\ — geachtet: der ſyſtematiſchen Werfaſung, die unter ihren Theilen iſt, eine allgemeine Beziehung auf den Mittelpunkt erlangen, welcher der erſte Bildungspunkt, und das Centrum der Schöpfung durch das Anziehungsvermoͤgen ſeiner vorzuͤglichen Maſſe wor⸗ den iſt. Die Unendlichkeit der künftigen Zeitfolge, womit die Ewigkeit unerſchopflich iſt, wird alle Raͤume der Begenwart Got⸗ tes ganz und gar beleben, und in die Negelmäßigfeit, die der Treflichkeit ſeines Entwurfes gemaͤß iſt, nach und nach verſetzen, und wenn man, mit einer kühnen Vorſtellung, die ganze Ewigkeit, ’ fo zu ſagen, in einem Begriffe zuſammen faſſen fönnte; fo wurde man auch den ganzen unendlichen Raum mit Weltordnungen an⸗ gefüllt, und die Schoͤpfung vollendet anſehen koͤnnen. Weil aber in der That von der Zeitfolge der Ewigkeit der ruͤckſtaͤndige Theil allemal unendlich, und der abgefloſſene endlich iſt; ſo iſt die Sphäre der ausgebildeten Natur allemal nur ein unendlich klei.
ner Theil desjenigen Inbegriffs, der den Saamen zukuͤnftiger Welten in ſich hat, und ſich aus dem rohen Zuſtande des Chaos, in laͤngern oder kuͤrzern Perioden, auszuwickeln trachtet. Die Schoͤpfung iſt niemals vollendet. Sie hat zwar einmal angefan⸗ gen, aber ſie wird niemals aufhoͤren. Sie iſt immer geſchaͤftig, mehr Auftritte der Natur, neue Dinge und neue Welten hervor zu bringen. Das Werk, welches ſie zu Stande bringt, hat ein Verhaͤltniß zu der Zeit, die ſie darauf anwendet. Sie braucht nichts weniger, als eine Ewigkeit, um die ganze graͤnzenloſe Weite der unendlichen Raͤume mit Welten ohne Zahl und ohne Ende zu beleben. Man kanu von ihr dasjenige ſagen, was der erhabenſte unter den deutſchen Dichtern von der Ewigkeit ſchreibt: | 7 7 Unendlichkeit! wer b fe dich? Vor dir ſind Welten Tag, und Menſchen Augenblicke f Vielleicht die tauſendſte der 7 waͤlzt jetzt ſich/ Und tauſend bleiben noch zuruͤcke, f ö Wie eine Uhr, beſeelt durch ein Gewicht, Eilt eine Sonn aus Gottes Kraft bewegt; Ihr Trieb laͤuft ab, und eine andre ſchlaͤgt, Du aber bleibſt, und zaͤhlſt ſie nicht..
v. Hallet.
Es iſt ein nicht geringes Vergnuͤgen, mit ſeiner Einbildungs⸗ kraft uber die Graͤnze der vollendeten Schöpfung, in den Raum Ä des 1 6485 auszüſchweifen, „ ü die halb tube Natur, in der Naͤhe zur Sphaͤre der ausgebildeten Welt, ſich nach und nach durch alle Stufen und Schattirungen der Unvollkommenheit ‚in dem ganzen ungebildeten Raume, verlieren zu ſehen. Aber iſt es nicht eine tadelnswuͤrdige Kühnheit, wird man ſagen, eine Hypotheſe aufzuwerfen, und ſie, als einen Vorwurf der Er⸗ Fgoͤtzung des Verſtandes, anzupreiſen, ‚ welche vielleicht nur gar zu wilkuͤhrlich iſt, wenn man behauptet, daß die Natur, nur einem unendlich kleinen Theile nach, ausgebildet ſey, und un⸗ endliche Raͤume noch mit dem Chaos ſtreiten „um in der Folge kuͤnftiger Zeiten ganze Heere von Welten und Weltordnungen in aller gehoͤrigen Ordnung und Schönheit, darzuſtellen? Ich bin den Folgen, die meine Theorie darbietet, nicht ſo ſehr er⸗ geben, daß ich nicht erkennen ſollte, wie die Muthmaßung, von der ſucceſſiven Ausbreitung der Schoͤpfung, durch die unendlichen Raume, die den Stoff dazu in ſich faſſen, den Einwurf der Un⸗ erweislichkeit nicht völlig ablehnen koͤnne. Indeſſen verſpreche ich mir doch von denenjenigen, welche die Grade der Wahrſchein⸗ lichkeit zu ſchaͤtzen im Stande find, daß eine ſolche Charte der Unendlichkeit, ob ſie gleich einen Vorwurf begreift, der be⸗ ſtimmt zu ſeyn ſcheint, dem menſchlichen Verſtande auf ewig vers a borgen zu ſeyn, nicht um deswillen ſofort als ein Hirngeſpinſte werde angeſehen werden, vornehmlich, wenn man die Analogie zu Hilfe nimmt, welche uns allemal, in ſolchen Faͤllen, leiten muß, wo dem Verſtande der Faden der untruͤglichen Beweiſe mangelt.
Man kann aber auch die Analogie noch durch annehmungswuͤr⸗ dige Grunde unterſtuͤtzen, und die Einſicht des Leſers, wofern ich mich ſolches Beyfalls ſchmeicheln darf, wird iſie vielleicht mit noch wichtigern vermehren koͤnnen. Denn wenn man erwaͤget, daß die Schoͤpfung den Charakter der Beſtaͤndigkeit nicht mit ſich fuͤhrt, wofern ſie der allgemeinen Beſtrebung der Anziehung, die durch alle ihre Theile wirkt, nicht eine eben ſo durchgaͤngige Be⸗ ſtimmung entgegen ſetzt, die dem Hange der erſten zum Verder⸗ ben und zur Unordnung genugſam widerſtehen kann, wenn ſie nicht Schwungskraͤfte ausgetheilt hat, die in der Verbindung, mit der Centralneigung, eine allgemeine ſyſtematiſche Verfaſſung - Dune, = On, NE SEE A Ä: feſtſetzen; ſo wird man genoͤthigt einen allgemeinen Mittelpunke des ganzen Welt⸗Alls anzunehmen, der alle Theile deſſelben in verbundener Beziehung zuſammen hält, und aus dem ganzen Inbegriffe der Natur nur Ein Syſtem macht. Wenn man hiezu den Begriff, von der Bildung der Weltförper, aus der zerſtreue⸗ ten elementariſchen Materie fügt, wie wir ihn in den vorher⸗ gehnden entworfen haben, jedoch ihn allhier nicht auf ein beſon⸗ deres Syſtem einſchraͤnkt, ſondern uͤber die ganze Natur ausdehnt; fo wird man genöthigt, eine ſolche Austheilung des Grundſtof⸗ fes, in dem Raume des urſprunglichen Chaos, zu denken, die natuͤrlicher Weiſe einen Mittelpunkt der ganzen Schöpfung mit ſich bringt, damit in dieſen die wirkſame Maſſe, die in ihrer Sphaͤre die geſammte Natur begreift, zuſammengebracht, und die durchgaͤngige Beziehung bewirkt werden koͤnne, wodurch alle Welten nur ein einziges Gebaͤude ausmachen. Es kann aber in dem unendlichen Raume, kaum eine Art der Austheilung des ur⸗ ſprüͤnglichen Grundſtoffs, gedacht werden, die einen wahren Mittel⸗ und Senkungspunkt der geſammten Natur ſetzen ſollte, als wenn ſie nach einem Geſetze der zunehmenden Zerſtreuung, von dieſem punkte an, in alle ferne Weiten eingerichtet iſt. Dieſes Geſetz aber ſetzt zugleich einen Unterſchied in der Zeit, die ein Syſtem in den verſchiedenen Gegenden des unendlichen Raums gebraucht, zur Reife ſeiner Ausbildung zu kommen, ſo daß dieſe Periode deſto kuͤrzer iſt, je näher der Bildungsplatz eines Welt⸗ baus ſich dem Centrum der Schoͤpfung befindet, weil daſelbſt die Elemente des Stoſſes dichter gehaͤuft ſind, und dagegen um deſto laͤnger Zeit erfordert, je weiter der Abſtand iſt, weil die Partikeln daſelbſt zerſtreuter ſind, und ſpaͤter zur Bildung zuſam⸗ men kommen.
Wenn man die ganze Hypotheſe, die ich entwerfe, in dem ganzen Umfange ſowohl deſſen, was ich geſagt habe, als, was ich noch eigentlich darlegen werde, erwägt; fo wird man die Kuͤhnheit ihrer Forderungen wenigſtens nicht für unfähig halten, eine Entſchuldigung anzunehmen. Man kann den unvermeidli⸗ chen Hang, den ein jegliches zur Vollkommenheit gebrachtes Weltgebaͤude nach und nach zu ſeinem Untergange hat, unter die Gruͤnde rechnen, die es bewähren koͤnnen, daß das Univer⸗ ſum dagegen in andern Gegenden an Welten fruchtbar ſeyn werde, um den Mangel zu erſetzen, den es an einem Orte erlit⸗ ten hat. Das ganze Stuͤck der Natur, das wir kennen, ob es gleich nur ein Atom in Anſehung deſſen iſt, was uͤber oder un⸗ ter unſerm Geſichtskreiſe verborgen bleibt, beſtaͤtigt doch dieſe Fruchtbarkeit der Natur, die ohne Schranken iſt, weil ſie nichts anders, als die Ausuͤbung der goͤttlichen Allmacht ſelbſt iſt. Unzaͤhlige Thiere und Pflanzen werden taͤglich zerſtoͤrt, und ſind ein Opfer der Vergaͤnglichkeit; aber nicht weniger bringt die Na⸗ tur, durch ein unerſchoͤpftes Zeugungsvermoͤgen, an andern Or⸗ ten wieder hervor, und fuͤllt das Leere aus. Betraͤchtliche Stuͤcke des Erdbodens, den wir bewohnen, werden wieder in dem Meere begraben, aus dem ſie ein guͤnſtiger Zeitpunkt hervorgezogen hatte; aber an andern Orten ergaͤnzt die Natur den Mangel, und bringt andere Gegenden hervor, die in der Tiefe des Waſſers verborgen waren, um neue Reichthuͤmer ihrer Fruchtbarkeit über dieſelbe auszubreiten. Auf die gleiche Art vergehen Welten und Weltordnungen, und werden von dem Abgrunde der Ewigkeiten verſchlungen; dagegen iſt die Schoͤpfung immerfort geſchaͤftig, in andern Himmelsgegenden neue Bildungen zu verrichten, und den Abgang mit Vortheile zu ergaͤnzen. | Man darf nicht erſtaunen, ſelbſt in dem Großen der Werke GSottes, eine Vergaͤnglichkeit zu verſtatten. Alles, was endlich iſt, was einen Anfang und Urſprung hat, hat das Merkmal ſei⸗ ner eingeſchraͤnkten Natur in ſich; es muß vergehen, und ein Ende haben. Die Dauer eines Weltbaues hat, durch die Vortref⸗ lichkeit ihrer Errichtung, eine Beſtaͤndigkeit in ſich, die, unſern Begriffen nach, einer unendlichen Dauer nahe kommt. Viel⸗ leicht werden tauſend, vielleicht Millionen Jahrhunderte ſie nicht vernichten; allein, weil die Vergaͤnglichkeit und Hinfaͤlligkeit, i die an den endlichen Naturen haftet, beſtaͤndig an ihrer Zerftös rung arbeitet; ſo wird die Ewigkeit alle moͤgliche Perioden in ſich halten, um durch einen allmaͤhligen Verfall den Zeitpunkt ihres Untergangs doch endlich herbey zu fuͤhren. Newton, dieſer große Bewunderer der Eigenſchaften Gottes, aus der Voll⸗ kommenheit ſeiner Werke, der mit der tiefſten Einſt cht in die Treflichkeit der Natur, die größte Ehrfurcht gegen die Offenbar I .
a. rung der goͤttlichen Allmacht verband, fahe ſich genoͤthigt, der Natur ihren Verfall durch den natuͤrlichen Hang, den die Mecha⸗ nik der Bewegung dazu hat, vorher zu verkuͤndigen. Wenn eine ſyſtematiſche Verfaſſung durch die weſentliche Folge der Hinfaͤl⸗ ligkeit, in großen Zeitlaͤuften auch den allerkleinſten Theil, den man ſich nur gedenken mag, dem Zuſtande ihrer Verwirrung naͤ. hert; ſo muß in dem unendlichen Ablaufe der Ewigkeit doch ein Zeitpunkt ſeyn, da dieſe allmaͤhlige Verminderung alle Bewegung erſchoͤpft hat. 6 N 1 Wir duͤrfen aber den Untergang eines Weltgebaͤudes nicht als einen wahren Verluſt der Natur bedauern. Sie beweiſt ihren Reichthum in einer Art von Verſchwendung, welche, indem einige Theile der Vergaͤnglichkelt den Tribut bezahlen, ſich durch unzaͤhlige neue Zeugungen in dem ganzen Umfange ihrer Volle kommenheit unbeſchadet erhaͤlt. Welch eine unzaͤhlige Menge Blumen und Inſekten zerſtoͤrt ein einziger kalter Tag; aber wie wenig vermißt man ſie, ohnerachtet es herrliche Kunſtwerke der Natur und Beweisthuͤmer der göttlichen Allmacht find; an eis. nem andern Orte wird dieſer Abgang mit Ueberfluß wieder erſetzt.
Der Menſch, der das Meiſterſtuͤck der Schoͤpfung zu ſeyn ſcheint, iſt ſelbſt von dieſem Geſetze nicht ausgenommen. Die Natur beweiſt, daß ſie eben ſo reich, eben ſo unerſchoͤpflich in Hervor⸗ bringung des treflichſten unter den Creaturen, als des gering⸗ ſchaͤtzigſten, iſt, und daß ſelbſt deren Untetgang eine nothwendige Schattirung in der Mannigfaltigkeit ihrer Sonnen iſt, weil die Erzeugung derſelben ihr nichts koſtet. Die ſchaͤdlichen Wir⸗ kungen der angeſteckten Luft, die Erdbeben, die Ueberſchwemmun⸗ gen, vertilgen ganze Voͤlker von dem Erdboden; allein es ſcheint nicht, daß die Natur dadurch einigen Nachtheil erlitten habe. Auf gleiche Weiſe verlaſſen ganze Welten und Syſteme den Schauplatz, nachdem fie ihre Rolle ausgeſpielt haben. a). Die a) Viele find der Meinung, daß der Stern, welcher von ao, 1572 74 mit einem außerordentlichen ſtarken Lichte in der Cassiopeia * zu ſehen war und ſeitdem nicht wieder geſehn worden, ein dur er Feuer zerſtoͤrtes Weltenſyſtem geweſen ſey. Ein aͤhnlicher, fa Hhaoch groͤßerer Stern erſchien ao, 1604. im Serpentario, und ver⸗ ſchwand 1605 wieder, ohne eine Spur hinter ſich zu laſſen. — m >. Moͤglichkeit einer ſolchen Weltenglut ſiehe unten pag.
Le Unendlichkeit der Schoͤpfung iſt groß genug, um eine Welt, oder eine Milchſtraße von Welten, gegen ſie anzuſehen, wie man eine Blume, oder ein Inſekt, in Vergleichung gegen die Erde, anſteht. Indeſſen, daß die Natur mit veraͤnderlichen Auftritten | die Ewigkeit ausziert, bleibt Gott in einer unaufbörlichen € chö» pfung geſchaͤftig „den Stoff zur Sipnng noch e Mer zu met Der Meiſter und der Herr des Weltalls, der Den Sperling fallen ſiehet und den Helden, Atomen ſinken, oder Weltgebaͤude, Len eine Waſſerblaſe hier, ort eine Welt.
Pope. Llaßt uns alſo unſer Auge, an dieſe erſchrecklichen Umſtuͤrzungen, als an die gewöhnlichen Wege der Vorſehung, gewöhnen, und ſie ſogar mit einer Art von Wohlgefallen anſehen. Und in der That iſt dem Reichthume der Natur nichts anſtaͤndiger als dieſes. Denn, wenn ein Weltſyſtem in der langen Folge feiner Dauer alle Mannigfaltigkeit erſchoͤpft, die ſeine Einrichtung faſſen kann, wenn es nun ein uͤberflüßiges Glied in der Kette der Weſen ge⸗ worden; ſo iſt nichts geziemender, als daß es in dem Schauſpiele der ablaufenden Veraͤnderungen des Univerſums die letzte Rolle ſpielt, die jedem endlichen Dinge gebuͤhrt, naͤmlich der Ver⸗ gaͤnglichkeit ihren Zoll abtrage. Die Natur zeigt, wie gedacht, ſchon in dem kleinen Theile ihres Inbegriffs, dieſe Regel ihres Verfahrens, die das ewige Schickſal ihr im Ganzen vorgeſchrie⸗ ben hat, und ich ſage es nochmals, die Groͤße desjenigen was un⸗ tergehen ſoll, iſt hierin nicht im geringſten hinderlich, denn alles was groß iſt, wird klein, ja es wird gleichſam nur ein Punkt, wenn man es mit dem Unendlich en vergleicht, welches die Schoͤ⸗ pfung, in dem unbeſchraͤnkten Raume, die Folge der Ewigkeit hindurch, darſtellen wird.
Es ſcheint, daß dieſes den Welten, ſo wie allen Naturdin⸗ gen verhängte Ende einem gewiſſen Geſetze unterworfen ſey, deſ⸗ ſen Erwaͤgung der Theorie einen neuen Zug der Anſtaͤndigkeit giebt. Nach demſelben hebt es bey den Weltkoͤrpern an, die ſich dem Mittelpunkte des Welt-Alls am naͤchſten befinden, fo wie die Erzeugung und Bildung neben dieſem Centrum zuerſt ange⸗ De er fangen: von da breitet ſich das Verderben und die Zerſtoͤrung nach und nach in die weitern Entfernungen aus, um jede Welt, welche ihre Periode zuruck gelegt hat, durch einen allmählichen Verfall der Bewegungen, zuletzt in einem einzigen Chaos zu be⸗ graben. Andrerſeits iſt die Natur, auf der entgegen geſetzten Grenze der ausgebildeten Welt, unablaͤßig beſchaͤftigt, aus dem rohen Stoffe der zerſtreuten Elemente Welten zu bilden, und, in⸗ dem ſie an der einen Seite neben dem Mittepunkte veraltet, ſo iſt ſie auf der andern jung und an neuen Zeugungen fruchtbar. Die ausgebildete Welt befindet ſich dieſem nach zwiſchen den Rui⸗ nen der zerſtoͤrten, und zwiſchen dem Chaos der ungebildeten Na⸗ tur mitten inne beſchraͤnkt, und wenn man, wie es wahrſcheinlich iſt, ſich vorſtellt, daß eine ſchon zur Vollkommenheit gediehene Welt, eine längere Zeit dauern konne, als fie bedurft hat, gebil⸗ det zu werden; ſo wird ungeachtet aller der Verheerungen, die die Vergaͤnglichkeit unaufhoͤrlich anrichtet, der Umfang des Unie verſums dennoch uͤberhaupt zunehmen. \ Will man aber noch zuletzt einer Idee Platz laſſen, die eben ſo wahrſcheinlich, als der Verfaſſung der goͤttlichen Werke wohlanſtaͤndig iſt; ſo vie Zufriedenheit, welche eine ſolche Abſchilderung der * der Natur erregt, bis zum hoͤchſten Grade des Wohlgefallens erhoben. Kann man nicht glauben, die Natur, welche vermoͤgend war, ſich aus dem Chaos in eine regelmäßige Ordnung und in ein geſchicktes Syſtem zu ſetzen, ſey ebenfalls im Stande, aus dem neuen Chaos, darin ſie die Verminderung ihrer Bewegungen verſenkt hat, ſich wiede⸗ rum eben ſo leicht herzuſtellen, und die erſte Verbindung zu er⸗ neuern? Koͤnnen die Federn, welche den Stoff der zerſtreu⸗ ten Materie in Bewegung und Ordnung brachten, nachdem ſie der Stillſtand der Maſchine zur Ruhe gebracht hat, durch er⸗ weiterte Kraͤfte nicht wieder in Wirkſamkeit geſetzt werden, und ſich nach eben denſelben allgemeinen Regeln zur Uebereinſtim⸗ mung einſchraͤnken, wodurch die urſpruͤngliche Bildung zuwege gebracht worden iſt? Man wird nicht lange anſtehen, dieſes zuzugeben, wenn man bedenkt, daß, nachdem die endliche Mat⸗ tigkeit der Umlaufs⸗Bewegungen in dem Weltgebaͤude die Pla⸗ neten und Kometen insgeſamt auf die Sonne niedergeſtürzt u iR SEN bat, dieſer ihre Glut einen unermeßlichen Zuwachs durch die Vermiſchung ſo vieler und großer Klumpen bekommen muß, vornämlich da die entfernten Kugeln des Sonnenſyſtems, unfrer vorher erwieſenen Theorie zu Folge, den leichteſten und im Feuer wirkſamſten Stoff der ganzen Natur in ſich enthalten. Dieſes durch neue Nahrung und die fluͤchtigſte Materie in die größte Heftigkeit verſetzte Feuer, wird ohne Zweifel nicht allein alles weder in die kleinſten Elemente auflöfen, ſondern auch dieſelbe in dieſer Art, mit einer der Hitze gemaͤßen Ausdehnungskraft, und mit einer Schnelligkeit, welche durch keinen Widerſtand des Mittels raums geſchwaͤcht wird, in dieſelben weiten Raͤume wieder aus⸗ breiten und zerſtreuen, welche ſie vor der erſten Bildung der Na⸗ tur eingenommen hatten, um, nachdem die Heftigkeit des Gene tralfeuers durch eine beynahe gaͤnzliche Zerſtreuung ihrer Maſſe gedaͤmpft worden, durch Verbindung der Attraktions⸗ und Zus ruͤckſtoßungskraͤfte, die alten Zeugungen und ſyſtematiſch bezie⸗ hende Bewegungen, mit nicht minderer Regelmaͤßigkeit zu wie⸗ derholen und ein neues Weltgebaͤude darzuſtellen. Wenn denn ein beſonderes Planetenſyſtem auf dieſe Weiſe in Verfall gera⸗ then und durch weſentliche Kraͤfte ſich daraus wieder hergeſtellt hat, wenn es wohl gar dieſes en einmal wiederholt; fo wird endlich der Zeitpunkt herannahen, der auf gleiche Weiſe das große Syſtem, darin die Fixſterne Glieder find, durch den Verfall ihrer Bewegungen, in einem Chaos verſammeln wird.
Man wird hier noch weniger zweifeln, daß die Vereinigung einer ſo unendlichen Menge Feuerſchaͤtze, als dieſe brennenden Sonnen ſind, nebſt dem Gefolge ihrer Planeten den Stoff ihrer Maſſen durch die unnennbare Gluth aufgeloͤſt, in den alten Raum ihrer Bildungsſphaͤre zerſtreuen und daſelbſt die Materialien zu neuen Bildungen durch dieſelben mechaniſchen Geſetze hergeben werden, woraus wiederum der oͤde Raum mit Welten und Syſtemen kann belebt werden. Wenn wir dieſen Phoͤnix der Natur, der ſich nur darum verbrennt, um aus ſeiner Aſche wieder verjuͤngt aufzule⸗ ben, durch alle Unendlichkeiten der Zeiten und Räume hindurch folgen: wenn man ſieht, wie ſie ſogar in der Gegend, da ſie ver⸗ fälle und veraltet, an neuen Auftritten unerſchoͤpft, und auf der andern Graͤnze der Schöpfung in dem Raume der ungebildeten * — 1 rohen Materle mit ſtetigen Schritten zur Ausdehnung des Plans der göttlichen Offenbarung fortſchreitet, um die Ewigkeit ſo⸗ wohl, als ale Räume mit ihren Wundern zu füllen; fo verſenkt ſich der Geiſt, der alles dieſes uͤberdenkt, in ein tiefes Erſtau⸗ nen; aber annoch mit dieſem ſo großen Gegenſtande unzufrie⸗ den, deſſen Vergaͤnglichkeit die Seele nicht genugſam zufrieden ſtellen kann, wünſcht er dasjenige Weſen naͤher kennen zu ler⸗ nen, deſſen Verſtand, deſſen Groͤße die Quelle desjenigen Lichts iſt, das ſich uͤber die ganze Natur, gleichſam aus einem Mittel⸗ punkte, ausbreitet. Mit welcher Art der Ehrfurcht muß nicht die Seele ſo gar ihr eigen Weſen anſehen, wenn ſie betrachtet, daß ſie noch alle dieſe Veraͤnderungen uͤberleben ſoll; ſie kann zu ſich ſelbſt ſagen, was der philoſophiſche Dichter von der Ewigkeit ſagt: Mn Ewigkeit ſagt: Mn Wenn denn ein zweites Nichts, wird dieſe Welt begraben; Wenn von dem Alles ſelbſt, nichts bleibet als die Stelle; Wenn mancher Pam noch, u andern Sternen belle, Wird feinen Lauf vollendet haben; Wirſt du ſo jung als jetzt, von deinem Tod gleich weit, Gleich ewig künftig ſeyn, wie heut.
v. Haller.
O gluͤcklich, wenn fie unter dem Tumulte der Elemente und den Traͤumen der Natur jederzeit auf eine Hoͤhe geſetzt iſt, von da ſie die Verheerungen, die die Hinfaͤlligkeit den Dingen der Welt verurſacht, gleichſam unter ihren Fuͤßen kann vorbey rau⸗ ſchen ſehen. Eine Gluͤckſeligkeit, welche die Vernunft nicht ein⸗ mal zu wuͤnſchen ſich erfühnen darf, lehrt uns die Offenbarung mit Ueberzeugung hoffen. Wenn dann die Feſſeln, welche uns an die Eitelkeit der Creaturen geknuͤpft halten, in dem Augen⸗ blicke, welcher zu der Verwandlung unſers Weſens beſtimmt wor⸗ den, abgefallen ſind, ſo wird der unſterbliche Geiſt von der Ab⸗ haͤngigkeit der endlichen Dinge befreyt, in der Gemeinſchaſt mit dem unendlichen Weſen, den Genuß der wahren Gluͤckſeligteit finden. Die ganze Natur, welche eine allgemeine harmoniſche Beziehung zu dem Wohlgefallen der Gottheit hat, kann diejenige vernünftige Creatur nicht anders, als mit immerwaͤhrender Zu⸗ | friedenheit erfüllen, die fich mit dieſer Urquelle aller Vollkommen⸗ heit vereint befindet. Die Natur von dieſem Mittelpunkte aus geſehen, wird von allen Seiten lauter Sicherheit, lauter Wohl⸗ anſtaͤndigkeit zeigen. Die veraͤnderlichen Scenen der Natur ver⸗ moͤgen nicht den Ruheſtand der Gluͤckſeligkeit eines Geiſtes zu verrücken, der einmal zu ſolcher Hoͤhe erhoben iſt. Indem er dieſen Zuſtand, mit einer füßen Hoffnung, ſchon voraus koſtet: kann er feinen Mund in denjenigen Lobgeſaͤngen We davon der⸗ einſt alle Ewigkeiten erſchallen ſollen.
Wenn dereinſt der. Bau der Welt in ſein Nichts we dae Und ſich deiner Haͤnde Werk nicht durch Tag und Nacht mehr theilet; Dann ſoll mein gerührt Gemuͤthe, ſich durch dich geſtaͤrkt bemühn, In Verehrung deiner Allmacht, here vor deinen Thron zu ziehn: Mein von Dank erfuͤllter Mund ſoll durch alle Ewigkeiten, Dir und deiner Majeſtät „ein unendlich Lob bereiten; 55 dabey gleich kein vollkommnes; denn o Herr! ſo groß biſt du, 1 na Würdigsrit zu loben, reicht die Ewigkeit nicht zu.
Addiſſon. Nach Hottſcheds ueberſetzung.
Zugabe zum fi iehenden Haupt ſtuͤcke.
Algemeine Theorie und Geſchichte der Sonne uͤberhaupt.
Es iſt 55 eine Hauptfrage, deren Auflöſung in der Nature lehre des Himmels, und in einer vollſtaͤndigen Kosmogenie une entbehrlich iſt. Warum wird naͤmlich der Mittelpunkt eines je⸗ den Syſtems von einem flammenden Koͤrper eingenommen? Un⸗ ſer planetiſcher Weltbau hat die Sonne zum Centralkoͤrper, und die Fixſterne, die wir ſehen, ſind allem Anſehen nec Mittelpunkte aͤhnlicher Syſteme. Am zu begreifen, woher in der Bildung eines Weltgebäudes, der Körper, der zum Mittelpunkte der Attraktion dient, ein feus riger Koͤrper hat werden muͤſſen, indeſſen daß die uͤbrigen Kugeln ſeiner Anziehungsſphaͤre dunkle Weltkoͤrper blieben, darf man ſich nur an die Art der Erzeugung eines Weltbaues zurück erin⸗ nern, die wir in dem vorhergehenden umſtaͤndlich entworfen ha⸗ ben. In dem weit ausgedehnten Raume, darin der ausgebrei⸗ tete elementariſche Grundſtoff ſich zu Bildungen und ſyſtemati⸗ ER: ſchen Bewegungen anſchickt, bilden ſich die Planeten und Kome⸗ ten nur allein aus demjeigen Theile des zum Mittelpunkte der ee Attraktion ſinkenden elementariſchen Grundſtoffs, welcher durch den Fall und die Wechſelwirkung, den geſammten Partikeln zu der genauen Einſchraͤnkung der Richtung und Geſchwindigkeit, die zum Umſchwunge erfodert wird, beſtimmt worden. Dieſer Theil iſt, wie oben dargethan worden, der mindeſte von der gan⸗ zen Menge der abwaͤrts ſinkenden Materie, und zwar nur der Ausſchuß dichtrer Sorten, welche durch den Widerſtand der an⸗ dern zu dieſem Grade der Genauigkeit haben gelangen koͤnnen. Es befinden ſich in dieſem Gemenge, heranſchwebende Sorten vorzuͤglicher Leichtigkeit, die, durch die Widerſtrebung des Raums gehindert, durch ihren Fall zu der gehörigen Schnelligkeit der periodiſchen Umwendungen nicht durchdringen, und die folglich in der Mattigkeit ihres Schwungs insgeſammt zu dem Central⸗ korper hinabgeſtuͤrzt werden. Weil nun eben dieſe leichtern und fluchtigen Theile auch die wirkſamſten ſind, das Feuer zu unter⸗ halten: ſo ſehen wir, daß durch ihren Zuſatz der Koͤrper und Mit⸗ telpunkt des Syſtems den Vorzug erhält, eine flammende Kugel, mit einem Worte, eine Sonne zu werden. Dagegen wird der ſchwerere und unkraͤftige Stoff und der Mangel dieſer feuernah⸗ renden Theilchen aus den Planeten nur lichtloſe und kalte Klum⸗ pen machen, die ſolcher Eigenſchaft beraubt ſind.
Dieſer Zuſatz ſo leichter Materien iſt es auch, wodurch die Sonne die ſpeciſiſch mindere Dichtigkeit uͤberkommen hat, dadurch ſie auch ſogar unſrer Erde, dem dritten Planeten in dem Abſtande von ihr, amal an Dichtigkeit nachſteht; obgleich es naturlich iſt, zu glauben, daß ſie in dieſem Mittelpunkte des Weltbaus, als in deſſen niedrigſtem Orte die ſchwerſten und dichteſten Gattungen der Materie ſich befinden ſollten, ohne den Zuſatz einer ſo großen Menge des leichteſten Stoffes, die Dichtigkeit aller Planeten uͤber⸗ treffen werde. Die Vermengung pic und ſchwerer Sorten der Elemente, zu dieſen leichteſten und fluchtigſten, dient gleichfalls dem Cen⸗ tralkorper zu der heftigſten Glut, die auf ſeiner Oberflaͤche bren⸗ nen und unterhalten werden ſoll 0 „ geſchickt zu machen. Denn * Die gewaltige Kugel der Kane uͤbertrift die Größe der E Erde um 14,00000 mal, und iſt in ihrer eigentlichen Einrichtung, nach der neueſten hoͤchſtwahrſcheinlich richtigen Meinung, eine * g N wir wiſſen, ar das Feuer, = deſſen naͤhrenden Stoffe 1100 Mir terien unter den fluͤchtigen ſich vermengt befinden, einen großen Vorzug der Heftigkeit vor derjenigen Flamme hat, dir nur von den leichten Gattungen unterhalten wird. Dieſe Untermiſchung aber, einiger ſchweren Sorten unter die leichtere, iſt eine noth⸗ wendige Folge unſers Lehrbegriffs von der Bildung der Welt⸗ koͤrper, und hat noch dieſen Nutzen, daß die Gewalt der Glut, die brennbare Materie der Oberfläche nicht plötzlich zerſtreue, und daß ſelbige, durch den Zufluß der Nahrung aus dem Innern, allmaͤhlig und beſtaͤndig genaͤhrt wird.
Nachdem die Frage nun aufgeloͤſt iſt, woher der Eentraltöt⸗ per eines großen Sternſyſtems, eine flammende Kugel, d. i. eine Sonne ſey; ſo ſcheint es nicht überflüßig zu ſeyn, ſich mit dieſem Vorwurfe noch einige Zeit zu beſchaͤftigen, und den Zuſtand eines ſolchen Himmelskoͤrpers mit einer ſorgfaͤltigen Pruͤfung zu er⸗ forſchen; vornaͤmlich da die Muthmaßungen allhier aus tuͤchti⸗ gern Gruͤnden ſich herleiten laſſen, als ſie es gemeiniglich, bey den Unterſuchungen der e entfernter ee zu ſeyn pflegen.
Zufoͤrderſt ſetze ich feſt, daß man nicht zweifeln koͤnne, die Sonne ſey wirklich ein flammender Koͤrper, und nicht eine bis zum hoͤchſten Grade erhitzte Maſſe geſchmolzener und gluͤhender Materie, wie einige aus gewiſſen Schwierigkeiten, welche ſie bey der erſtern Meinung zu finden vermeint, haben ſchließen wollen. Denn wenn man erwägt, daß ein flammendes Feuer, fur einer jeden andern Art der Hitze, dieſen weſentlichen Vor⸗ feuerloſe elektriſche Kugel, e Licht durch die Reibung Nach unglaublich ſchnellen Umſchwungs hervorgebracht wird. N Bodens Porſtellung iſt ihr eigentlicher Körper ein urſprüng⸗ lich planetiſcher dunkler Körper in Lichtmaterie gehuͤllt, welche ihn wie eine Feuerathmoſphaͤre (Phoͤtoſphaͤre) umſtromt und manchmal leere Stellen hat, durch die wir den eigentlichen Koͤr⸗ er ſehen, und die uns als Flecken auf der Sonnenſcheibe vor⸗ n ommen S. pag. 91. — Ihre tem ift, im Vergleich ihrer Größe mit der Größe Jer Planeten, ſchneller als bey al⸗ len. Die viel kleinere Ade dreht ſich erſt in 24 Stunden, der große Koͤrper der Sonne aber in 25 Tagen, 14 Stunden; nur Jupiter kommt ihr näher, der ſich in 9 Stunden, 56 Minuten rotirt, und 1479 r größer iſt als die Erde.: zug hat, daß es, fo zu fagen, aus. fich felbft wirkſam, anſtatt ſich durch die Mittheilung zu verringern, oder zu erſchoͤpfen, vielmehr eben dadurch mehr Staͤrke und Heftigkeit uͤberkommt, und alſo nur Stoff und Nahrung zum Unterhalte erfordert, um immer fort zu waͤhren; da hingegen die Glut einer, auf den hoͤch⸗ ſten Grad erhitzten Maſſe, ein bloß leidender Zuſtand iſt, der ſich durch die Gemeinſchaft der beruͤhrenden Materie unaufhoͤrlich ver⸗ mindert, und keine eigene Kräfte hat, ſich aus einem kleinen An⸗ fange auszubreiten, oder bey der Verminderung wiederum auf⸗ zuleben, wenn man, ſage ich, dieſes erwaͤgt, ſo wird man, ich geſchweige der andern Gruͤnde, ſchon hieraus ſattſam erſehen koͤnnen, daß der Sonne, der Quelle des Lichts und der Waͤrme in jeglichem Weltbau, jene Eigenſchaft wahrſcheinlicher Weiſe muͤſſe beygelegt werden. a) 7 | Wenn die Sonne nun, oder die Sonnen überhaupt flam⸗ mende Kugeln ſind; ſo iſt die erſte Beſchaffenheit ihrer Ober⸗ flaͤche, die ſich hieraus abnehmen laͤßt, daß auf ihnen Luft be⸗ findlich ſeyn muͤſſe, weil ohne Luft kein Feuer brennt. Dieſer Umſtand giebt Anlaß zu merkwuͤrdigen Folgerungen. Denn wenn man erſtlich die Atmoſphaͤre der Sonne und ihr Gewicht in Verhaͤltniß des Sonnenklumpens ſetzt; in welchem Stande der Zuſammendrückung wird dieſe Luft nicht ſeyn, und wie vermö⸗ gend wird ſie nicht eben dadurch werden, die heftigſten Grade des Feuers durch ihre Federkraft zu unterhalten? In dieſer a) Nach Bodens Meinung iſt die Fiche die den wahren gan ſich dunkeln Sonnenkoͤrper rund umgiebt, keine wahre Glut ſondern nur Licht, deſſen feuerloſe Stralen zich durch den Aether fortpflanzen, aber erſt nach der in einem jeden Lande (der pla⸗ neten) vorkommenden Groͤße des Einfallswinkels in der (Pla⸗ neten) Atmoſphaͤre, bey ihrer erſtaunlich ſchnellen Bewegung nach Beſchaffenheit des dortigen Bodens und der aus der Erde (und andern Planeten) aufſteigenden Duͤnſte, durch verſchiebne - Modiſicationen und Miſchungen der minefaliſchen, vegetabili⸗ ſchen und thieriſchen Urſtoffe derſelben, zunaͤchſt an der Erdober⸗ frache mehr oder weniger Warme hervorbringen und bewirken. — Waͤrmſtoff liegt alle allerdings in den Lichtſtralen der Sonne; aber er entwickelt ſich erſt aus denſelben, wenn ſie an etwas fe⸗ ſteres anſtoßen. Jederman weiß, daß es auf hohen Bergen kalt iſt, wenn gleich die Sonne drauf ſcheint. Jeder Planet hat da⸗ her auch die Modiſieation feiner Dichtigkeit; das Sonnenlicht wird aber bey den entfernten durch die Monde verſtarkt. — Man ſehe auch etwas ähnliches oben S. 33 u. 34.
ER e | Atmoſphaͤre erheben fih, allem Vermuthen nach, auch die Rauct wolken von denen durch die Flamme aufgelöften Mate⸗