBttnf^fy tun Slaturnrefen al^ fol^^c^^ fein Sb«t ift/ fonbem ©eifl. ^nfofern er @eifl ift, ^at er biefe 9lIIgemetnl|^eit ttberbau|)t in fEd^ / bie Sdlgemeinlj^eit ber SBemitnftigteit/ n>eld^e 2:(iätigteit be^ eonereten S^enten^ ift, unb er Ijiat bm ^nflinct^ bad Sittgemeine ju wifen^ baß bie Statur Dernünftig tfi^ ni(|t beu)ufte äSemunft^ fonbem baß bie Statur aSemunft in if)x ^at @o n>eif ber ®etfl aud^^ baß @ott t^ernünftig, bie obfo^ lute 95ernunft/ bie abfotute Sßermtnfttbätigteit ijt. ®o l^at er infiinctmäßig biefen ©tauben^ baß er (Sott ebenfo n^ie bie 9ta^ tur erfennen^ in @ott fein SSSefen flnben mäjfe^ n>enn er ffd^ t)emünftig forfd^enb.ju il^m tjeri^alte.

e^ ift biefe Sinigteit be^ ä^enfd^en mit @ott^ mit ber Statur im aUgemeinen @inne al^ Snfid^ aQerbing^ iit fub:» tiantieUe, xotftnülä^t 93e{iimmung. S)er STtenfd^ ifl SJernunft/ ijt @eitt; burd^ biefe Anlage ifl er an fEd^ bad äßabrl^afte: bad ifl aber ber 93egrif/ ba^ Slnfld^^ unb inbem bie 9)tenfd^en jur aSorfleUung tommen t)on bem^ voai Scgi^tf/ %nf!d^ ifl^ fommen ffe gemöl^nlid^ barauf^ ba^ aU etwa^ äSergangened ober gu^ 3>er äDtenfd^ ifl wefentlid^ ate ®eifi; aber ber ®eifi ifi nidi^t auf unmittelbare Sßeife/ fonbem er ifi n>efentlid^ bief/ für ffd^ )u fe^U/ frei )u fe^U/ ba^ 9latfirlid^e f!d^ gegenüber ju, ftetteu/ au^ feinem SSerfenttfe^n xxi, bie Statur f!d^ ^erau£fsu)iel^en/ fid^ SU entsn^eien mit ber Statur unb erfi burd^ unb auf biefe Sntin^eiung f!d^ mit il^r ju ))erröl^nen/ unb ntd^t nur mit ber Statur/ f onbern aud^ mit feinem äßefm/ mit fetner Sßal^rl^eit.

Sßenn man jmm ßufianb ben gufianb ber Unfd^ulb nennt/ tann e^ ))ern)erflid^ fd^einm/ gu fagm/ ber STtmfc^ miife OiXi^ bem gufianb ber Unfdj^ulb ]^erau^gel|^en unb fd^ulbig n>erbm.

S)et gufianb ber ttnfd^ulb i^, wo fut bm 9}lettfi$en nid^t^ ®tttcd unb md^t^!Böfe^ tfi: e^ if} bergutlattb be^ 2:i^iet^^ ber Sftpuf tloflgteit^ n)o bet SOtenfid^ nt^t t>om ®tttett unb att(^ nid^t toom Söfeti iDctg^ 100 ba^^ ioa6 er tottt, ni<l^t bejlimtnt tfl aU ba^ eine ober anbete:. benn totnn er nid^t oom SSofen nxif, n)ei0 er anti^ niä^t oom @uten.

^tx gufionb be^ SDtenfdi^en ifl ber guflanb ber gured^nung^ ber gured^nung^fS^igteit; @di^ttlb l^eift im ttOgemeinen gu«: red^nung. Unter @d^ttlb oerflel^t man f^tm^nU^, baß ber 9)lenfd^ 93öfe^ getl^an^ man nimmt e^ t^on ber bofen &€lu. @4inlb aber im attgemeinen Sinne i% baf bem SDTenfd^ea )Uts gered^net mxUn tatin, baf ba^ fein SBifen^ SEBoUen ift.

3n SBa^rl^eit ifl jene erfie natärlid^e (Sinisteit aU Sjrifiens nid^t ein g^fianb ber Itnfd^nlb^ fonbern ber 9io\)\)tit, ber 9u Sterbe / ber Sßilbl^eit über]^au))t. 2)a^ Zlfin ifi nid^t gut imb nid^t böfe: ber SDTenfd^ aber im tljiterifd^en guflanbe ifi toilb^ ift bofe, i% xoit er nid^t fe^n foU. Sßie er oon Statur ift^ ifl er^ xoit er nid^t fe^n foU, fonbtm wa€ er if}/ foU er burd^ ben @eifi fe^n^ bmd) Sßifen unb SßoUen befen^ ma^ ba^ Siedete ift. S^ief ^ baf, n>enn ber SOtenfd^ nur nad^ ber 9latur if}/ er nid^t i% xoit er fe^n fott^ ifl fo au^gebrfidPt worben^ baf ber aotenfd^ oon 9tatur bofe ifl.

§ betrad^ten^ wie er tfl^ fofem er nur nad^ ber Statur lebt^ feinem fersen folgte b. i. bem^ n>a^ nur t^on felbfi auffteigt.

äßir flnberi eine betannte ajorfieUung in ber 93ibel^ ab:' firacter SBeife ber @unbenfatt genannt — eine SßorfieUung/ bte fel^r tief/ nid^t nur eine jufaUige ©«fd^id^te^ fonbern bie ewige^ notl^wenbige ®efd^id^te be^ aotenfdi^en ifi, in auferlid^er^ m^tl^ii» fd^er SCBeife au^gebräd(t.

äßirb bie ^bee^ ba^^ n>a^ an unb für fld^ ifi^ m^tl^ifdl) bargefteQt, in jffieife eine^ S^organg^^ fo tfi ^neonfequen) unber^ meiblid^ unb fo fann e^ nidj^t fel^leu/ baf aud^ biefe fSarfteUmig Sncoitfequfnjm In ffd^ ^at S>ie 3bee in it^xtx gcbettbijffit tanti nur Dom (Sebanten erfaft unb bargeflcUt kvrrbett.

©te anbete Seite, baf et fe^ti foU, infofetn et btn dntU feinet Teilung entpU, iii au^gebtficit in ben SSotten ®otte^: @iel^e! 9bam ift n>otben n>te unfet Sinet. (3& ifi alfo nid^t nut tetne £uge bet ©d^lange, fonbetn ®ott bcfiätigt iai felbfl. 3)iefed n^itb abet gen^öl^nttd^ äbetfel^en, i^on bemfelben niij^t 9et)>to(l^en.

SBit tonnen. a(fi^ fagen: ba^ ift bie ett>ige @efd^id^tt bet gteil^eit be^ 9)>lenfdi^en, baf et on^ biefet ^ixmpf^tit^ in bet et in feinen etfien ^al^ten ifl, l^etan^el^t, jum £id^t bt^ Se^ touftfe^n^ tommt ttbetl^an))t, na|^et^ baf ba^ ®ute fnt il^n i# nnb ba^ Söfe...9lel!)men tt)it, n)a^ n>itt(id^ in biefet iS^atfiettung liegt, l^etau^, fo ifi bafelbe batin, n>a^ in bet^ee: baf betäSenfd^, bet ®eifl sut S^etfol^nung tomme, ob€t, obetfläd^Iid^ au^gebtuctt: baf et gnt toetbe, feine Beftinunnnft etfiiUe, baju üft biefet @tanb))untt be^!Bett)uf tfet^n^, bet Stefbjrion, Sntiweiung eben fo n0tl^n)enbi9, tt>ie et i^etlaffen ipetben muf.

2)af bet SKenfd^ in biefem gnfianbe ba^ l^ö^e SBifen bet Statut unb ®otte^ gelabt, auf bem J^öd^flen @tanb))untl bet äßifenfid^afr gefianben, ifi eine tl^iitid^te aSot^Qung, bie f!di^ aud^ i^tflorifdj) aU ganj unbegtänbet etmiefen.

Sfian flellt ^<fy t^ot, baf biefe natütliii^e @inl|^eit ba6 n>al^t<s l^afte aSetl^ttnif be^ a?lenf(^en in bet Steligion fe^. ^nbefen muf un^ fd^n bet Umflanb anffaQen, baf bief ^arabtci^, bief fatutnifd^e geitaltet DotgefieUt tt>itb aU ein Detlotene^, iö^on batin liegt bie Snbeutung, baf eine fold^e ä^t^eUung nid^t bad SSSal^tl^afte.entl^alte, benn in bet göttlid^en ®efd^i(lj)te g|ebt e^ tetne Setgangenlj^eit, feine gufätttgteit. 9Benn ba^ ejeijlirenbe ^atabie^ Derioten gegangen ifi, e^ mag bief gefd^el^en. fe^n, tt>ie U toiU, fo iflijbief eine Sufälligteit, 9ßU(tut, bie \>on aufen 1)tt in bad göttlid^e £eben gefommen n>äte. S)af batf ^atabie^ l^etUten iü, jeigt un^, baf t^ nid^t abfolut aU gui< $anb n^efentUc^ ifi. fDoi^ ma^tl^aft ®öttltd^e, feinet SSefümtnung 2)ie etnlj^ett bei^ SD^enfd^en mit bet »atur ifi ein beliebtet tt>ol^intnflenbet %nibxnd, tic^ttg gefaßt l^eißt et bie Sinljieit be^ äTlenfd^en mit feinet Statut. @eine toa^t^aftt Statut abet ifi bie gretli^eit/. bie fteie (Sei^igteit, ba^ ben^ tenbe äBiffen be^ an unb füt fEd^ SKtgemeineU/ unb fo bejtimmt ifi biefe (Bin^tit nid^t eine natiitUd^e unmittelbate Sinl^eit mel^r.

&ie ^flanjt ifi in biefet ungebtod^cnen Stnl^eit. 2>a< (BeifUge ifi bagegen nid^t in unmittelbatet (Sin^txt mit feiert Statut^ e^ li^at ^idmt^t, um {ut SinäU^t ju f[d^ )tt gelangen, ben SSeg butd^ feine unenblid^e @nt}U)eiung l^inbutd^gumad^en unb etfi bie tufianbegetommene äJetfölj^ung )u ettingen, fit ifi tetn aSetfol^ntfe^n ^cn j^oufe am, unb biefe n>al^tl)afte @in^ l^eit ift etfi butd^ bie Stennung toon feinet Unmittelbatteit gu etlangen. Sftan f^ttdf^t ^m unfd^ulbigen £inbetn unb bebauett, ha^ biefe Uufd^ulb, biefe Siebe, bieß 9Setttauen üetloten gel|^t, Dbet man f^tidj^t t^on bet Unfd^utb einfädlet SSöltet, bie abet feltenet fEnb, aU man. glaubt, biefe Unfd^ulb ifi abet. nid^t bet n>al!ltlS)afte @tanb))untt be^ aRenfd^en; fteie @ittlid^teit ifi nid^t bie be^ ^inbe^, fEe fielet l^öl^et al^ bie genannte Unfd^ulb, e^ ifi felbfibewußte^'SOBolten, biefe« etfi ifi ba« madtlj^afte SSetli^ältnif.

^n feinet utf^tfinglidi^en Sbl^angigteit ^n bet Statut tann bet aOllenfd^ milbet obet tollet fe^n. Untet einem milben ^inu mebfitid^ — unb ba« ifi t^otnemlid^ ba« S3efitmmenbe — n)0 bie Statut il^m bie smttel jut Seftiebigung feinet ))l!»9f!fd^en aSebtttfnife giebt, tann feine Statutlid^tett milbe, n>0l!»ln>ol(enb unb i>on einfad^en 93ebütfhifen unb aSetl^^altnifen bleiben unb bie Steifebefd^teibungen geben ati^e^^me @d^Ubetungen bon » biefer Sefonberbeit tonnen bie S^inge bem 9Renfd^en im natüri* Uöftn gufiänbe betannter fe^n, er tann ein t)iel beflimmtere^ äBiffen t>on ibver befonbem £lualitat b<iben/ al^ im gebilbeten guflanbe. €^ Ü bief eine @eite^ bie aud^ in ber ^^iloiop^it be^ ajtittelalteri^ }ur &pta{i^t getommen ifl, in ber Signatara rerum, ber auf em £tuatitat/ woburd^ bie befonbere eigentbfinu» Udbe Sflatur bejeid^net n^erbe, fo baf in biefer Suferlid^en £lua^ tität jugleid^ für ben einn bie f^eciflfd^e (Sigentbümlid^eit ilirer Statur gegeben fet). S)ief tann im natfitlid^en 3)>lenfd^en fe^n, ebenfo ifl im Zl^itxt biefer gufammenfiang feinet mit bet fKtlMW^ 2te9iufL 18 bie gau} nur enblld^e 99efllniniungen fCnb; einjetnen!£)lngm fel^t biefer ^nfitnct in^ ^erj^ tu ben Seben^queK ber!£)lnge ia>tt^Mpi^ biefer göttlld^e {^er}/ In biefer bringt fein &ii nld^t. " 2)atfelbe ä^erl^ältnigi flnbet ^i) im ecblaf, im eomtt^ mnbuU^mu^, e^ finbet fld^, baf snenfd^en ein fold^e^ natto* IM^e^ £ewuf tfe^n i^aben* 3)a< )>emfinftlge %eti^u|tfe^n l(i l^lct fiHl getborben unb bagegen ber innere ®tnn attfgen)ad^t, ^cn betn man fdgen tann^ baf In ii^m ba^ SBifen t)iel mel^r in ber ^entitfit mit ber SOßelt; tnit t>tti umgebenben iSingen aU tai SBac^en fe^. 3)abet ^ommt e^, baf man btefen gu^anb für etn^«^ (^^ttti t^äit, aU bfn gefunben. (S0 tonn fo fe^n^ bof man ein ISewuftfe^n von 3)ingen bat, bie taufenb @tunben entfernt itfäfi^^tn. $Han flnbet bei t»ltben SSoItem fold^ Sßifen, fi^fd^ Sinnen tn iKel fiSrterem @rabe aU iti gebUbeten. ^otd^ SBiffht befd^tSnüt iU^ aber auf einjetne Segebenl^eiten; etntetne ®d^i<tfale, e^ iDirb t>er ^ufamm^l^ang biefer ^nbl:» i^ÜmimK mtt brfilmmteii S^ingeU/ bie in fein Senntftfebn ge^ Imreu; enpedft^ Mef finb bvnn aber einsetne i^inge, Segef^l^etten.

@o titoai ifi ßbev noä^ nt^^ H^ wal^tl^aft^ ^et} bev iJ^Ufle, bkf ift txft betSBegriff, ba^®efe^, bie altgemeif^c ^bee; ba0 tval^re $(t) ber äße(t Dcrmaft tiid^t bei:6^lttmme( be^ @eiflc^ uni^ ju ofenbaren.!S)a^. ^erj be^ Planeten ift H^ ä^erJ^altniß feiner Entfernung t>on ber @pnne/ feinet Ut^^ Ifufi^ K.; bief Ml ba^; tpaJ^rl^aft äSernilnftig^ unb ijl nur iM:^ tmiüdi für ben tt)iffejif4iaftlid& gebilbeteii SÄenfd^en, ber t)jOt| bem unmittrlbareti SStri^alten ber SmVf^tibung be^ <ßel^en^/ ^ören^ k. frei ift> fei^e ©innc in fU^ juriidgejogen l^at^ unil Wt freiem!S)enteu an bie ©egenjlänbe gebt. S)iefe SJemänf:? tigeciU unb bieg gßifen ifl nur 9$.efu(tat ber äSermitUuna br.^ S)en{en^ unb tpmmt nur in ber legten geijiigen (Sxificn} be4 SD^enf^en Dör. ^ene Ertenntnif ber ä{atur ertlärt m(^n at^Knfftauen: bit^ ift niö^U Stnbere^ aU unmittelbarem 93et» ^uftfe^n; fragen toix: tpa^ ift angefd^aut worben? nid^t bi< ^nnlid^e Statur pberpd^Iid^ betra^^tet (t0^i w^ ben Z^Utm iugefcbrieben rp^rben tann), fonbeim ba« SBffen ber Äatui?;* bo^ S&^fen ber 9latur alm S^^Hem ber (Sefe^e berfelben ijl abetr ni^U Sluberem ati^ bai^ 3(llgemeittr; bie Statur nad^ ibrev IM(geniein|ieit/ ba^ @^em ber f!d^ entn)i<felnben Sebenbigteit unb biefe (Sntmideluug in il^tn «abr^aften gpri»^ '9i^t bie Statur in ibrrr (Sin^elubeit/ in ber ffe für bie f^nnttd^e äBab^ uebmuug ift ober für bie ^nfd^auung.!S>U gorm be^ Statur^ lieben iß bie Statut/ aU burd^biungen Pjou btm ®ebanten.!S).4ft!£)en{eu ifl aber niii^t ein Unmjltelbarel: tf$ fängt an ^ov^ &^ gebenen^ erbebt ^ «iber über bie fEnnlid^e ä)lannigfaUi0leit beifelben/ ne^irt biegorm ber Sinielnbtit/ Pergift j>ai^:^unlidft ®tfd^b<ne unb pr^ucirt ba^ SIKgemeine^ äß,abrbafte; bief i# nid^ tin unmittelbarem Z^nnffyn^tm hie äli^beit ber S^ermitfef lung/ bam herausgeben aum ber Stibli^feit. (£m J^ilft nid^ttf/ beu l^immel nod^ fo fromm ^ unf4)ulbig unb glaubig miUf fdj)auen; bije SBefcnbetI fonu bpcb nur gebadbt n^erbem ^ene IB(b<uM^tutig pon einem ®dj)auen/ Pon einem unmittelbaren Sttbuftfe^n jeigt f^^ ballet fogleid^ in ü^ret SRid^tigteit^ ktoenn man na^ bem fragt; toa^ gefi^ant totxhtn foQ. S)a^ äBifen ber wal^rl^aftea Slatnr tfl ein t>ennitt(ltei^ ^i^m nnb nid^t ba^ iinmittdbate; ebenfo ifl e^ mit bem SEßillen; berSBiUe ifi gut^ tnfofern er ba^ ©ute^ 9led^te unb ©ittUd^e toiü: biegi aber itl etwa^ ganj ünbere^ aU ber unmittelbare äßille: biefer ift ber äSitle/ tveld^er in ber (Sinjelnl^eit unb" (Snblid^teit flel^en bleibt; ber ba^ (Sinjelne aU fold^e^ will. S)aö ®ute ba^ gegen tjl ba^ Sllgemeine; baf ber äBilte baju tomme^ bai^ ®ttte iu wollen^ baju^ill bie fßermittlung notl^iDenbig ^ baf er ffd^ i^on fold^em enblid^en äßilten gereinigt babe.!&iefe Steinte gung ifl bie @r)iel^ung unb 9Irbeit ber aSermittlung^ bie nid^t ein Unmittelbare^ unb Srfie^ fe^n tann. g^ ^^^ (Srtenntnif (Sotten gel^ört bief ebenfo; ®ott ijl ba^ (Zentrum aller äBaJ^r^^ l^eit^ ba^ rein äBabre obne alle ©d^rante^ um }u i(im )u ge^ langen^ muf ber 9Renfd^ nod^ mel^r feine natürlid^e Se^ fonberbeit be^ äBifen^ unb SßoIIen^ abgearbeitet b<^ben.

äßa^ bal^er t>oIIenb^ bie aSorfteUung betrifft^ ba^ in biefer natürlid^en @inl^eit bei^ STleufd^en^ in biefer nod^ nid^t burd^ Steftexion gebrod^enen (Sinl^eit ba^ n)al^rl^afte SetDuf tfe^n t)i>n @ott gelegen l^abe^ fo gilt l^ierauf befonber^ ba^ bt^b^r @efagte. 2)er ®ei1l ifl nur für ben ®etü, ber ®eifl in feiner SBabrl^eif ifl nur für ben freien ®eifl unb bief ifl ber^ mlä^tt abfeilen gelernt l^at t)om unmittelbaren SEßaJ^rnebmen, ber abfteljit üom SSerflanbe/ ton biefer Steflejeion unb bergleid^en. Z^tcloiifdf au^gebrüd^t ifi* bief ber ®etfl/ ber gur @rtenntnif ber Gfin.be getommen ifl^ b. 1^. )um Sen^uftfe^n ber unenblid^en Trennung be^ prffd^fe^n^ gegen bie Sinl^eit^ unb ber au^ biefer Trennung hiebet gur Sinbeit unb aSerföl^nung getommen ifl*!Z)ie natfirlid^e Unmittelbarteit ijl fo nid^t bie walj^rbafte (Sxiflen) ber Steligion^ t^ielmebr iljMre niebrigfie, unwabrfle @tufe.

S)ie aSorfieUung fiellt ein^beal auf unb ba^ ifl notb^ toetibig^ f!e f^ridi^t bamit au^, x»a6 hai SS$al^r|iafte an unb ffir (S« ifi fd^on burd^ biefe 9linbe ber fubfiantieUe ^ern ber Sßirt^ tid^teit ju ertenneU/ aber ba}u bebarf e« aud^ einer Ijiarten 9lu beit; um bie 9iofe im ^reu) ber ®egenn)art }tt p^Hitn, bagu muf man ba« ^reuj felbfi auf fld^ nel^men.

TflS imittx Il^elr. ^Cbfc^n. I. Die OJoturrefiajon.

«irfSngUd^en Bittfong biefer asölter tiid^t ^jarattcl wärm, «u^ bm fUetlen fold^er beffetn Sjcitifnj l^at man auf einen früljertt gtifianb ber aSoKtommenl^eit, auf einen 3"t*<»^^ t)oUenbeter €lttrtid^tett gefd^toffen. 93et ben ^nbiem l^at man fo grofe ffiet^l^eit unb Äenntniffe gefunbeh, bie t^rer ledigen ©ilbung nij^t angemefen fnb/ bieß unb t>iele anbere b^gleid^en Um^ fiänbe l^at man für @)7uren einer befem SBergangenl^eit m^ gefel&ett.!Bie Sd^riftcn ber SKönd^e im SRitteldtter j. 5B. ftnb fteitid^ oft nid^t aü< il^rem Mopft getommeh^ fonbem 3:rum(net elfter befern 9$ergangen]^eit.

Wtan ^at bei ber erfien Sntbedung ber inbifd^en £iteratttt t^on ben ungel^euten d^ronologifd^en gablen gehört: ffe beuten Ottf eine fel^r lan^e 2)auer, l^in unb fd^eiiten ganj ntnt Stuf* f(J!>lüffe jtt geben. 3« neuerrti ^tittn aber l^at man flu) ge* gwüngen gefeiten, biefe gal^len ber 3nbier ganj auftugeben, benn fe brürfen gar feine ^jrofaifd^en SBerJ^altniffe ber 3al^rc 0ber ber Srinnerung au^. gerner fotJen bie ^\\pUt grofe aftronomifd^e ^enntnijfe beffien^ fit l^aben f^ormHn^ um bie Sonnen* unb aWonbftnjietniffe ju bmd^nen, bie ffe aber tiur gonj med^anifd^ gebtaud^en^ ol^ne bie S$orau^fe|ungen/ ober bie «rt, bie gormel ju ffnben, ju tennen. 3n fe^iger 3^^t l^a* man aber aud^ bie athronomifd^en unb matl)emat!fd^en ^ennt* nlffe ber S^hltx ge^natter unterfud^t: man ernennt batin aller* bfttg^ eine origirteOe «urtilbung, aber -in biefen Äenntnitfen finb ffe (ange nod^ nid^t fo weit gekommen al^ bie ©ried^en^ bfe ajlronomifd^en gormein ffnb fo tmnötl^ig uerwfdtelt, baf fe ber SJletl^obe ber (Srled^en, nod^ mebr ber nnfrigen, fel^r nad^* fte|en: getabe bie »a^rbafte SBiffenfd^aft fud^t bie Aufgaben auf bie elnfad^ften (glrmente jurfidPjufubten. 3^^^^ loerwidfelten gormein »eifen atlerbing^ auf eine berbienftlld^e ©efd^aftigung, auf eine ©emÖl^ung mit btefen Aufgaben l^in, aber mel^r ifi barin aud^ nid^t ju finben: lang fortgefe^te ©eobad^tungen ful^ren auf biefe Äenntniffe. ®o l^at fU^ benn biefe SEBei^l^eit btt ^nbier^ ber äleg^pter immer mt^t unb mel^t ttetminbert/ fe mrl^r matt mit i^^x bttami getDorbdn i% unb Detminbert flif no^ mit tebcm Za^t, unb ba^ (Srfannte ifi entiDcber au^ 4ti^ beten £lueaen ttad^junoeifen^ ober e^ ifl an ffd^ üon aar gerinnet iBebeutunij. @o ()at ffd^ nun aber aud^ biefe ganje SorfteUung be^ })arabief[f(l^cn anfangt alö tin ©ebid^t bewieftn, bcm b^r SS^gnff iu ®tunbe liegt, nur baf biefer.al^ unmittelbare Sjei:* flena genommen wirb, anflatt, baf er erfi aU äSermittlung ifl. — SGßir gellen nun an bie naivere Setrad^tung ber Statur« tetigion. ^I^re Se(ltmmtl(ieit ift im SUgemeinen bie Sin^t bei Statfirlid^en unb ©eifligen, fo baf bte objecti^e @eite, @ott/ oli^ fftatitrlid^e^ gefegt unb ba^ 93en)uftfe^tt befangne i^ itt natürlid^er 93efltmmtl^eit. Xit^ 9latärU4ie ifi einteilte (&xifttni, nid^t bie SRatur iiber^iaupt aU ®an)e^, aU or« ganifd^e Zctaiiiat; bief flnb f^M^n ^Qgemeine SSorftettungen/ bie l^ier auf biefer erjlen @tufe nod^ nid^t ^eft^t fnb; bo/^ ©ange ifi aU Sinjelnl^eiten gefejgt; j^laffen, ©ottungen geliifein einer wettern @tufe ber fUtfltx'wn unb ber SSerm^ttlung J^ta l^enten^ an* S>ie|.ein)elne dtatürlid^e, biefer.^immet, biefie Sonne, bief 3:l^ier, biefer äJlenfd!) u., fo eine unmittelbace natärlid^e Stiften) nnrb gen^uft aU ®jott. SB^eldfien ^n^li^aU biefe aSorfifUttiig t)on ®ott (labe, fönnen n)ir J^ier vmadß.tm^ benimmt laffen unb t6 ifi auf. biefer @tufe Unbefiimmte^, eine unbefiimmte äJtad^t, bie nod^ erffittt werben tann; wülM aber no^l^ mü^t ber ®eifi in feiner SBalSirl^aftigteit ifi, fo |bib bie Sefiimmungen in biefem ®eifie }4tfä:Utg, fie,f!nb ecfl mal^rl^aft, wenn t6 ber ma^irl^afte @eifi ifi, ber S3en^u$tfe|)n.i# unb f!e fe^t.

&ie erfie Sefiimmung, ber Anfang ber igtatitrreUgion ifi alfo, baf btr @eifi ifi in /Unnuttetbar einzelner SGßeife Ux Sjeifienj.

äßa^ biefe (Stufe ber 9laturreUgion betrift^ bie xoit be^ 9lamen^ ber Steligion nid^t für würbig l^alten tonnen, fo muf maU/ um biefen ©tanb^untt ber Steligion ju fatfeU/ bit SSou fteOung^n/ ®ebanten t)ergef en^ bie un^ tttoa ganj unb gar ge:» läufig flnb^ bie felbfi ber oberfläd^Ud^flen äßeife unfrer Silbung angelj^ören.