SigPhi · Immanuel Kant

Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels

German

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als die gegenwaͤrtige iſt, durch; wer weis was für Urſachen, bis zu gegenwaͤrtigem Grade aufgehalten worden, oder daß man dem abwärts ſinkenden allgemeinen Grundſtoſſe es zutrauet, denſelben nach den Regeln, die wir oben erklaͤrt, gebildet zu haben, wel⸗ ches man ſo genau nicht nehmen muß, wenn man ſeine Neigung zum Sonderbaren vergnügen will. Allein, was für einen Vor⸗ rath von ſchoͤnen Erlaͤuterungen und Folgen bietet uns eine ſol⸗ che Idee dar. Ein Ring um die Erde! Welche Schoͤnheit eines Anblicks fuͤr diejenigen, die erſchaffen waren, die Erde als ein Paradies zu bewohnen; wie viel Bequemlichkeit für dieſe, welche die Natur von allen Seiten anlachen ſollte! Allein dieſes iſt noch nichts gegen die Beſtaͤtigung, die eine ſolche Hypotheſe aus der Urkunde der Schoͤpfungsgeſchichte entlehnen kann, und die fuͤr die⸗ jenigen keine geringe Empfehlung zum Beyfalle iſt, welche die Eh⸗ re der Offenbarung nicht zu entweihen, ſondern zu beſtaͤtigen glau⸗ ’ ne Meinung damit verbindet: daß nemlich jener dunſtfoͤrmig im Weltraum verbreitete Urſtoff, der alle Materien von unend⸗ lich verſchiedner Art im elaſtiſchen Zuſtande in ſich ent⸗ hielt, indem er die Weltkoͤrper bildete, es nur dadurch that, daß die Materien, welche von chemiſcher Affinität waren, wenn a je in ihrem Falle nach Gravitations Geſetzen auf einander tra⸗ en, wechfelfeitig ihre Elaſtieitaͤt vernichteten, dadurch aber dichte Maſſen und in dieſen diejenige Hitze hervorbrachten, weiche in den groͤſten Weltkoͤrpern, (den Sonnen) aͤußerlich mit der leuch⸗ tenden Eigenſchaft, an den kleinern (den Planeten) aber mit innerlicher Waͤrme verbunden iſt. (G. im Anhange.) | / is Dee / is Dee ben, wenn fie fich ihrer bedienen, den Ausſchweifungen ihres Wi⸗ tzes dadurch ein Anſehen zu gebeu. Das Waſſer der Veſte deren die Moſaiſche Beſchreibung a} erwähnt, hat den Auslegern ſchon nicht wenig Muͤhe verurſachet. Koͤnnte man ſich dieſes Rings nicht bedienen, ſich aus dieſer Schwierigkeit heraus zu helfen? Dieſer Ring beſtand ohne Zweifel aus waͤßrichen Duͤnſten; und man hat außer dem Vortheile, den er den erſten Bewohnern der Erde verſchaffen konnte, nach dieſen, ihn im benoͤthigten Falle zerbrechen zu laſſen, um die Welt, die ſolcher Schoͤnheit ſich un⸗ würdig gemacht hatte, mit Ueberſchwemmungen zu zuͤchtigen. Entweder ein Komet, deſſen Anziehung die regelmaͤßige Bewe⸗ gungen ſeiner Theile in Verwirrung brachte b), oder die Verkuͤh⸗ lung der Gegend ſeines Aufenthalts vereinigte deſſen zerſtreute | Dunſttheile, und ſtuͤrzte fie, in einem der allergrauſamſten Wols kenbruͤche, auf den Erdboden nieder. Man weiß leichtlich, was die Folge hievon war. Alle Welt ging im Waſſer unter, und ſog noch uͤber dieſes, in dem fremden und fluͤchtigen Duͤnſten dieſes unnatuͤrlichen Regens, denjenigen langſamen Gift ein, der alle Geſchoͤpfe dem Tode und der Zerſtoͤrung naͤher brachte. Nunmehro war die Figur eines blaſſen und lichten Bogens von dem Horizonte verſchwunden, und die neue Welt, welche ſich dieſes Anblicks nie⸗ mals erinnern konnte, ohne ein Schrecken fuͤr dieſes fuͤrchterliche — Werkzeug der. göttlichen Rache zu empfinden, ſahe vielleicht mit nicht geringer Beſtuͤrzung in dem erſten Regen denjenigen far bi⸗ gen Bogen c), der, feiner Figur nach, den erſten abzubilden ſchien, aber durch Verſicherung des verſoͤhnten Himmels, ein Gna⸗ denzeichen und Denkmal einer fortwaͤhrenden Erhaltung des nun⸗ mehro veränderten Erdbodens, ſeyn ſollte. Die Aehnlichkeit der Geſtalt dieſes Erinnerungszeichens mit der bezeichneten Begeben⸗ b) Nach Whiſtons bekannter Hypotheſe; welche ſich auf die Be⸗ rechnung des Laufs eines großen Kometen gruͤndet, welcher ao. 1681. erſchien und zu feinem Umlaufe 378 ein halb Jahr brau⸗ chen ſoll. Rechnet man dieſen Termin vorwaͤrts, ſo kommt ſei⸗ ne. ste Erſcheinung (ſeit der Schoͤpſung der Erde) auf ao. 2342 vor Chriſti Geburt, oder ao. 1642 von Erſchaffung Adams, wel⸗ ches 14 Jahre vor der gewoͤhnlichen Anſetzung der Noahiſchen Sundfluth (ao. 1656) iſt. K / heit, Könnte eine ſolche Hypotheſe denenjenigen anpreifen, die det berrſchenden Neigung ergeben find, die Wunder der Offenbarung mit den orden lichen Naturgeſetzen in ein Syſtem zu bringen a). Ich finde es rathſamer, den uͤchtigen Beyfall, den ſolche Ueber⸗ einſtimmungen erwecken konnen, dem wahren Vergnügen vollig aufzuopfern, welches aus der Wahrnehmung des regelmaͤſigen Zuſammenhanges entſpringt, wenn phyſiſche Analogien einander zur Bezeichnung phyſiſcher Wahrheiten unterſtutzen. 1 8 Sechſtes Hauptſtuͤck. Von dem Zodiakallichte.

. Sonne iſt mit einem ſubtilen und dunſtigen Weſen umgeben, welches in der Flaͤche ihres Aequators mit einer nur geringen Aus⸗ breitung auf beyden Seiten, bis zu einer großen Hohe ſie umgiebt, wovon man nicht verſichert ſeyn kann, ob es, wie Herr von Mairan es abbildet, in der Figur eines erhabenen geſchliffenen SGlaſes, (Ggura lenticulari,) mit der Oberfläche der Sonne zus fammenftößt, oder wie der Gang des Saturns allenthalben von ihm abſteht. Es ſey nun das eine oder das andere; ſo bleibt Aehnlichkeit genug uͤbrig, um dieſes Phaͤnomen mit dem Ringe des Saturns in Vergleichung zu ſtellen, und es aus einem uͤber⸗ einkommenden Urſprunge herzuleiten. Wenn dieſe ausgebreitete Materie ein Ausfluß aus der Sonne iſt, wie es denn am wahr⸗ ſcheinlichſten iſt, fie Dafür zu halten; fo wird man die Urſache nicht verfehlen konnen, die ſie auf die, dem Sonnenaͤquator ge meinſchaftliche Ebne gebracht hat. Der leichteſte und ücsigfe Stoff, den das Sonnenfeuer von der Oberflaͤche der Sonne ers hebt, und ſchon lange erhoben hat, wird durch derſelben Wirkung weit über fie fortgetrieben, und bleibet, nach Maasgebung ſei⸗ ner Leichtigkeit, in einer Entfernung ſchweben, wo die forttrei⸗ bende Wirkung der Strahlen der Schwere dieſer Dunſttheilchen + a) Wenn nur 1 B. Moſ. 1, 14. 15. ſich gut damit vereinigen ließe, welches nur etwan dadurch seichehn ent wenn man an⸗ nahme, daß dieſe Veſte oder dieſer E ing mit der Erliptif parallel gelegen habe. f N N ae das Gleichgewicht hält, oder fie werden von dem Zufluffe neuer Partikeln unterſtuͤtzt, welche beſtaͤndig zu ihnen hinzu kommen. Nun, weil die Sonne, indem fie, ſich um ihre Achſe dreht, dieſen von ihrer Oberfläche abgeriſſenen Duͤnſten ihre Bewegung gleich⸗ ‚mäßig eindrückt, fo behalten dieſelben einen gewiſſen Schwung zum Umlaufe, wodurch ſie von beyden Seiten, den Centralgeſe⸗ tzen gemaͤß, in dem Cirkel ihrer Bewegung die fortgeſetzte Aequa⸗ torsfiäche der Sonne zu durchſchneiden, beſtrebt ſind; und daher, weil ſie in gleicher Quantitaͤt von beyden Hemiſphaͤren ſich zu der⸗ ſelben hindringen, daſelbſt ſich mit gleichen Kraͤften haͤufen, und eine ausgebreitete Ebne, in dieſer auf den Sounmudgunten fi. beziehenden Ebne, formiren. AA Allein, ungeachtet dieſer Aehnlichkeit mit dem Saturnsringe, bleibt ein weſentlicher Unterſchied uͤbrig, welcher das Phänomen des Zodiakallichtes von jenem ſehr abweichend macht. Die Par⸗ tikeln des erſtern erhalten ſich durch die eingepflanzte Umdrehungs⸗ bewegung in frey ſchwebendem Cirkellaufe; allein die Theilchen des letztern werden durch die Kraft der Sonnenſtrahlen in ihrer Hoͤhe erhalten, ohne welche die ihnen von der Sonnenumwendung beywohnende Bewegung gar nicht fehlen wuͤrde, fie im freyen um ſchwunge vom Falle abzuhalten. Denn, da die den Mittelpunkt fliehende Kraft der Achſendrehung auf der Oberflaͤche der Sonne noch nicht 288888 der Attraction iſt; fo würden die aufgeſtiegenen Dünfte 40000 halbe Sonnendiameter von ihr entfernet werden muͤffen, um in ſolcher Weite allererſt eine Gravitation anzutref⸗ fen, der ihrer mitgetheilten Bewegung das Gleichgewicht leiſten koͤnnte. Man iſt alſo ſicher, dieſes Phänomen der Sonne ihr nicht auf die „dem Saturnsringe gleiche Art zuzumeſſen.

Gleichwohl bleibet eine nicht geringe Wahrſcheinlichkeit übrig, daß dieſer Halsſchmuck der Sonne vielleicht denſelben Urfprung erkenne, den die geſammte Natur erkennt, nemlich die Bildung aus dem allgemeinen Grundſtoffe, deſſen Theile, da fie in den hoͤch⸗ ſten Gegenden der Sonnenwelt herumgeſchwebt, nur allererſt nach voͤllig vollendeter Bildung des ganzen Syſtems zu der Sonne, in einem ſpaͤten Falle mit geſchwaͤchter, aber doch von Abend gegen Morgen gekruͤmmter Bewegung, herabgefunfen, und, ver⸗ mittelſt dieſer Art des Kreislaufs, die ſortgeſetzte Arquators: URN fläche derſelben durchſchnitten, daſelbſt durch ihre Haͤufung von beyden Seiten, indem ſie ſich aufhielten „eine in dieſer Stellung ausgebreitete Ebne eingenommen haben, worin fie fich zum Theil durch der Sonnenſtrahlen Zuruͤcktreibung, zum Theil durch ihre wirklich erlangte Kreisbewegung, jetzt in beftändig gleicher Hohe erhalten. Die gegenwaͤrtige Erklaͤrung hat keine andere Wuͤr⸗ digkeit, als diejenige, welche Muthmaßungen zukommt, und kei⸗ nen Anſpruch, als nur auf einen willkührlichen Beyfall; das Urtheil des Leſers mag ſich auf diejenige Seite wenden, welche ihm die annehmungswürdigſte zu ſeyn dunkt. a) Siebentes Hauptſtück.

Von der Schoͤpfung im ganzen Umfange ihrer Unendlichkeit, ſowohl dem Raume, als der Zeit nach.

D Weltgebaͤude ſetzt durch ſeine unermeßliche Groͤße, und durch die unendliche Mannigfaltigkeit und Schönheit, welche aus ihr von allen Seiten hervorleuchtet, in ein ſtilles Erſtaunen.

Wenn die Vorſtellung aller dieſer Vollkommenheit nun die Ein⸗ | biioungsfrafe rührt; ſo nimmt den Verſtand andrer Seits eine andere Art der Entzuckung ein, wenn er betrachtet, wie ſo viel Pracht, ſo viel Große, aus einer einzigen allgemeinen Regel, mit einer ewigen und richtigen Ordnung, fließt. Der pl netiſche Weltbau, indem die Sonne aus dem Mittelpunkte aller Kreiſe, mit ihrer maͤchtigen Anziehung, die bewohnte Kugel ihres Sy ſtemis in ewigen Kreiſen umlaufend macht, iſt gaͤnzlich, wie wir geſehen haben, aus dem urſpruͤnglich ausgebreiteten Grundſtoffe aller Welrmaterie gebildet worden. Alle Firſterne, die das Auge an der holen Tiefe des Himmels entdeckt, und die eine Art von Verſchwendung anzuzeigen ſcheinen, ſind Sonnen und Mittel⸗ punkte von ähnlichen Eyſtemen. Die Analogie erlaubt es alſo hier nicht, zu zweifeln, daß dieſe auf gleiche Art, wie das, darin wir uns befinden, aus denen kleinſten Theilen der elementariſchen f a) Vom Zodiakallichte, deſſen Lage und Erſcheinungen, ſehe man Bong Kenntniß des geſtirnten Himmels, ed. 1792. pag. 521. ff U Materie „die den leeren Raum, dieſen unendlichen umfang der göttlichen Gegenwart, erfüllte, gebildet und erzeugt worden.

Wenn nun alle Welten und Weltordnungen dieſelbe Art ih⸗ res Urſprungs erkennen: wenn die Anziehung unbeſchraͤnkt und allgemein, die Zuruͤckſtoßung der Elemente aber ebenfalls durch⸗ gehends wirkſam, wenn bey dem Unendlichen das Große und Kleine beyderſeits klein iſt; ſollten nicht alle die Weltgebaͤude gleichermaßen eine beziehende Verfaſſung und ſyſtematiſche Ver⸗ bindung unter einander angenommen haben, als die Himmels⸗ koͤrper unſrer Sonnenwelt im kleinen, wie (Uranus) Saturn, Jupiter und die Erde, die für ſich inſonderheit Syſteme find, und dennoch unter einander als Glieder in einem noch großern zuſam⸗ men haͤngen? Wenn man in dem unermeßlichen Raume, darin alle Sonnen der Milchſtraße ſich gebildet haben, einen Punkt an⸗ nimmt, um welchen durch, ich weiß nicht was für eine Urſache, die erſte Bildung der Natur aus dem Chaos angefangen hat; ſo wird daſelbſt die groͤſte Maſſe, und ein Körper von der ungemein⸗ ſten Altraction, entſtanden ſeyn, der d durch fähig geworden, in einer ungeheuren Sphaͤre um ſich alle in der Bildung begriffene Syſteme zu nöthigen, fi) gegen ihn, als ihren Mittelpunkt, zu ſenken, und um ihn ein gleiches Syſtem im Ganzen zu errich⸗ ten, a) als derſelbe elementariſche Grundſtoff, der die Planeten bildete, um die Sonne im Kleinen gemacht hat. Die Beobach⸗ tung macht dieſe Muthmaßung beynahe ungezweifelt. Das Heer der Geſtirne macht, durch ſeine beziehende Stellung gegen einen gemeinſchaftlichen Plan, eben ſowohl ein Syſtem aus, als die Planeten unſeres Sonnenbaus um die Sonne. Die Milchſtraße iſt der Zodiakus dieſer hohern Weltordnungen, die von feiner Zone, ſo wenig als moͤglich, abweichen, und deren Streif immer von ihrem Lichte erleuchtet iſt, ſo wie der Thiertreis der Plane ten von dem Scheine dieſer Kugeln, ob zwar nur in ſehr wenig Punkten „ hin und wieder ſchimmert. Eine jede di:fer Sonnen macht mit ihren umlaufenden Planeten für ſich ein beſo dres Sy⸗ ſtem aus; allein diefes hindert nicht, Theile eines noch großern a) Sollte etwa der Sirſus dieſe große Central Sonne des ganzen Milchſtraßenſyſtems fen? S. Bode im angel, Buche, pag. 590. 691. und Herr Kant weiter hinten.

Syſtems zu ſeyn, fo wie Jupiter oder Saturn, ungeachtet ihrer eigenen Begleitung, zu der ſyſtematiſchen Verfaſſung eines noch groͤßeren Weltbaues gehören. Kann man, an einer fo genauen Uoebereinſtimmung in der Verfaſſung nicht die gleiche Urfache und Ae der Erzeugung erkennen?

Wenn nun die Firſterne ein Syſtem austngchel; deſſen Ums ſung durch die Anziehungsſphaͤre desjenigen Koͤrpers, der im Mittelpunkte befindlich if, beſtimmt wird, werden nicht mehr Sonnenſyſteme, und, ſo zu reden, mehr Milchſtraßen entſtanden ſeyn, die in dem grenzloſen Felde des Weltraums erzeugt worden? Wir haben mit Erſtaunen Figuren am Himmel erblickt, welche nichts anders, als ſolche auf einen gemeinſchaftlichen Plan be⸗ ſchraͤnkte Fiſternenſyſteme ſolche Milchſtraßen, wenn ich mich fo ausdruͤcken darf, fi nd, die in verſchiedenen Stellungen gegen das Auge, mit einem, ihrem unendlichen Abſtande gemaͤs gefchwäche ten Schimmer, eliptiſche Geſtalten darſtellen; es ſind Syſteme, von, ſo zu ſagen, unendliche mal unendlich groͤßerm Durchmeſ⸗ ſer, als der Diameter unſers Sonnenbaues iſt; aber ohne Zwei⸗ fel auf gleiche Art entſtanden, aus gleichen Urſachen geordnet und eingerichtet, und erhalten ſich durch ein gleiches Triebwerk, als dieſes, in ihrer Verfaſſung.

Wenn man dieſe Sternen ſyſteme wieder als Glieder an der großen Kette der geſammten Natur anſieht; ſo hat man eben ſo viel Urſache, als vorher, ſie in einer gegenſeitigen Beziehung zu denken, und in Verbindungen, welche Kraft des durch die ganze Natur herrſchenden Geſetzes der erſten Bildung, ein neues noch groͤßres Syſtem ausmachen, das durch die Anziehung eines Koͤrpers von ungleich maͤchtigerer Attraction, als alle die vorige waren, aus dem Mittelpunkte ihrer regelmäßigen Stellungen regieret wird. Die Anziehung, welche die Urſache der ſyſtema⸗ ſchen Verfaſſung unter den Firſternen der Milchſtraße iſt, wirkt auch noch in der Entfernung eben dieſer Weltordnungen, um ſie aus ihren Stellungen zu bringen, und die Welt in einem unver⸗ meidlich hervorſtehenden Chaos zu begraben, wenn nicht regelmaͤf⸗ ſig ausgetheilte Schwungsfeäfte der Attraction das Gegenges wicht leiſten „und beyderſeits in Verbindung diejenige Beziehung e die der Grund der femme Mifaſfung iſt.

> u ö N Die Anziehung ift. ohne Zweifel eine eben fo weit 1 Eigenſchaft der Materie, als die Coepiſtenz, welche den Raum macht, indem ſie die Subſtanzen durch gegenſeitige Abhängigkeiten ver⸗ bindet, oder, eigentlicher zu reden „die Anziehung iſt eben dieſe allgemeine Beziehung, welche die Theile der Natur in einem Rau⸗ me vereiniget: ſie erſtreckt ſich alſo auf die ganze Ausdehnung deſſelben, bis in alle Weiten ihrer Unendlichkeit. Wenn das Licht. von dieſen entfernten Suſtemen zu uns gelangt 4), das icht, welches nur eine eingedruͤckte Bewegung iſt, muß nicht vielmeht die Anziehung, dieſe urſpruͤngliche Bewegungsquelle, welche eher als alle Bewegung iſt: die keiner fremden Urſache bedarf, auch durch keine Hinderniß kann aufgehalten werden, weil ſie in das Innerſte der Materie, ohne einigen Stoß, ſelbſt bey der allge⸗ meinen Ruhe der Natur wirkt, muß, ſage ich, die Anziehung nicht dieſe Firſternen Syſteme, ihrer unermeßlichen Entfernungen un⸗ geachtet, bey der ungebildeten Zerſtreuung ihres Stoffes, im An⸗ ö fange der Regung der Natur, in Bewegungen verſetzt haben, die eben ſo, wie wir im Kleinen geſehen haben, die Quelle der ſyſte⸗ matiſchen Verbindung, und der dauerhaften Beſtaͤndigkeit ihrer Glieder iſt, die ſie vor dem Verfalle ſichert?

Aber, welches wird denn endlich das Ende der ſyſtematiſchen Einrichtungen ſeyn? wo wird die Schopfung ſelbſt aufporen 2 Man merkt wohl, daß, um fie in einen Verhaͤltniſſe mit der Macht des unendlichen Weſens zu denken, ſte gar keine Grenzen haben muͤſſe. Man kommt der Unendlichkeit der Schopfungs⸗ kraft Gottes nicht naͤher, wenn man den Raum ihrer Offenba⸗ rung in einer Sphäre mit dem Radius der Milchſtraße beſchrie⸗ ben, einschließt, als wenn man ihn in eine Kugel befchränfen ' will, die einen Zoll im Durchmeſſer hat. Alles was endlich, was feine Schranken, und ein beſtimmtes Verhältniß zur Einheit hat, Ex iſt von dem Unendlichen gleich weit entfernt. Nun wäre es ungereimt, die Gottheit mit einem unendlich kleinen Theile ih⸗ tes ſchopferiſchen Vermogens in Wirkſamkeit zu ſetzen und ihre a) Nach angeſtell ten Rechnungen mehrerer Naturforſcher hat ſich ergeben, daß das Licht von der Sonne bis auf die Erde zu Fans men, 8 7 Zeit braucht; es waren auto fait 60 Jahre nothig, ehe ein Lichtſtrahl aus dem uns naͤchſten e bis in 175 Auge auf der Erde kommen kann.

unendliche Kraft, den Schatz einer wahren Unermeßlichkeit, von Naturen und Welten unthätig, und in einen ewigen Mangel der Ausübung verſchloſſen, zu denken. Iſt es nicht vielmehr anſtaͤndiger, oder beſſer zu ſagen, iſt es nicht nothwendig, den Inbegriff der Schoͤpfung alſo anzuſtellen, als er ſeyn muß, um ein Zeugniß von derjenigen Macht zu ſeyn, die durch keinen Maasſtab kann abgemeſſen werden? Aus dieſem Grunde iſt das Feld der Offenbarung goͤttlicher Eigenſchaften eben ſo unendlich, als dieſe ſelbſt ſind ). Die Ewigkeit iſt nicht hinlaͤnglich, die Zeugniße des hoͤchſten Weſens zu faſſen, wo fie nicht mit der Uns endlichkeit des Raumes verbunden wird. Es iſt wahr, die Aus⸗ bildung, die Form, die Schoͤnheit und Vollkommenheit, ſind Be⸗ ziehungen der Grundſtuͤcke und der Subſtanzen, die den Stoff des Weltbaues ausmachen; und man bemerkt es an den Anſtal⸗ ten, die die Weisheit Gottes noch zu aller Zeit trift; es iſt ihr auch am gemaͤßeſten, daß ſie ſich, aus dieſer ihren eingepflanzten allgemeinen Geſetzen, durch eine ungezwungene Folge heraus wi⸗ ckeln. Und daher kann man mit gutem Grunde feſtſetzen, daß die Anordnung und Einrichtung der Weltgebaͤude, aus dem Vor⸗ a N rathe ger a N rathe ger ) Der Begriff einer unendlichen Ausdehnung der Welt findet un: f ter den Metaphyſikkundigen Gegner, und hat nur neulich an dem Herrn M. Weitenkampf einen gefunden. Wenn dieſe Herren, wegen der angeblichen Unmoͤglichkeit einer Menge ohne Zahl und Grenzen, ſich zu dieſer Idee nicht bequemen koͤnnen; ſo wollte ich nur vorläufig fragen: ob die Fünftige Folge der Ewigkeit nicht eine wahre Unendlichkeit von Mannigfaltigkeiten und Veraͤnde⸗ rungen in ſich faſſen wird? und ob dieſe unendliche Reihe nicht auf einmal ſchon jetzo dem goͤttlichen Verſtande gaͤnzlich gegen⸗ waͤrtig ſey? Wenn es nun moͤglich war, daß Gott den Begriff der Unendlichkeit, der ſeinem Verſtande auf einmal darſteht, in einer auf einander folgenden Reihe wirklich machen kann: warum ſollte derſelbe nicht den Begriff einer andern Unendlichkeit in ei⸗ nem, dem Raume nach, verbundenen Zuſammenhange darſtellen, und dadurch den Umfang der Welt ohne Graͤnzen ma⸗ chen koͤnnen? Indeſſen, daß man dieſe Frage wird zu beantwor⸗ ten ſuchen, ſo werde ich mich der Gelegenheit, die ſich darbieten wird, bedienen, durch eine aus der Natur der Zahlen gezogene Erlaͤuterung, die vermeinte Schwierigkeit zu heben, woferne man bey genauer Erwägung, es noch als eine einer Erörterung beduͤrf⸗ tige Frage anſehen kann: ob dasjenige, was eine durch die hoͤchſte Weisheit begleitete Macht hervorgebracht hat, ſich 1 offen⸗ baren, zu demjenigen, was fie. hat hervorbringen konnen, ſich wie eine Differenzialgroͤße verhalte! | hi Di rathe des erſchaffenen Naturſtoſſ's „in einer Folge der Zeit, nach und nach geſchehe; allein, die Grundmaterie ſelbſt, deren Ei⸗ genfchaften und Kräfte allen Veränderungen zum Grunde liegen, iſt eine unmittelbare Folge des goͤttlichen Daſeyns: ſelbige muß alſo auf einmal ſo reich, ſo vollſtaͤndig ſeyn, daß die Entwicklung ihrer Zuſammenſetzungen in dem Abfluße der Ewigkeit ſich uͤber einen Plan ausbreiten koͤnne, der alles in ſich ſchließt was ſeyn kann, der kein Maaß annimmt, karz, der unendlich iſt. Wenn nun alſo die Schoͤpfung, dem Raume nach, unendlich iſt, oder es wenigſtens, der Materie nach, wirklich von Anbeginn her ſchon geweſen iſt, der Form, oder der Ausbildung nach, aber es bereit iſt, zu werden; ſo wird der Weltraum mit Welten ohne Zahl und ohne Ende belebt werden. Wird denn nun jene ſyſtematiſche Verbindung, die wir vorher bey allen Theilen inſon⸗ derheit erwogen haben, auch aufs Ganze gehn, und das ge⸗ ſammte Univerſum, das All der Natur, in einem einzigen Syſteme, durch die Verbindung der Anziehung und der fliehen⸗ den Kraft, zuſammen faſſen? Ich ſage ja; wenn nur lauter abge⸗ ſonderte Weltgebaͤude, die unter einander keine vereinte Beziehung zu einem Ganzen haͤtten, vorhanden waͤren, ſo koͤnnte man wohl, wenn man dieſe Kette von Gliedern als wirklich unendlich annaͤhme, denken, daß eine genaue Gleichheit der Anziehung ihrer Theile von allen Seiten dieſe Syſteme von dem Verfalle, den ihnen die innere Wechſelanziehung droht, ſicher halten koͤnne. Allein hierzu ge⸗ hoͤrt eine fo genaue abgemeſſene Beſtimmung in den, nach der Attraction abgewognen, Entfernungen, daß auch die geringſte Verruͤckung dem Uni verſo den Untergang zuziehen, und fie in langen Perioden, die aber doch endlich zu Ende laufen muͤſſen, dem Umſturze uͤberliefern wuͤrde. Eine Weltverfaſſung, die ſich ohne ein Wunder nicht erhielt, hat nicht den Character der Beſtaͤn⸗ digkeit, die das Merkmal der Wahl Gottes iſt; man trift es alſo dieſer weit anſtaͤndiger, wenn man aus der geſammten Schoͤ⸗ pfung ein einziges Syſtem macht, welches alle Welten und Welt⸗ ordnungen, die den ganzen unendlichen Raum ausfüllen, ſich auf einen einzigen Mittelpunkt beziehen laͤßt. Ein zerſtreutes Ge wimmel von Weltgebaͤuden, fie mögten auch durch noch fo weite Entfernungen von einander getrennt ſeyn, wůrde mit einem une verhinderten Hange zum Verderben und zur gerſtörung eilen, wenn nicht eine gewiſſe beziehende Einrichtung gegen cinen allges meinen Mittelpunkt, das Centrum der Attraction des Uni ver⸗ ſums, und den Unterſtuͤtzungspunkt der geſammten Natur ag ſyſtematiſche Bewegungen getroſſen wäre.

Um dieſen allgemeinen Mittelpunkt der Senkung der ganzen Natur, ſowohl der gebildeten, als der rohen, in welchem ſich ohne Zweifel der Klumpen von der ausnehmendſten Attraction befindet, der in eine Anziehungsſphaͤre alle Welten nnd Ordnun⸗ gen, die die Zeit hervorgebracht hat, und die Ewigkeit hervor⸗ bringen wird, begreift, kann man mit Wahrſcheinlichkeit anneh⸗ men, daß die Natur den Anfang ihrer Bildung gemacht, und daſelbſt auch die Syſteme am dichteſten gehäuft find; weiter von demſelben aber in der Unendlichkeit des Raumes ſich, mit immer großeren Graden der Zerſtreuung verlieren. Man koͤnnte dieſe Regel aus der Analogie unſeres Sonnenbaues abnehmen, und dieſe Verfaſſung kann ohnedem dazu dienen, daß in großen Ent⸗ fernungen nicht allein der allgemeine Centralkorper, ſondern auch alle um ihn zunaͤchſt laufende Syſteme ihre Anziehung zuſammen vereinigen, und ſie gleichſam aus einem Klumpen gegen die Sy⸗ ſteme des noch weitern Abſtands ausüben. Dieſes wird alsdann mit dazu behuͤlflich ſeyn, die ganze Natur in der ganzen Unend⸗ lichkeit ihrer Erſtreckung, in einem einzigen Syſteme zu begreifen.

Um nun der Errichtung dieſes allgemeinen Syſtems der Natur, aus den mechaniſchen Geſetzen der zur Bildung ſtrebenden Mate⸗ rie, nachzuſpuͤren; ſo muß in den unendlichen Raume des aus⸗ gebreiteten elementariſchen Grundſtoffs, an irgend einem Orte, dieſer Grundſtoff die dichteſte Haͤufung gehabt haben, um durch die daſelbſt geſchehene vorzuͤgliche Bildung, dem geſammten Unis verſum eine Maſſe verſchaft zu haben, die ihm zum Unterſtü⸗ tzungspunkt diente. Es iſt zwar gewiß, daß in einem unendli⸗ chen Raume kein Punkt eigentlich das Vorrecht haben kann, der Mittelpunkt zu heißen; aber, vermittelſt eines gewiſſen Verhaͤlt⸗ niſſes, das ſich auf die weſentlichen Grade der Dichtigkeit des Ur⸗ ftoffes gruͤndet, nach welcher dieſe zugleich mit ihrer Schöpfung an einem gewiſſen Orte vorzuͤglich dichter gehaͤuft, und mit den Weiten von demſelben in der Zerſtreuung zunimmt, kann ein ſol⸗ I cher punkt das Vorrecht haben, der Mittelpunkt zu heißen, und | er wird es auch wirklich, durch die Bildung der Centralmaſſe, von der kraͤftigſten Anziehung in demſelben, zu dem ſich alle uͤbri⸗ ge, in Particularbildungen, begriffene elementariſche Materie ſenkt, und dadurch, fo weit ſich auch die Auswicklung der Natur erſtre⸗ ken mag, in der unendlichen Sphaͤre der Scoͤpfung⸗ aus dem ganzen All „ nur ein einziges Syſtem macht.

Das iſt aber etwas wichtiges, und welches, woferne es Bey⸗ fall erlangt, der groͤßten Aufmerkſamkeit wuͤrdig iſt, daß der Ord⸗ nung der Natur, in dieſem unſerm Syſteme zu Folge, die Schoͤp⸗ fung, oder vielmehr die Ausbildung der Natur, bey dieſem Mit⸗ telpunkte zuerſt anfaͤngt, und mit ſtetiger Fortſchreitung nach und a nach in alle fernere Weite ausgebreitet wird, um den unendlichen Raum in dem Fortgange der Ewigkeit mit Welten und Ordnun⸗ gen zu erfuͤllen. Laſſet uns dieſer Vorſtellung einen Augenblick mit ſtillem Vergnuͤgen nachhaͤngen. Ich finde nichts, das den Geiſt des Menſchen zu einem edlern Erſtaunen erheben kann „ in⸗ dem es ihm eine Aus ſicht in das unendliche Feld der Allmacht er⸗ oͤffnet, als dieſen Theil der Theorie, der die ſuccleſive Vollendung der Schöpfung betrift. Wenn man mir zugiebt, daß die Materie, die der Stoff zur Bildung aller Welten iſt, in dem ganzen un⸗ endlichen Raume der goͤttlichen Gegenwart nicht gleichfoͤrmig, ſon⸗ dern nach einem gewiſſen Geſetze ausgebreitet geweſen, das ſich vielleicht auf die Dichtigkeit der Partikeln bezog, und nach wel⸗ chem von einem gewiſſen Punkte, als dem Orte der dichteſten Haͤu⸗ fung, mit den Weiten von dieſem Mittelpunkte die Zerſtreuung des Urſtoffs zunahm; ſo wird, in der urſpruͤnglichen Regung dei: = Natur, die Bildung zunaͤchſt bey dieſen Centrum angefangen, und | dann, in fortſchreitender Zeitfolge, der weitere Raum nach und nach Welten und Weltordnungen, mit einer gegen dieſen ſich be⸗ ziehenden ſyſtematiſchen Verfaſſung, gebildet haben. Ein jeder endlicher Zeitraum, deſſen Laͤnge zu der Groͤße des zu vollbrin⸗ genden Werks ein Verhaͤltniß hat, wird immer nur eine endliche Sphaͤre von dieſem Mittelpunkte an, zur Ausbildung bringen; der übrige unendliche Theil wird indeſſen noch mit der Verwir⸗ rung und dem Chaos ſtreiten, und um ſo viel weiter von dem Zuſtande der vollendeten Bildung entfernt ſeyn, je weiter deſſen .

* — 5 Kita; „ von der Sphäre der ſchon uushebicbeteh Natur; ct fernt iſt. Dieſem zu Folge „ob wir gleich von dem Orte unſe⸗ res Aufenthalts in dem Univerſum eine Ausſicht in eine, wie es ſcheinet, vollig vollendete Welt, und, ſo zu reden, in ein un⸗ endliches Heer von Weltorduungen, die ſyſtematiſch verbunden ſind, haben; ſo befinden wir uns doch eigentlich nur in einer Nahe zum Mittelpunkte der ganzen Natur, wo dieſe ſich ſchon aus dem Chaos ausgewickelt „ und ihre gehörige Vollkommenheit erlangt hat. Wenn wir eine gewiſſe Sphaͤre uͤberſchreiten konn⸗ ten; würden wir daſelbſt das Chaos und die Zerstreuung der Elemente erblicken, die nach dem Maaße, als fie ſich dieſem Mit⸗ telpunkte näher befinden, „den rohen Zuſtand zum Theil verlaſſen, und der Vollkommenheit der Ausübung naͤher fi find, mit den Gra ⸗ den der Entfernung aber ſich nath und nach in einer völligen Zerſtreuung verlieren. Wir würden ſehen, wie der unendliche Raum der goͤttlichen Gegenwart, darin der Vorrath zu allen möglichen Naturbildungen anzutreffen iſt, in einer ſtillen Nacht begraben, voll von Materie, den kuͤnftig zu erzeugenden Welten zum Stoffe zu dienen, und von Triebfedern fie in Bewegung zu bringen, die, mit einer ſchwachen Regung, diejenigen Bewegun⸗ gen anfangen, womit die Unermeßlichkiit dieſer oͤden Räume ders einſt noch ſoll belebt werden. Es iſt vielleicht noch eine Reihe von Millionen Jahren und Jahrhunderten verfloſſen, ehe die Sphaͤre der gebildeten Natur, darin wir uns befinden „zu der Vollkommenheit gediehen iſt, die ſie jetzt hat; und es wird viel⸗ leicht ein eben ſo langer Zeitraum vergehen, bis die Natur einen ſo weiten Schritt in dem Chaos thut: allein die Sphaͤre der aus⸗ gebildenden Natur iſt unaufhoͤrlich beſchaͤftigt, ſich auszubreiten.

Die Schopfung iſt nicht das Werk von einem Augenblicke. Nach⸗ dem ſie mit der Hervorbringung einer Unendlichkeit von Subſtan⸗ zen und Materie den Anfang gemacht hat: fo iſt fie mit immer zunehmenden Graden der Fruchtbarkeit, die ganze Folge der Ewigkeit hindurch, wirkſam. Es werden Millionen, und ganze Gebuͤrge von Millionen Jahrhunderten verfließen, binnen wel⸗ chen immer neue Welten und Weltordnungen nach einander in den entfernten Weiten von dem Mittelpunkte der Natur, ſich bil⸗ den, und zur Vollkommenheit gelangen werden; ſie werden, un⸗